Deutscher Kurzfilmpreis: 2020 Kurzfilm-Lola geht nach Schleswig-Holstein

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(CIS-intern) –  26.11.20 – Der FFHSH-geförderte Kurzfilm “Maman Maman Maman” von Regisseurin Lucia Margarita Bauer hat Mittwochabend bei der Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises den mit 20.000 Euro dotierten Sonderpreis erhalten. Produzentin ist die Schleswig-Holsteinerin Ann Carolin Renninger (joon film).

Foto: von Gerd Altmann auf Pixabay

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: “Meinen Glückwunsch an dieses kreative Tandem aus Regie und Produktion. Beide haben sich mit dieser Produktion zurecht die Auszeichnung erarbeitet. Und ein Wort über Ann Carolin Renninger. Sie füllt in besonderer Weise die Rolle der Creative Producerin aus, intelligent, innovativ und auf höchstem Niveau. Dass sie hier bei uns zuhause ist, erfüllt uns mit Stolz. Das ist eine richtig gute Nachricht für die Bewegtbildbranche im Lande.”

Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH): “Regisseurin Lucia Margarita Bauer und Produzentin Ann Carolin Renninger aus Schleswig-Holstein haben mit ‘Maman Maman Maman’ einen beeindruckenden, tragisch-komischen Film über den Prozess des Abschiednehmens geschaffen, der nur so vor Ideen strotzt. Wir freuen uns sehr, dass der Film jetzt mit der Kurzfilm-Lola ausgezeichnet wurde.”

Eine weitere Kurzfilm-Lola ging in der Kategorie Dokumentarfilm bis 30 Minuten Laufzeit an die HFBK-Absolventin Roxana Reiss für ihren Abschlussfilm “Alturas“. Helge Albers ergänzt: „Tolle Nachrichten auch für die HFBK Hamburg und ihre Absolventin Roxana Reiss. Wir senden unsere Glückwünsche!”

ÜBER DIE FILME

Maman Maman Maman
Regisseurin Lucia Margarita Bauers Großmutter Babet Berger starb am 6. April 2012. Die Geschichte ihrer halbkriminellen Überführung vom süddeutschen Riedlingen via Paris (inklusive Bustour und Seine-Rundfahrt) ins französische Grab ihres Ehemanns war Ausgangspunkt zum Film “Maman Maman Maman“, mit dem sie sich auf die Suche nach ihren eigenen Wurzeln begibt und wie selbstverständlich an der einen oder anderen Abzweigungen hängen bleibt. Sie bedient sich dabei zahlreicher filmischer Quellen, Briefe, Fotos, Gegenstände aller Art, Handyfilme der Cousinen, eigene Aufnahmen der Urgroßeltern, sowie Super-8-Filme der Großmutter selbst. Herausgekommen ist ein kaleidoskopartiges Anti-Portrait über das Leben und die tiefe Verwandtschaft von Tragik und Komik, Slapstick und Tod.

Alturas
Fragmente aus dem Alltag einer peruanischen Familie auf 3600 Metern über dem Meeresspiegel. Das Land ist trocken, das Licht gleißend. Was wächst an diesem Ort? Eine stille Suche in Weite und Nähe in der kleinen Gemeinde von Contay. Hier steht Elisa Taboada als erste Frau zur Wahl als Gemeinderätin.

ÜBER DIE PRODUZENTINNEN

Ann Carolin Renninger ist nach zehn Jahren Berlin zurück in ihre Heimat Siegum in Schleswig-Holstein gezogen und produziert Filme unter dem Label ihrer Firma “joon film“. 2017 gab sie mit dem Dokumentarfilm „Aus einem Jahr der Nichtereignisse“ gemeinsam mit ihrem Lebenspartner René Frölke ihr Regiedebut und lief direkt im Forum der 67. Berlinale. Ihre aktuelle Produktion „Maman Maman Maman“ wurde bereits mit dem Förderpreis für Filmkunst der Deutschen Nationalgalerie ausgezeichnet. Das nächste gemeinsame Projekt “Altheimer Altar” wurde ebenfalls von der FFHSH gefördert. Ein umfassendes Interview mit Ann Carolin Renninger können sie hier nachlesen.

Roxana Reiss, 1993 in Berlin geboren, studierte bis 2020 Film an der HFBK Hamburg und der FUC in Buenos Aires. Derzeit absolviert sie ein Kamera-Studium an der Dänischen Filmschule in Kopenhagen. „Alturas“ ist ihre erste dokumentarische Regie-Arbeit und ihr Abschlussfilm an der HFBK Hamburg, den sie in Koproduktion mit ihrem HFBK-Kommilitonen Marian Freihstühler (Ohne Falsch Film) hergestellt hat.

ÜBER DEN DEUTSCHEN KURZFILMPREIS

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland und wird er von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in fünf Kategorien verliehen. Die Entscheidung über die Auszeichnungen trifft die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Vorschlag der Jury des Deutschen Kurzfilmpreises.

Mit dem Gewinn des Kurzfilmpreises ist eine zweckgebundene Prämie von 30.000 Euro und mit der Nominierung von 15.000 Euro verbunden. Die Prämie für den Sonderpreis, der für einen herausragenden Film mit einer Laufzeit von mehr als 30 bis 78 Minuten vergeben werden kann, beträgt 20.000 Euro.

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