Die Eutiner „Tafel“ wird Zwanzig

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Sie gilt als eine der ältesten Einrichtungen dieser Art: Die Eutiner „Tafel“. An diesem Montag hat sie mit einem langen Tisch auf dem Eutiner Markt diesen Geburtstag gefeiert. Es gab Suppe, Brötchen und Obst. „Vater“ diese Einrichtung ist der Sozialarbeiter Christian Grantz, der nach dem Vorbild von Lübeck und Hamburg in einer Anzeige zur Gründung aufgerufen hatte. Dem Aufruf folgten neun Frauen, die bei ihrer Vorstellung im Rathaus auf große Verwunderung stießen. „In Eutin braucht doch niemand zu hungern“, hieß es im damaligen Sozialamt.

Foto: Pressefoto

Im Anfang wurden die gespendeten Lebensmittel auf der Rampe beim Kaufhaus „famila“ in Neudorf gepackt und zu Adressen gefahren, die das Sozialamt heraus gegeben hatte. Eine erste Bleibe fand der Verein in den Garagen des früheren Hotels „Wittler“ gegenüber dem Bahnhof. Dort gab es keine Toiletten, und bei Starkregen liefen die Räume voll.

1999 zog der Verein – der zu dieser Zeit fünfundzwanzig Helfer hatte- in das Hintergebäude der Königstraße 3. Inzwischen haben sich 105 Mitglieder – meist ältere Frauen – dem Verein angeschlossen. Und siebzig von ihnen helfen regelmäßig beim Sortieren der gespendeten Lebensmittel und deren Ausgabe. Vorsitzende ist seit neunzehn Jahren Monika Gertenbach.

Heute betreut der Verein 1.550 Kunden – davon 686 Flüchtlinge. Und 434 Kinder.. Das Zentrum zwischen Stadtgraben und Königstraße ist inzwischen an jedem Werktag geöffnet. Außerdem unterhält der Verein im Ernst-Rüdiger-Sportzentrum in Bad Malente eine Dependance, die jeweils mittwochs geöffnet ist. Dort kommen um die 250 Kunden.

Für das Abholen der Lebensmittel hat die Tafel einen besonderen Kühltransporter.
Die Fahrer werden vom Job-Center gestellt. Seit zwei Jahren versorgt die Tafel drei Eutiner Schulen mit belegten Brötchen. Die werden von den Bäckereien Klausberger und Thaysen gespendet. Margarine und Aufschnitt kommen von famila und Edeka. Überdies hat die Tafel bedürftigen Familien beim Schulanfang ihrer Kinder mit kostenlosen Ranzen geholfen.

Ganz besonders setzt sich die Eutiner Kauffrau Angela Hohenberger für die Tafel ein. Sie sammelt auf den Wochenmärkten Geld, mit dem sie knappe Lebensmittel wie Reis, Öl, H-Milch, Eier, Mehl und Zucker kauft.

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