Öl-Alarm in der Kieler Förde und vor Pellworm – Große Übung

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(CIS-intern) – Auf der Kieler Förde werden mehrere hundert Meter Ölsperren ausgebracht. Sie sperren die Hafenzufahrt von Laboe und den Falckensteiner Fähranleger ab und dienen zum Einschlängeln des Havaristen. Im unmittelbaren Uferbereich sollen die Ölsperren sensible Strandbereiche vor möglichen Ölanlandungen schützen. Eine hundert Meter lange, von zwei Booten gezogene U-förmige Ölsperre soll den fiktiven Ölteppich konzentrieren. Das dahinter fahrende Ölauffangschiff nimmt das fiktive Öl aus dem Wasser auf. Kurzzeitig wird zudem eine etwa tausend Meter lange Ölsperre durch das Fahrwasser zwischen dem Friedrichsorter Leuchtturm und der Landungsbrücke des Marine-Depots Jägersberg gezogen. Dieser Übungsteil soll zeigen, ob sich eine solche Ölsperre in der Friedrichsorter Enge positionieren lässt. Im Ernstfall soll sie verhindern, dass größere Ölmengen in die Kieler Innenförde gelangen.

Foto: Mario De Mattia

Die Ölbekämpfung im Uferbereich erfolgt mit Saugpumpen und Ölskimmern, die Öl von der Wasseroberfläche aufnehmen können. Auch der Strand wird gereinigt: Große Kunststoffgewebesäcke, so genannte Big Bags, werden das mit Schaufeln gesammelte Öl-Sand-Gemisch aufnehmen, kleine Raupenfahrzeuge werden die Big Bags abtransportieren. Geprobt werden soll auch die Übernahme eines Hägglunds-Raupenfahrzeugs auf das Ölbekämpfungsschiff „Stint“. Wie im Ernstfall werden Reinigungsstationen für ölverschmutzte Helfer, Fahrzeuge und Geräte eingerichtet.

Für die Ölbekämpung werden zahlreiche spezielle Geräte vorgehalten. Viele haben die fünf deutschen Küstenländer gemeinsam beschafft. Andere hat das Land angeschafft und bei den landeseigenen Ölwehren, beim THW und der Feuerwehr, stationiert. Bei größeren Schadenlagen werden diese Geräte unter der Gesamteinsatzleitung des Havariekommandos in Cuxhaven eingesetzt. In Schleswig-Holstein ist der LKN-SH für Bekämpfung von Schadstoffunfällen auf den Küstengewässern der Nord- und Ostsee, in den Landeshäfen und auf den Seeschifffahrtsstraßen des Landes verantwortlich. Er führt jährlich mehrere Ölwehrübungen durch, damit die beteiligten Behörden, Organisationen und Firmen ihr Gerät erproben, den Umgang damit üben und die Zusammenarbeit untereinander trainieren.

Ölanlandungen auf Pellworm
PELLWORM. Im Nordfriesischen Wattenmeer sind die Fähre „Peter Pan“ und der Frachter „Moritz“ kollidiert. Hierdurch wurde die Hydraulikanlage der Fähre beschädigt, so dass etwa 10 Tonnen Hydraulikflüssigkeit ausgelaufen sind. Außerdem hat das Frachtschiff dabei zwei Fässer mit Motorenöl verloren. – So stellt sich das Szenario der Übung des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN-SH) auf der Insel Pellworm am 10. Mai dar.

Unter der Leitung des LKN-SH üben etwa 120 Teilnehmer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Deutschem Roten Kreuz, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft zu Rettung Schiffbrüchiger ab 8.30 Uhr an mehreren Orten der Insel die Bekämpfung von Öl. Parallel dazu wird mit Schiffen die küstennahe Ölaufnahme geübt. Bei der Übung kann es zeitweilig zu Behinderungen der Schifffahrt kommen.

Auf der Insel wird eine örtliche Einsatzleitung in den Räumen des Amtes Pellworm die Übung koordinieren. Zusätzlich wird ein Bereitstellungsraum auf dem Gelände der örtlichen Feuerwehr eingerichtet. Er dient als zentraler Anlaufpunkt für die Einheiten und Geräte sowie zur Verpflegung der Übungsteilnehmer. Im Süden der Insel ist die Reinigung des Deckwerks geplant. Hier kommen unter anderem Ölsperren, Hochdruckreiniger und spezielle Geräte zur Ölaufnahme vom Wasser zum Einsatz. Auch das Bergen von verölten Vögeln wird geübt. Im Bereich der „Hooger Fähre“ und im Hafen werden Ölsperren ausgebracht.

Im Norderheverstrom wird die Aufnahme von Öl aus dem Meer geübt. Eine mehrere hundert Meter lange, von zwei Booten gezogene, U-förmige Ölsperre soll den fiktiven Ölteppich konzentrieren. Ein dahinter fahrendes Ölauffangschiff nimmt das Öl – in der Übung wird es durch Popcorn ersetzt – dann aus dem Wasser auf.

Für die Ölbekämpung werden zahlreiche spezielle Geräte vorgehalten. Viele haben die fünf deutschen Küstenländer gemeinsam beschafft. Andere hat das Land angeschafft und bei den landeseigenen Ölwehren, beim THW und der Feuerwehr, stationiert. Bei größeren Schadenlagen werden diese Geräte unter der Gesamteinsatzleitung des Havariekommandos in Cuxhaven eingesetzt. In Schleswig-Holstein ist der LKN-SH für Bekämpfung von Schadstoffunfällen auf den Küstengewässern der Nord- und Ostsee, in den Landeshäfen und auf den Seeschifffahrtsstraßen des Landes verantwortlich. Er führt jährlich mehrere Ölwehrübungen durch, damit die beteiligten Behörden, Organisationen und Firmen ihr Gerät erproben, den Umgang damit üben und die Zusammenarbeit untereinander trainieren.

PM: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein

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