Schleswig-Holstein: Über 40 Prozent aus erneuerbaren Energien

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Foto: Mario De Mattia(CIS-intern) – Im Jahr 2014 sind in Schleswig-Holstein 12,4 Mio. Megawattstunden (MWh) Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt worden. Das sind knapp 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Anteilig entfielen 43,3 Prozent des gesamten produzierten Stroms auf erneuerbare Energien. Damit wurde in Schleswig-Holstein mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus Kernkraft (40,2 Prozent) produziert, so das Statistikamt Nord.

Foto: Mario De Mattia

Die fossilen Energieträger erreichten einen Anteil von 15,4 Prozent.
Wichtigster erneuerbarer Energieträger war die Windkraft. Die Menge des aus ihr erzeugten Stroms stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 22 Prozent auf rund 8,2 Mio. MWh an. Dies ist insbesondere auf den Netzanschluss erster Offshore-Anlagen sowie auf den Zubau neuer Anlagen und sogenanntes Repowering (Ersetzen alter Anlagen) an Land zurückzuführen. Zudem lag das Windjahr 2014 leicht über dem langjährigen Mittel. Die Windkraft machte knapp zwei Drittel des regenerativ erzeugten Stroms aus.

Die Menge des durch Biogas erzeugten Stroms stieg gegenüber dem Vor-jahr um 4,1 Prozent auf 2,5 Mio. MWh. Diese Zunahme fiel jedoch niedriger aus als in den vergangenen Jahren. Auch die Stromerzeugung aus Photovoltaik stieg deutlich an (plus 7,5 Prozent).

Insgesamt sind im Jahr 2014 in Schleswig-Holstein rund 28,7 Mio. MWh Strom erzeugt worden. Das sind 4,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

In Hamburg mehr Strom aus Kohle
In Hamburg ist im Jahr 2014 deutlich mehr Strom aus fossilen Energie-trägern erzeugt worden als im Jahr zuvor. Bedingt durch die Inbetriebnahme eines Kraftwerkes hat sich die Stromerzeugung aus Kohle gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Menge des so erzeugten Stroms stieg auf 2,8 Mio. Megawattstunden (MWh), so das Statistikamt Nord.

Mit 3,4 Mio. MWh und einem Anteil von 84,0 Prozent stammte der weitaus überwiegende Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern. Die
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg um 36,9 Prozent auf gut 0,5 Mio. MWh an. Das entspricht einem Anteil von 12,2 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.

Gut ein Drittel des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms stammte aus Biomasse. Damit wurde nach einem störungsbedingt ertragsschwachen Vorjahr wieder das langjährige Niveau erreicht. Zweitwichtigste Energiequelle bei den erneuerbaren Energien war die Windenenergie. Sie stellte einen Anteil von knapp 17 Prozent an den regenerativen Energieträgern. Gemessen an der gesamten Nettostromerzeugung kamen 2,1 Prozent des Stroms aus Windkraft. Beim Biogas setzte sich das deutliche Wachstum der vergangenen Jahre weiter fort. Die so gewonnene Strommenge stieg um knapp zwei Drittel auf rund 70 000 MWh.
Die gesamte Hamburger Stromerzeugung stieg 2014 auf 4,0 Mio. MWh. Das sind 73,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Presse Statistikamt Nord