Ölverunreinigung: Nord-Ostsee-Kanal bleibt bis mindestens 3. Januar 2023 geschlossen

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(CIS-intern) – Ölverunreinigung auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Havariekommando gibt Gesamteinsatzleitung ab – Übernahme der Einsatzleitung durch das Land Schleswig-Holstein

Umweltminister Tobias Goldschmidt: „Jetzt gilt es die restlichen Arbeiten zügig abzuschließen um die Auswirkungen auf Umwelt und Schifffahrt möglichst gering zu halten“
KIEL/BRUNSBÜTTEL. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein hat die Gesamteinsatzleitung für die weitere Reinigung des Nord-Ostsee-Kanals nach dem dortigen Austritt von Rohöl vom Havariekommando übernommen. Damit übernimmt das Land wieder die Verantwortung für das weitere Vorgehen.

„Ich danke dem Havariekommando sowie den unzähligen Einsatzkräften die über die Weihnachtstage hinweg das Öl auf dem Nord-Ostsee-Kanal bekämpft haben. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Aufnahme des Öls gut vorangekommen ist. Heute wird deshalb das Umweltministerium mit dem Landesbetrieb Küstenschutz die Einsatzleitung wieder übernehmen. Jetzt gilt es die restlichen Arbeiten zügig abzuschließen um die Auswirkungen auf Umwelt und Schifffahrt möglichst gering zu halten“, sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt.

Der Leiter des Havariekommandos, Dr. Robby Renner, erklärte: „Das Konzept der gemeinsamen Einrichtung ‚Havariekommando‘ für komplexe Schadenslagen hat sich erneut bewährt. Kräfte des Bundes und der Küstenländer haben Hand in Hand gearbeitet und wir haben den größten Ölunfall der jüngeren Zeit an der deutschen Küste in den Griff bekommen. Ein solcher Erfolg erfordert aber nicht nur gute Koordination, sondern hängt ganz wesentlich von den Einsatzkräften ab. Ich danke daher allen beteiligten Behörden und Organisationen und insbesondere den vielen Frauen und Männern, die rund um den Kanal im Einsatz waren. Sie haben sich mit ihrer ganzen Kraft und enormem Engagement gegen diese Ölverschmutzung gestemmt. Auch über Weihnachten waren sie im Einsatz, viele von ihnen ehrenamtlich – das verdient große Anerkennung.“

Bereits seit dem Nachmittag des 27. Dezember wurden nach und nach Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr abgezogen. Die Reinigungsarbeiten übernehmen nun vor allem Fachfirmen. Voraussetzung für das Übergeben der Einsatzleitung vom Havariekommando an den LKN war unter anderem ein Reinigungskonzept für die Unfallstelle, dass der private Betreiber der leckgeschlagenen Pipeline vorlegen musste.

Mit dem Abzug des THWs und der Feuerwehr gehen die Arbeiten in eine neue Phase über. Auch wenn die Bekämpfungsmaßnahmen gut vorangehen, sind weiterhin umfassende Reinigungsarbeiten durch Fachfirmen nötig. Über die weiter anstehenden Arbeiten wird das Umweltministerium im Laufe der Woche in einer weiteren Pressemitteilung informieren. Der LKN ist weiterhin täglich vor Ort, um die Arbeiten anzuleiten und zu beurteilen. Außerdem wird die Ölbekämpfungseinheit aus ODIN und dem Ponton LÜTTMOOR die Aufnahme von Öl vom Wasser aus fortsetzen. Die ODIN und die LÜTTMOOR sind gemeinschaftliche Geräte des Bundes und der Küstenländer zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen und werden vom Land Schleswig-Holstein betrieben.

Um die Reinigungsarbeiten an der Uferböschung, der Häfen und der Schleusen nicht zu behindern und einen Austrag der Verunreinigung in die Elbe zu vermeiden, bleibt der Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt mindestens bis zum 03.01.2023 gesperrt.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Matthias Kissing, Christina Lerch, Jonas Hippel | Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Bild von Viola ‘ auf Pixabay

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