Lübeck feiert die Jugendbuch-Autorin Cornelia Funke

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Sie gilt als die meist gelesene Gegenwartsautorin deutscher Zunge: Die Jugendbuchautorin Cornelia Funke(46) Von ihren fantasievollen Jugendbüchern wurden 20 Millionen Exemplare in vierzig Sprachen verkauft. Jetzt wurde sie in Lübeck geradezu gefeiert, als es galt eine Ausstellung im Günter-Grass-Haus in der Glockengießerstraße zu eröffnen.

Im Obergeschoss des Dichterhauses wird bis zum 15. Januar 2015 dargestellt, wie diese ihre Fantasiewelt entwickelt. Eine im Wortsinne „andere Welt“ wird anhand von sechzig Originalzeichnungen, Tonaufnahmen, Filminstallationen und Objekten lebendig.

Foto: Thorsten Wulff

Zur Eröffnung dieser Ausstellung ist die erfolgreiche Autorin eigens für drei Tage aus Los Angeles an die Trave gekommen. Sie hat viel Persönliches zu dieser Schau beigetragen, die auch zeigt, wie sich die digitalen Medien für diese andere Welt öffnen. Cornelia Funke hat bis heute mehr als fünfzig Bücher geschrieben und meist auch selbst illustriert. Dies um umso leichter, als sie dieses Kunsthandwerk einst studiert hat. Heute fließen im Schaffen der Autorin Literatur, bildende Kunst und digitale Medien zusammen und beeinflussen sich gegenseitig.

Dazu Kuratorin Tatjana Dübbel „Es ist eindrucksvoll, wie Cornelia Funke stets neue Formen findet, um fantastische Welten zu erschaffen, in denen sie universale Themen unserer Gesellschaft behandelt – von alten Erzählformen und Illustrationstraditionen bis zu digitalen Medien. Die Ausstellung zeichnet den Weg nach und zeigt, wie sie dabei immer wieder Grenzen der Genre sprengt.“.

Die von Franziska Frey gestaltete Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm wie Lesungen, Filmtage, Mal- und Schreibwettbewerbe und Theaterprojekten begleitet. In einer Lesereihe in Zusammenarbeit mit dem Theater Lübeck werden Schauspieler an sehr ungewöhnlichen Orten wie in eienr Moschee, in st. Marien, in einer Buchbinderei und im Naturbad Falkenwiese aus Cornelia Funkes Werken lesen.

Großen Anteil an der Umsetzung haben die Lübecker Bücherpiraten. Das ist ein loser Zusammenschluss lese- und bücherbegeisterter junger Menschen Die haben iahe Heimat in einem Altstadthaus in der Fleischhauerstraße. Das hat eine Mäzenin eigens für sie vor zweieinhalb Jähren gekauft. Vermietet wird es zum Symbolpreis von einem Euro. Zu den Veranstaltungen in diesem Hause kommen jährlich 13.000 Kinder und Jugendliche. Hervorgegangen ist er Verein aus einem Kinderliteraturfestival im Jahre 2003. Seit 2010 gibt es ein Online-Magazin, das monatlich 20.000 Leser hat. Geleitet werden die „Piraten“ von Martin Gries und seiner Frau Lenara Sanders.

Die Autorin in der Ausstellung – Thorsten Wulff

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