Ministerin Spoorendonk übergibt Förderbescheid für das Klaus-Groth-Museum in Heide

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(CIS-intern) – Die Sanierung des Klaus-Groth-Museums in Heide wird mit Fördermitteln unterstützt. Kulturministerin Anke Spoorendonk übergab heute (5. März) einen Förderbescheid über 58.000,- Euro für das Museum. Die Mittel stammen aus dem

Denkmalschutz-Sonderprogramm III von Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Bei ihrem Besuch würdigte die Ministerin das Engagement vor Ort: „Die 1949 gegründete Klaus-Groth-Gesellschaft und die Stadt Heide setzen sich intensiv für den Erhalt und die Pflege des Groth-Museums ein. Sie verkörpern damit im besten Sinne ein hohes bürgerschaftliches Engagement, um das Andenken und die Erinnerung an das Wirken und das Werk eines großen Bürgers Ihrer Stadt im öffentlichen Bewusstsein zu wahren und für nachfolgende Generationen zu erhalten“, betonte Spoorendonk.

Die Ministerin dankte ausdrücklich dem Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin, der sich in Berlin nachdrücklich für Fördermittel für das Klaus-Groth-Museum, aber auch für andere Objekte in Schleswig-Holstein, wie die Kirche in Wesselburen, das Logenhaus in Flensburg, eingesetzt hatte. „Ich sage es gern und ganz offen: Das Kulturland Schleswig-Holstein hat Ihrem Wirken im Stillen in Berlin sehr viel zu verdanken“, so Spoorendonk.

Foto: Presse Spoorendonk

Die Ministerin wies zudem auf die Bedeutung der plattdeutschen Sprache hin, mit der Klaus Groth eine tiefe Liebe verband. Für Groth war das Niederdeutsche eine Sprache für alle Themen, Fragen, Probleme und Fragen, die die Menschen bewegt. Heute ist Niederdeutsch einerseits lebendige Alltagssprache, andererseits ein zu bewahrendes Erbe der Landeskultur, zum Beispiel in den Texten von Klaus Groth. „Das Groth-Museum dokumentiert für mich symbolhaft dieses Vermächtnis und die dem Museum verbundene Groth-Gesellschaft ist mit Ihrem Engagement Ausdruck der Vitalität des Niederdeutschen im Sinne des Dichters.“

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Das Klaus-Groth-Museum befindet sich im Geburtshaus des niederdeutschen Dichters. Hier verlebte er Kindheit und Jugendzeit und wohnte auch während seiner Lehrerzeit in Heide von 1841 bis 1847 dort. Das langgestreckte, eingeschossige Giebelhaus aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, häufig auch „Fleckenhaus“ genannt, wurde 1796 vom Großvater Klaus Groths erbaut und diente als Wohnhaus des Mühlenanwesens der Familie Groth. Man geht davon aus, dass sich die Grundrisseinteilung des Hauses bis heute nicht wesentlich geändert hat.

Das Geburtshaus Klaus Groths wurde bereits 1914 als Museumsbau zum Andenken an den Dichter hergerichtet, nachdem engagierte Heider Bürger das Gebäude vor dem Abriss bewahrt hatten. Ausgestellt sind Mobiliar sowie Haus- und Arbeitsgeräte des Schriftstellers. Zur Sammlung gehören außerdem ein umfangreicher Bestand an Aufzeichnungen, Entwürfen, Manuskripten und persönlichen Gegenständen aus Klaus Groths Nachlass, ferner seine Bibliothek, eine Musikaliensammlung Portraits und Familienbilder. Für die wissenschaftliche Nutzung wird eine Bibliothek zur niederdeutschen Literatur aufgebaut, die von der 1949 gegründeten Klaus-Groth-Gesellschaft, die hier ihren Sitz hat, betreut wird.

Oliver Breuer | Ministerium für Justiz, Kultur und Europa