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Ostsee: Ist der große Reise-Boom vorbei?

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(CIS-intern) – In den letzten Jahren wurde die Ostsee von Touristen geradezu überrannt. Stolz erklärte sich das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zur Feriendestination Nummer eins in Deutschland. In diesem Jahr lief es nicht so gut und daran war das Wetter wohl nicht schuld. Wichtiger ist es wohl, die Ferienregion wieder in ein besseres Licht zu rücken. Ein Anfang könnten neue LED Deckenpanels in der Unterkunft sein.

Schwache Vorsaison

Schon vor den Sommerferien deutete sich an, dass es die Gastgeber in diesem Jahr schwer haben werden, eine hohe Auslastung zu erreichen. Beim traditionellen Start zu Himmelfahrt und Pfingsten blieben ungewöhnlich viele Hotelzimmer und Ferienwohnungen leer. Die Gründe dürften vielfältig sein, wobei das Wetter eine untergeordnete Rolle spielt.

Der Juni bot sommerliche Temperaturen, die auf einen Rekordsommer hoffen ließen. Schon zu diesem Zeitpunkt war jedoch erkennbar, dass die Nachfrage im Vergleich zu den letzten Jahren gesunken ist. Selbst für den Juli und August gab es kurz vor dem Ferienstart freie Kapazitäten. Die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Preise wurden in diesem Jahr infolge der Inflation noch einmal angehoben. Gerade Familien, auf die Mecklenburg-Vorpommern besonders seinen Fokus legen wollte, weichten wieder verstärkt auch Flugpauschalreisen aus.

Urlauber zu halten, gelang nicht

Die Hoffnung, den Boom zu nutzen, um Urlauber langfristig an die Ferienregion Ostseeküste zu binden, gelang offenbar nicht. Die Preise sind nur ein Grund. Zum einen spielt sicherlich eine Rolle, dass viele Menschen nach einigen Jahren Urlaub in Deutschland wieder ins Ausland reisen. Andererseits stellt sich die Frage, ob die Qualität mit der Preisentwicklung Schritt hält. Da alles teurer geworden ist, schauen die Menschen genauer hin, wofür sie ihr Geld ausgeben.

Dies beginnt beim Ambiente der Unterkunft. Dazu gehört eine helle Beleuchtung, die sich harmonisch in das Gesamtkonzept einfügt. Hier können Gastgeber viel Geld sparen, indem sie energiesparende Lampen verwenden. Eine interessante Lösung ist ein LED Deckenpanel, das sich zurückhaltend in die Räume integrieren lässt. Es verbraucht wenig Strom und leuchtet einen Raum trotzdem harmonisch aus. Mehr Licht sorgt für mehr Glücksgefühle, was möglicherweise die Bereitschaft der Touristen erhöht, im kommenden Jahr wiederzukommen.

Leistungskürzung und Preiserhöhung sind nicht vermittelbar

Licht macht einen Raum behaglich. Dies gilt nicht nur für die Wohnbereiche. Gerade jetzt, wo die Gastgeber merken, dass sich nicht alle Kosten an die Urlauber weitergeben lassen, muss umgedacht werden. Ein effizientes LED Deckenpanel kann die Kosten im Gemeinschaftsbereich oder im Büro sparen und so zu einem höheren Deckungsbeitrag sorgen. Dies wird um so wichtiger, wenn man bedenkt, dass Leistungskürzungen und Preiserhöhungen eine toxische Verbindung sind.

Die Urlauber müssen sich inzwischen damit abfinden, dass der Fachkräftemangel zu Einschränkungen im Dienstleistungsangebot führt. Dies betrifft die Gastronomie ebenso wie das Freizeitangebot. Am Ende nimmt dieser Mangel einem Ferienort Attraktivität. Ob der Tourist in dieser Situation bereit ist, im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent mehr für die Übernachtung zu zahlen, ist fraglich. Eine ebenso untaugliche Idee ist es, den Feriengästen zu erklären, dass sie unerwünscht sind. Es könnte schneller Ruhe eintreten, als es allen lieb sein kann.

Der Tourismus an der Ostsee steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Feriengäste sorgen für den Wohlstand in der Region und übrigens auch an der Nordsee. Es gilt, innovative Ideen zu entwickeln, um die Gästezahlen zu stabilisieren und wieder auszubauen.

Bild von Paul Henri Degrande auf Pixabay

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