Mehr als ein Drittel aller Kinder in der Stadt Schleswig lebt in Armut

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(CIS-intern) – Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als ein Drittel aller Kinder in der Stadt Schleswig lebt in Armut. Diese Situation ist nicht etwa eine aktuelle Entwicklung, sondern seit gut zehn Jahren ein konstantes Problem. Eine leichte Rückläufigkeit bei den absoluten Zahlen ist daher nur der geringeren Gesamtzahl von Kindern in Schleswig zuzuschreiben und nicht etwa eine Verbesserung der Situation.

Das Bündnis für Familie hat sich in seiner Arbeitsgruppe Kinderarmut den derzeit aktuellen Zahlen gewidmet und sieht einen dringenden Handlungsbedarf. In der Arbeitsgruppe Kinderarmut sind derzeit folgende Einrichtungen vertreten: Gleichstellungsstellen der Stadt und des Kreises, die Familienbildungsstätte, die AWO Schleswig, die Winkler-Stiftung, die Jugendhilfe-Planung beim Kreis, der Verein Schutzengel e.V, das DRK und der Fachdienst Regionale Integration des Kreises Schleswig-Flensburg.

Foto: Kurt F. Domnik / pixelio.de

In einer der letzten Sitzungen wurde daher auch Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen eingeladen, um ihn für das Thema zu sensibilisieren. Das Bündnis für Familie sieht sich in der Verantwortung, nicht nur bereits vorhandene Hilfen zu bündeln, sondern auch an zukünftigen Lösungen mitzuarbeiten. Dazu gehört z.B., dass Wege zu Hilfen kürzer werden und dass die Vernetzung der Hilfestellen untereinander verbessert wird. „Für den Aufbau einer wirkungsvollen Präventionskette ist eine gesamtstrategisches Denken und ein koordiniertes Zusammenspiel aller Beteiligten erforderlich“, erläuterte Hanns-Peter Arp als Sprecher des Arbeitskreises.

Dies ist ebenfalls der Stadt Schleswig bewusst. Daher hat auch der seinerzeit zuständige Sozial-, Jugend- und Sportausschuss der Stadt Schleswig beschlossen, für die Stadt Schleswig eine Sozialraumplanung aufzulegen. Ziel dieser Planung ist es, zunächst eine Bestandsaufnahme über die im Stadtgebiet bereits bestehenden verschiedenen Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien durchzuführen sowie Entwicklungsbedarfe auszumachen. Es soll eine gewisse Vergleichbarkeit der ausgewählten städtischen Teilgebiete erreicht werden. Die Problemlagen der städtischen Entwicklung sind komplexer geworden. Die Sozialraumplanung soll unter Beachtung der in immer geringerem Umfang zur Verfügung stehenden u. a. finanziellen und personellen Ressourcen aufzeigen, ob und in welcher Dringlichkeit und mit welchem inhaltlichen Schwerpunkt soziale Dienstleistungen zu erbringen sind. Die Sozialraumplanung erfolgt grundsätzlich auf Grundlage des Familienberichtes des Kreises Schleswig-Flensburg. Der hierfür gesammelte Datenbestand wird auf die einzelnen Stadtteile herunter gebrochen und mit den weiteren für die im lokalen Bereich vorhandenen Sozialraumdaten zusammengeführt. Dies vorrangig im Hinblick auf die vorliegenden Angebote für Kinder und Jugendliche.

Ferner wird die Sozialraumplanung ebenfalls aufzeigen, welche Projekte zum Thema „Frühe Hilfen für Familien“ den sozialen Anforderungen der Stadt Schleswig entsprechen und wie sie umgesetzt werden sollen. Die Ergebnisse der Sozialraumplanung werden im ersten Halbjahr 2015 vorliegen.

Insofern begrüßt Bürgermeister Dr. Christiansen die Aktivitäten des Bündnisses für Familie ausdrücklich. Die anwesenden Teilnehmer der Arbeitsgruppe Armut im Bündnis für Familie werteten dieses Gespräch mit Dr. Christiansen als deutliches Signal. „Es ist gut, im Bürgermeister einen Verbündeten zu wissen, der die Ernsthaftigkeit des Themas erkennt und uns seine Unterstützung zusagt“ bekräftigten die Bündnis-Akteure.

PM: Stadt Schleswig

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