Schleswig-Holstein hat Sturmflut gut überstanden

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(CIS-intern) – Schleswig-Holstein hat eine der schwersten Sturmfluten seit 1962 alles in allem gut überstanden. Die Deiche hielten am frühen Freitagmorgen (6. Dezember) Wasserständen von bis zu 3,73 m (Glückstadt) und 3,27 m (Husum) über dem mittleren Hochwasserstand durchgängig Stand. Nach einer ersten Bilanz wurden nur geringfügige Schäden an den Deichen festgestellt, an den sandigen Küsten gingen größere Mengen an Sand verloren.

Die Sturmflut als Folge des Orkantiefs „Xaver“ war die zweite binnen zwölf Stunden. An der Nordsee wurde sie als schwere, an der Elbe als sehr schwere Sturmflut klassifiziert. Dort war es die zweihöchste Sturmflut seit 1962, an der Nordsee die sechstschwerste. Am Freitagnachmittag wurde eine weitere Sturmflut erwartet, allerdings mit niedrigeren Pegelständen.

Foto: Mario De Mattia

„Küstenschutz ist ein zentrale Aufgabe für uns Land. Die Landesregierung misst ihr allerhöchsten Stellenwert zu und wird auch in Zukunft die Mittel dafür sicherstellen. Unser Dank gilt allen, die seit der Sturmflut von 1962 die richtigen Entscheidungen getroffen und unsere Küsten sicherer gemacht haben. Küstenschutz ist vor allem die Arbeit der Menschen. Sie haben großartiges geleistet!“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig nach einem Besuch des Lagezentrums in Husum.

„Wir dürfen nie vergessen, welche Kraft und Gewalt die Nordsee hat. Dass wir so gut durch diese Nacht gekommen sind, ist den Frauen und Männern zu danken, die unsere Küsten schützen. Sie und ihre Arbeit sind der Garant der Sicherheit. Schleswig-Holstein sagt Danke!“, sagte Küstenschutzminister Robert Habeck.

Der Direktor des Landesbetriebs Küstenschutz, Joahnnes Oelerich, erklärte: „Auf den Inseln hatte wir deutliche Sandverluste, die sich aber noch nicht quantifizieren lassen. Besonders betroffen sind neben Sylt Utersum auf Föhr und Amrum.“ An den Deichen entstanden die größten Schäden im Bereich der Deichbaustelle Nordstrand, weil Klei über dem Deckwerk ausgewaschen wurde.

Auch in Büsum wurde das Deckwerk beschädigt. Auf der Deichbaustelle Mövenbergdeich gab es Sandverluste. Der LKN setzte Sofortmaßnahmen in Gang, um die Schäden zu beheben. Oelerich betonte: „Die Deichsicherheit war nicht beeinträchtigt, und wir sind uns sicher, dass die Deiche auch möglichen weiteren Sturmfluten in diesen Winter standhalten.“ Auch die Sicherheit der Kernkraftwerke Brokdorf und Brunsbüttel war trotz der hohen Wasserstände zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.

An der Ostsee war in der Nacht zum Samstag nach extremem Niedrigwasser eine Hochwasser mit Wasserständen von bis zu 1,30 Meter erwartet.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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