Eutin und Lübeck erinnern an den Komponisten Paul Abraham

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(CIS-intern) – Lange Zeit war der ungarische Komponist Paul Abraham /1892 – 1960) gründlich vergessen. Dies nicht nur, weil er vom NS-Regime verfolgt und verfemt worden war. Auch wegen seines persönlichen Schicksals. Der vor allem in den Zwanziger Jahren wegen seiner Übernahme amerikanischer Musikstile in seine Operetten und Filmmusiken überaus erfolgreiche und gefierte Tonsetzer war in der Emigration wie viele Schicksalsgenossen absolut erfolglos. Überdies erkrankte er an den Folgen einer venerischen Krankheit.

Foto: Lübecker Sommeroperette

Er fiel in geistige Umnachtung, die auch seine letzten Jahre nach der Rückkehr aus der Emigration in Hamburg umdüsterten.
Der Zufall will es, dass zwei Sommertheater der Region sich jetzt seiner Werke annehmen – wobei der in Lübeck bemühte 120. Geburtstag wohl ebenso wenig ein Darum der Erinnerung ist wie das 18jährige Bestehen des Theaters. In Eutin wird am 2. August – ein Donnerstag – eine Neuinszenierung von Abrahams Operette „Die Blumen von Hawaii“ über die Bühne gehen. Und die Lübecker Sommeroperette hat an diesem Mittwoch
„Ich ja heut so glücklich – Die Paul Abraham-Story“

Herausgebracht.
Der Prinzipal der Lübecker Sommeroperette Michael P. Schulz zitiert für diese Revue einmal mehr bei sich selbst. Der alt gewordene Komponist blickt auf sein Leben zurück und erlebt noch einmal seine großen Erfolge. Dafür hat Schulz nicht nur sein eigenes Ensemble zur Verfügung, sondern auch die Teilnehmer der zum zweiten Mal veranstalteten Operetten-Akademie. Die wurde durch Possehl-Stiftung erneut ermöglicht, die damit die Begegnung mit jungen hoffnungsvollen Sängern ermöglicht.

Aufführungen in Eutin „Die Blume von Hawaii“ am 1. (Generalprobe), 2,.3.,9. und 10. August, jeweils 20 Uhr, 6. und 12. August, 16 Uhr
In Lübeck Ich bin ja heut so glücklich“ 20. Juli, 19.30 Uhr, 22. Juli 16 Uhr 26. Juli, 18 Uhr

Horst Schinzel

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