Start der Regionalkonferenzen Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch

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(CIS-intern) – Beim Start der ersten von sechs Regionalkonferenzen zur Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch in Schleswig-Holstein nehmen heute (10.11.) rund 100 Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Kiel, den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde in Kiel teil. Initiatoren sind das Sozialministerium und der Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes. Das Land plant bis 2016 sechs Regionalkonferenzen, um in den Einrichtungen und in Institutionen der Jugendhilfe Fachkräfte zu unterstützen und den Schutz von Kindern zu stärken.

Staatssekretärin Anette Langner eröffnet die Tagung und betont: „Im Mittelpunkt der Konferenz steht, wie Schutzkonzepte, Handlungsleitlinien sowie die Beteiligung von Kindern und Eltern im pädagogischen Alltag nachhaltig umgesetzt werden können.

Sichere Orte zu schaffen, gelingt am besten, wenn Kinder und Jugendliche ihre Rechte kennen und wissen, wo sie Hilfe finden. Der Erfahrungsaustausch untereinander trägt dazu bei, Prävention und den Kinderschutz weiter zu verbessern“.

Foto: Rike / pixelio.de

Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, erklärt: „Bundesweit haben erst ca. 4 % der Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe bis heute die am Runden Tisch „Sexuelle Gewalt“ beschlossenen Schutzkonzepte umgesetzt. Und in Schleswig-Holstein mögen wir vielleicht etwas weiter sein als der Rest der Republik. Es reicht jedoch nicht, als Einrichtungsträger ein Konzept zu schreiben und abzuheften, sondern es handelt sich um einen Prozess.“ Weiter führte Irene Johns aus:

„Für uns als Kinderschutzbund ist es bei der Diskussion um Schutzkonzepte wichtig, neben den hauptamtlichen Fachkräften auch das Ehrenamt zu berücksichtigen, besonders auch ehrenamtliche Vorstände. Aufgabe der an den Regionalkonferenzen teilnehmenden Fachkräften wird es daher auch sein, sowohl Vereinsvorstände als auch praktisch in der Jugendhilfe tätige Ehrenamtler über diese Thematik umfassend zu informieren und die unterschiedlichen Rollen in diesem Prozess abzuklären.“

Manuel Florian, Leiter des Kinderschutz-Zentrums Kiel, bietet mit seinem Kollegium für Fachleute Fachberatung auch bei der Umsetzung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe an. „Wir freuen uns besonders, dass die Fachleute aus der Region sich mit Offenheit mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Ich erhoffe mir davon eine weitere Stärkung des Schutzes der Kinder.“

Die Regionalkonferenzen sind eine Fortführung der Fortbildungsreihe der Landesregierung und des Deutschen Kinderschutzbundes zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs. Mit unterschiedlichen Fortbildungsangeboten wurden damit inzwischen mehr als 2000 Fachkräfte erreicht. Die sechs Regionalkonferenzen wurden mit dem Deutschen Kinderschutzbund Schleswig-Holstein konzipiert und werden mit den regionalen Partnern der Kinderschutz-Zentren, dem Verein Wendepunkt, dem Präventionsbüro PETZE und der Pro Familia umgesetzt. In Kiel werden Teile der Präventions-ausstellung der PETZE ECHT KLASSE gezeigt.

DownloadProgramm der Tagung.

Die nächste Regionalkonferenz findet am 24. Februar 2015 in Heide für die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen statt. Im Juni 2015 ist diese für die Kreise Stormarn, Segeberg und Stadt Neumünster geplant.

PM: Christian Kohl Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

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