Offensive für bezahlbares Wohnen in Schleswig-Holstein

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(CIS-intern) – Gemeinsam mit Innenminister Andreas Breitner unterzeichneten Dr. Joachim Wege und Raimund Dankowski für den VNW am 21. Januar 2013 die Rahmen-Vereinbarung zur Offensive für bezahlbares Wohnen. Ziel sind verstärkte Investitionen in den Bau und Erhalt bezahlbarer Wohnungen, vor allem in Regionen mit deutlich steigenden Wohnkosten.

Wohnungswirtschaft begrüßt Offensive für bezahlbares Wohnen
Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege: „Die Vereinbarung ist gut und richtig, da sie einen Rahmen für die Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort schafft. Diese müssen nun zwischen Wohnungsunternehmen und betroffenen Städten und Gemeinden abgestimmt werden – dann kann gebaut werden. Damit das Wohnen bezahlbar bleibt, wünsche ich mir ganz grundsätzlich eine kooperative und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen für den Wohnungsbau wichtigen Entscheidern in Schleswig-Holstein.“

Foto: Mario De Mattia

Wegen stark gestiegener Bau-, Planungs- und Grundstückskosten sei es auch höchste Zeit für die Anpassung der Förderkonditionen an die Kostenentwicklung gewesen. Mit den Änderungen würde die Förderung ihrer Funktion als Brücke zur Wirtschaftlichkeit wieder gerecht – wer in bezahlbaren Wohnraum investiere, könne wieder auf eine Mindestwirtschaftlichkeit hoffen. Wie weit man mit den Änderungen komme, hänge von der künftigen Baukostenentwicklung ab. U.a. wegen hoher gesetzlicher Bauvorgaben sei eher mit weiter steigenden Kosten zu rechnen.

Zu Investitionen bereit: Hauptaufgabe der Wohnungswirtschaft ist der Wohnungsbau

An der Bereitschaft seiner Mitglieder weiter in bezahlbaren Wohnraum zu investieren, zweifelt der VNW nicht.

Dazu Raimund Dankowski, Vorsitzender des VNW Landesverbandes SH: „Die von uns vertretenen Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften haben sich in ihrer teilweise über 100-jährigen Geschichte immer auf ihre Kernaufgabe konzentriert. Und das ist der Bau und die Pflege guter und bezahlbarer Wohnungen. Mit 5 Euro Nettomiete je m² im Schnitt zielt unser Angebot auch auf Bevölkerungsschichten mit kleinen Einkommen. Im Übrigen waren unsere Mitglieder von jeher die Hauptakteure des sozialen Wohnungsbaus.“

Allein in den letzten 10 Jahren seien dazu über 2,5 Milliarden Euro in Schleswig-Holstein investiert worden. Das Geld, das auch Beschäftigung sichere, sei in den Bau von rund 6.000 guten und preiswerten Mietwohnungen geflossen. Daneben zielten die Investitionen auf die Instandhaltung, die energetische Modernisierung und den zielgruppengerechten Bestandsumbau.

Schnelle Lösungen für angespanntere Wohnungsmärkte werden die Ausnahme sein
Der VNW begrüßt die Offensive für bezahlbares Wohnen, erwartet aber nur in Ausnahmefällen schnelle Lösungen. Neben dem Wohnungsneubau sollten daher auch mögliche Vereinbarungen mit Blick auf den vorhandenen Wohnungsbestand getroffen werden, die zeitnah zur Sicherung eines bezahlbaren Wohnungsangebotes beitragen könnten.

Dr. Joachim Wege: „Bauprojekte haben in der Regel einen mehrjährigen Planungsvorlauf und preisgebundener Neubau setzt die Verfügbarkeit geeigneter, bezahlbarer und baureifer Grundstücke voraus. Hier sind die Städte und Gemeinden gefragt. Sie haben es in der Hand, durch preiswerte eigene Grundstücke bzw. mittels geeigneter Bauleitplanung eine wesentliche Voraussetzung für bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Hier setze man auf das kommunale Interesse, die weitere Wohnungsbauentwicklung mit verlässlichen, da sehr langfristig orientierten, und leistungsfähigen Partnern zu gestalten. Dafür stehe der VNW. Man hoffe zudem, dass die Offensive für bezahlbares Wohnen auch dort zum Umdenken beitrage, wo jüngst für den Wohnungsbau vorgesehene Flächen in Acker- und Weideland umgewidmet wurden.

Bezahlbares Wohnungsangebotes erfordert kooperative Zusammenarbeit
Zudem fordert der VNW die Kreise und kreisfreien Städte auf, zu prüfen, ob der vom Landeswohnraumfördergesetz ausdrücklich genannten Zielgruppe der Transferleistungsbezieher weiterhin der Zugang zu Sozialwohnungen erschwert werden soll. Es sei überfällig, dass die grundsätzliche Angemessenheit der Sozialmieten auch für Transferleistungsbezieher die Regel wird. Gerade in engeren Wohnungsmärkten sei sonst mit wachsenden Marktzugangsproblemen zu rechnen.

Dr. Peter Hitpaß
Pressesprecher
Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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