Dithmarschen: Immer mehr Omikron-Fälle – Kreis verschärft die Silvester-Maßnahmen – Veranstaltungen auf 100 Besucher begrenzt

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(CIS-intern) – Gegen frühen Nachmittag des 30. Dezembers 2021 sind 160 Neuinfektionen innerhalb eines Tages bekannt. Fest steht auch: 97 von 100 Fällen sind die Virusvariante Omikron. Landrat Stefan Mohrdieck hat am heutigen Tag in einer Pressekonferenz erklärt, dass im Kreis Dithmarschen in der Silvesternacht strengere Regeln gelten als landesweit.

Foto: pixabay.com / stux

Noch am 3. Dezember war der Kreis Dithmarschen zusammen mit dem Stadtkreis Wilhelmshaven der einzige Kreis im Land mit einer Inzidenz unter 100. Die Situation veränderte sich über die Weihnachtsfeiertage drastisch; nach dem Fest schnellte die Inzidenz auf über 300.

Der Kreis Dithmarschen hat sich mit dem Gesundheitsministerium des Landes abgestimmt und erlässt heute eine Allgemeinverfügung, die zu morgen den 31. Dezember 2021 in Kraft tritt. Sie regelt, dass

Veranstaltungen mit mehr als 100 zeitgleich anwesenden Teilnehmer*innen unzulässig sind. Für Tanzveranstaltungen in der Silvesternacht gilt für alle Veranstalter*innen eine vorherige Anzeigepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt des Kreises Dithmarschen bis

Freitag, den 31.12.2021, 09:30 Uhr, per E-Mail an: klaus-peter.tiessen@dithmarschen.de.

Darüber hinaus gilt eine vorherige Anzeigepflicht für alle Tanzveranstaltungen mindestens 48 Stunden vor Beginn der Veranstaltung. Das gilt für jede Veranstaltung mit mehr als 10 Teilnehmern. Auch private Veranstaltungen wie beispielsweise Geburtstagsfeiern oder Vereinspartys müssen gemeldet werden. Die Allgemeinverfügung gilt ab Donnerstag, den 30. Dezember 2021 bis einschließlich Samstag, den 15. Januar 2022. Eine Verlängerung ist möglich.

Der Kreis Dithmarschen hat die Polizei und Ordnungsämter um verstärkte Kontrollen in der Silvesternacht gebeten. „Gleichzeitig appelliere ich an alle Dithmarscherinnen und Dithmarscher, die Silvesternacht im kleinsten Kreis zu Hause zu verbringen und keine Veranstaltungen zu besuchen sowie größeren Menschenansammlungen fern zu bleiben“, sagt Landrat Stefan Mohrdieck. Weiterhin gilt, dass positiv getestete Personen sich sofort selbständig in die Absonderung begeben müssen, es bedarf hierzu keines Anrufes des Gesundheitsamtes. Dieser wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Ab Freitag den 31. Dezember 2021 wird das Gesundheitsamt des Kreises noch einmal durch weitere fünf Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr verstärkt. Damit ist es möglich die 30 eingeplanten Arbeitsplätze zu besetzen.

Zusätzlich arbeitet das Gesundheitsamt daran, ihre Arbeitswege soweit wie möglich zu beschleunigen, damit die hohe Zahl der Neuinfektionen abgearbeitet werden kann. „Aktuell erreichen und mehr als 600 Anrufe täglich“, sagt die Leitende Kreisverwaltungsdirektorin Geschäftsbereichsleitung Familie, Soziales, Gesundheit.

Um die Mitarbeiter zu entlasten und betroffenen Bürger*innen schneller Hilfe leisten zu können, soll es in Zukunft einfachere Wege geben, um einen PCR-Test in Anspruch zu nehmen. So bedarf es beispielsweise ab sofort keinen SMS-Code mehr, der vom Gesundheitsamt bereitgestellt wird, um einen kostenlosen Test machen zu können. PCR-Teststationen gibt es an der Poststraße in Heide oder an der Kirchenstraße in Hennstedt. „Wir arbeiten daran, dass so schnell wie möglich noch viele weitere Teststationen dazukommen“, sagt Dümchen.

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