POL-IZ: 200619.4 Büsum: Goldankäufer verhindert Betrug

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Büsum (ots) – Gestern haben Unbekannte versucht, einer Seniorin in Büsum mit einem falschen Gewinnversprechen Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Vorhaben schlug aufgrund eines skeptischen Goldankäufers fehl. Das Kuriose – den Mann hatten die Betrüger der Frau selbst empfohlen.

Bereits seit mehreren Wochen erhielt die Anzeigende Telefonanrufe, in denen man ihr einen Gewinn von 49.000 Euro offerierte. In Anwesenheit einer Notarin sollte das Geld an die 89-Jährige übergeben werden. Allerdings würden vorab 800 bis 1.000 Euro für den Geldtransport fällig werden. Da die Rentnerin eine solche Geldsumme nicht aufbringen konnte, schlug der Gauner ihr vor, sie solle einen bestimmten Goldankauf in Heide aufsuchen und dort ihren Schmuck veräußern. Von dem erhaltenen Geld könne sie anschließend die Transportkosten begleichen. Die Geschädigte nahm daraufhin den für sie langen Weg nach Heide auf sich und geriet hier an einen ehrlichen und besorgten Kaufmann, der genau hinterfragte, wofür die Dame das Geld benötige. Da dem Ankäufer die berichtete Geschichte seltsam erschien, suchte er gemeinsam mit der 89-Jährigen die Polizei auf und erstattete Anzeige.

Die Täter meldeten sich später nicht mehr – sie hatten sich selbst ihr falsches Spiel vermasselt – zum Glück!

Vergleichbare Taten ereignen sich aktuell wieder vermehrt. Zwar kam es bisher zu keinen Verlusten bei den Geschädigten, aber dennoch möchte die Polizei erneut vor Betrügern am Telefon warnen. In der Regel werden Gewinne nicht am Telefon eröffnet und noch viel weniger gegen Zahlung von Geldsummen. Diese und andere Maschen finden ihren Nährboden leider in der oftmals altersbedingten Unsicherheit und Unvorsichtigkeit der Opfer. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten heraus, keine PIN-Codes oder Codes von Gutscheinkarten – auch dann nicht, wenn der Anrufer Sie unter Druck setzt. Nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen Sie, ob alles seine Richtigkeit hat, gern mit Hilfe anderer Personen oder der Polizei. Scheuen Sie sich nicht, 110 zu wählen. Hier wird man Sie unterstützen!

Merle Neufeld

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