Fielmann AG lässt Gemälde für das Dithmarscher Landesmuseum restaurieren

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(CIS-intern) – Das Dithmarscher Landesmuseum plant für 2018 die Ausstellung „Dithmarscher Köpfe – Porträts vom 16. bis 21. Jahrhundert“. Die dort gezeigten Ölbilder, Grafiken und Fotos stammen zum größten Teil aus der Museumssammlung. Da einige Werke nicht in einem ausstellungsfähigen Zustand sind und Lücken ergänzt werden müssen, unterstützt die Fielmann AG die Schau, indem sie Gemälde restaurieren lässt und gezielte Ankäufe tätigt. Der Heider Fielmann-Filialleiter Michael Brohmann überreichte zwei restaurierte Porträtbilder aus dem 18. Jahrhundert des Künstlers Henning Frederik la Croix an die Museumsleiterin Dr. Jutta Müller und die stellvertretende Kreispräsidentin Veronika Kolb am Dienstag, 8. September, im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf.

PM und Foto: Kreis Dithmarschen

„Ganz herzlich danke ich der Fielmann AG für die unkomplizierte und großzügige Unterstützung. Diese Spende bringt uns einen großen Schritt voran für die zukünftige Ausstellung“, so die Museumsleiterin Dr. Jutta Müller.

Die stellvertretende Kreispräsidentin Veronika Kolb sagte: „Die materielle Unterstützung der Fielmann AG ist auch eine ideelle: Dank der Hilfe des Unternehmens bleiben uns nicht nur wertvolle Gemälde erhalten, sondern diese Unterstützung ist eine große Anerkennung für die wertvolle Kultur- und Geschichtsarbeit des Dithmarscher Landesmuseums.“

Insgesamt werden vier Porträts aus der Familie des Königlich Dänischen Kanzleirats Friedrich Wilhelm Hansen (geb. 1730) restauriert. Der Kammerherr Hansen war Verwalter des ehemaligen Schlosses Troiburg bei Tondern. Hansen hatte 1772 denn noch heute bestehenden Gutshof Österbygaard bei Kolding gekauft. Weitere Güter kamen hinzu. Nach dem Tod ihres Ehemanns 1793 verkaufte die Witwe die Höfe und zog nach Meldorf.

Der dänische Künstler Henning Frederik la Croix (1717-1783) war zu seiner Zeit ein bekannter Porträtmaler, der hauptsächlich in Odense, Kolding und Nordschleswig arbeitete. Die Gemälde gehören zu den ältesten noch erhaltenden Bürgerbildnissen aus Nordschleswig.

Zunächst wurden das Ölbild der Ehefrau Helena Maria Hansen, geb. Petersen, von 1780, und ihres Sohnes Christian Friedrich (geb. 1768), der im April 1769 starb, bearbeitet. Die Porträts des Ehemanns und des zweiten Kindes werden zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Der Restaurator Joachim Rosehr aus Kiel bearbeitete die Ölbilder. Sie wurden unter anderem gereinigt, Fehlstellen ergänzt und alte Übermalungen entfernt. Der Museumsrestaurator Olaf Möller überarbeitete den zeitgenössischen Rahmen des Frauenporträts. Der Rahmen des Kinderbildes wurde erneuert.

Die Bilder des Ehepaares und zweier früh verstorbener Kinder sind repräsentative Beispiele für die bürgerliche Porträtkultur im ausgehenden 18. Jahrhundert. Im Zeitalter der Aufklärung erlangte das Bürgertum Unabhängigkeit und Wohlstand. Darüber hinaus bieten die Porträts auch kulturgeschichtliche Einblicke zur Kleidung und der Kindersterblichkeit. Die Gemälde aus der Familie Hansen wurden dem Museum 1933 aus dem Nachlass einer verstorbenen Frau Hansen aus Meldorf, vermutlich einer letzten Nachfahrin des Königlich Dänischen Kanzleirats Friedrich Wilhelm Hansen, vermacht.

Bereits seit mehreren Jahren unterstützt die Fielmann AG das Dithmarscher Landesmuseum mit Ankäufen wie zum Beispiel den Negativ-Glasplatten des Fotografen Thomas Backens (1859 bis 1925) oder des Dithmarscher Renaissanceschrankes aus dem 17. Jahrhundert. Erstmals trägt das Unternehmen die Kosten für die Restaurierung von Werken aus dem Museumsbestand.