Die Landesgartenschau in Eutin ist eröffnet – und alle sangen begeistert mit!

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Foto Kersin Merx LGS(CIS-intern) – … und alle sangen begeistert „Wir kommen aus dem Garten“ – An diesem Sonnabend ist die Landesgartenschau in Eutin mit einem Festakt auf der Sparkassen-Ostholstein-Bühne am Schloss vor rund 1.100 Zuschauern offiziell eröffnet worden Sonnabend? Am eigentlichen Eröffnungstag am Donnerstag lief in Kiel eine Landtagssitzung. Und Ministerpräsident Torsten Albig und seine Minister-Kollegen hielten sich dort nicht für entbehrlich. Fürchteten sie gar einen Putsch der Opposition? Geboten wurde ein buntes Programm mit einer Drachenshow und viel Musik. Zum Schluss sangen alle begeistert den vom Eutiner Arzt Dr. Iske und seiner Band kreierten offiziellen Song der Landesgartenschau „Wir kommen aus dem Garten, und da wollen wir wieder hin“.

Foto Kersin Merx LGS

Hauptredner war natürlich Ministerpräsident Torsten Albig. Der zeigte sich begeistert:
“Die Gärtner und Planer haben hier seit dem Spatenstich vor zwei Jahren alles gegeben, um der Natur besondere Schätze zu entlocken. Auf 27 Hektar Fläche entfaltet sich in der Rosenstadt Eutin die ganze Pracht der Pflanzenwelt. Freude und Erholung sind hier garantiert – vom Frühjahr bis zum Herbst”, sagte er.

“Die Landesgartenschau vereint Naturerlebnis und Kulturdarstellung. Aber sie ist noch viel mehr: Sie ist Begegnungsort für Menschen aus aller Welt, Ausflugsziel für Familien und Infobörse für Gartenfreunde”, sagte der Ministerpräsident. Sie bereichere die Rosenstadt Eutin, und sie bereichere Schleswig-Holstein.

Wie Albig weiter sagte, könne die Gartenbaubranche der gesamten Region davon profitieren. “Eine Landesgartenschau ist auch Motor für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Stadtentwicklung”, sagte er. Dazu gehöre in Eutin vor allem die Aufwertung des historischen Stadtkerns, aber auch der Ausbau des Schlossgartens, die Neugestaltung des Bahnhofsbereichs oder das neue Projekt Süduferpark.

Ende Juni kommt das komplette Kabinett mit Ministerpräsident Albig zu einer auswärtigen Kabinettssitzung auf das Gelände der Landesgartenschau. Groß gefeiert wird am 1. und 2. Oktober in Eutin: Gemeinsam mit dem Landtag plant die Landesregierung einen Festakt zum 70. Geburtstag des Landes Schleswig-Holstein. Außerdem wird es in der Stadt ein zweitägiges Bürgerfest geben

Am Nachmittag hatten die christlichen Kirchen der Region zu einem ökumenischen Gottesdienst geladen. Dieser Einladung waren rund 400 Menschen gefolgt Auf der Sparkasse-Holstein-Bühne kamen die evangelische und katholische Kirche sowie die Freikirchen aus Eutin zusammen. Als Gäste der Landeskirchen waren Domkapitular Propst Leo Sunderdiek und Bischof Gothart Magaard angereist. Sie sprachen in ihrer Predigt, angelehnt an ein biblisches Hoffnungsbild des Propheten Jesaja, über die Wunder der Natur und über Visionen und Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft.

„Wir feiern Gottesdienst, weil wir dankbar sind, dass es nun losgeht“, sagte Propst Peter Barz in seiner Begrüßung. Es herrsche große Erleichterung, dass die vielen Baumaßnahmen und Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. „Wir sind dankbar, dass unser Schöpfer die Natur wachsen lässt.“ Auch LGS-Pastorin Claudia Süssenbach zeigte sich glücklich, dass die Landesgartenschau nun losgeht: „Unsere Herzen sind voller Erwartungen und Freude an diesem Tag.“

Die Kirchen beteiligen sich mit einem „Garten am frischen Wasser“ und rund 400 Veranstaltungen an der Landesgartenschau in Eutin. Unter dem biblischen Motto „Wie ein Baum am Wasser gepflanzt“ (Jeremia 17,8) können die LGS-Besucher im 2000 Quadratmeter großen Kirchgarten Naturerfahrung mit Spiritualität und Begegnung verbinden. Zum kirchlichen Programm gehören Gottesdienste, Mittagsgebete und Abendsegen, Erzählkunst, Konzerte und Talk-Shows. Jeden Sonnabend ist der Garten am frischen Wasser Ausgangspunkt für einen Pilger-Spaziergang durch den Schlossgarten.

Domkapitular Propst Leo Sunderdiek nahm in seiner Predigt Bezug auf das Thema der diesjährigen Landesgartenschau: „Eins werden mit der Natur“. Die Natur schenke den Menschen Freude und mache Hoffnung, „dass das reine Leben, das Gott uns ohne Vorleistung schenkt, unser Leben bereichert“. In der Naturerfahrung zeige sich, dass Gott der beste Helfer für den Menschen sei.

Die Landesgartenschau sei ein Geschenk Gottes, „um Kraft zu sammeln und gemeinsam auf das zu sehen, was uns im Leben trägt“, sagte Bischof Gothart Magaard, Sprengel Schleswig und Holstein. „Auf die Menschen, die Natur, die Tiere – und hier in Schleswig-Holstein natürlich auch die beiden Meere. In diesem wunderschön angelegten Park der Landesgartenschau, der ebenso wie wir noch ein wenig mehr Sonne und Wärme benötigt, sitzen wir in Frieden beieinander und haben allen Grund, dankbar und fröhlich zu sein.“ Dennoch dürfe man Not und Leid auf der Welt und die bedrohte Natur nicht vergessen. „Als Christinnen und Christen glauben wir an Gottes Macht. Seine Kraft zur Veränderung ist größer als das, was wir täglich in dieser Welt erleben.“

Auf unterhaltsame und fröhliche Weise transportierte Clownin „Gusti“ (Bettina Sick-Folchert) das biblische Hoffnungsbild aus Jesaja 55, gelesen von Frank Karpa, Pastor für Männer- und Familienarbeit. „Gusti“ plante ihren akkuraten Garten mit Blumenbeeten, Rasen und Plattenwegen. Doch dann brachte ein hartnäckiger Löwenzahn ihr die Erkenntnis, dass es nicht der Mensch, sondern Gott ist, der wachsen und gedeihen lässt.  Den musikalischen Rahmen bildeten ein Auswahl-Chor der Nordkirche unter Leitung von Kreiskantor Johannes Schlage sowie ein Auswahl-Posaunenchor der Nordkirche (Leitung: Landesposaunenwart Daniel Rau).  Eine Band rund um den neuen Pop-Kantor der Nordkirche Jan Simowitsch und Sängerin Nora Schlage rundeten das musikalische Programm ab.

Unter den Gottesdienstbesuchern waren auch Schleswig-Holstein Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sowie Politiker aller Fraktionen. Auch Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz hatten in der ersten Reihe vor der Sparkasse-Holstein-Bühne Platz genommen.