25 Jahre Ostholstein-Museum am Eutiner Schlossplatz

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(CIS-intern) – Von Hort Schinzel Am 1. März 2014 feierte das Ostholstein-Museum sein 25jähriegs Bestehen in seiner jetzigen Form und im derzeitigen Domizil am Eutiner Schlossplatz. In seinen Anfängen geht das Museum auf das 1889 vom Eutiner Pastor Aye gegründete Museum für Geschichte und Altertumskunde für das Fürstenthum Lübeck“ zurück. Daraus entstand 1936 im einstigen St. Georgs-Hospital an der Lübecker Straße ein Heimatmuseum, das von Rektor Gustav Peters bis zu seinem Tode1979 ehrenamtlich geleitet worden ist. Krieg und Nachkriegsverhältnisse zwangen u einer Unterbrechung des Museumsbetriebes bis 1968. 1979 erhielt das Museum eine hauptamtliche Leitung.1989 zog das Museum in den vom Kreis Ostholstein erworbenen ehemaligen Marstall am Schlossplatz.

Als Ostholstein-Museum erhielt es eine neue Ausrichtung. 2005 wurde es erneut umgestaltet. Erd- und Dachgeschoss blieben wechselnden Sonderausstellungen vorbehalten, während in das erste Obergeschoss eine Dauerausstellung zog, die Eutin um 1800 darstellt. Es geht um die Blütezeit des Städtchens zu den Zeiten eines Johann Heinrich Voss und Friedrich Leopold d zu Stolberg und den Zeugnissen der bürgerlichen Hochkultur. Weitere Schwerpunkte sind Kunsthandwerk und die Landschaftsmalerei zwischen 1800 und dem 20. Jahrhundert.

Fotos: Objekt aus der beltübergreifenden Arbeit
Blick in die neugestaltete Dauerausstellung

Nachdem in den Jahren zuvor bereits Erd- und Dachgeschoss überarbeitet worden waren mit neuem Anstrich, neuem Fußbodenbelag, neuer Sicherungstechnik und Überarbeitung der Klimaanlage ist zwischen Ende November 2013 und dem 1. März die Daurausstellung im Obergeschoss überarbeitet worden. Auch hier gibt es einen neuen Fußbodenbelag und einen neuen Anstrich. Darüber hinaus neue Stellwände. Die Neuordnung ermöglicht großzügige Durchblicke durch den Raum. Die Sammlung wurde ergänzt und erweitert.
Nun stehen ein neuer Anstrich des Gebäudes und die Überarbeitung der Rosenbeete vor dem Haus an. Letztere haben es seit Jahren dringend nötig, zumal die Landesgartenschau 2016 ansteht.

Erste Sonderschauen
In den kommenden Monaten warten spannende Sonderausstellungen auf Besucher. Deren Reigen wird bis zum 4.Mai eine Schau von Objekten eröffnen. Die wurden siebzehn Künstlern aus der Fehmarn-Belt-Region im Frühjahr und Winter 2013 geschaffen. Sie reichen von Bildern und Videoinstallationen über Objektkunst und Keramik zur Textilarbeiten und Fotografie. Die Übergänge in dieser „Der Bewegte Koffer“ geheimnisvoll getitelten Ausstellung zwischen Kunst und Kunsthandwerk sind fließend. Die Teilnehmer sollten einen Koffer mit einem Teil ihrer Identität zu den Treffen mitnehmen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Cesar Klein zum 60. Todestag
Zum 60. Todestag erinnert das Ostholstein-Museum an den Maller, Grafiker und Bühnenbildner Cesar Klein (1876 – 1954). Der zu seinen Lebzeiten viel beachtete – wenn auch nicht unumstrittene- Künstler ist in den letzten Jahrzehnten arg in Vergessenheit geraten An seinem letzten Wohnort Pansdorf im Kreis Ostholstein erinnert der Name einer Regionalschule an ihn. Und ein Freundeskreis, der den gut ausgestatteten und sehe informativen Katalog zu dieser Ausstellung zusammen gestellt und finanziert hat. Symptomatisch für diese unzulängliche Erinnerungskultur ist freilich, das eben dieses Museum bei seiner Umgestaltung m Jahre 2005 zwei beachtliche Bilder Kleins an das Nassen-Haus in Husum abgegeben hat…
Über den Künstler Klein hat sein Biograf Uwe Haupenthal in diesem Katalog ausführlich berichtet.

Klein – der sei 1904 ein Atelier in Berlin hatte- hat sich schon früh der Bühnenbildnerei und dem neuen Kunst-Genre Filmszenografie erschlossen.. Er wandte sich dem Expressionismus zu und war 1910 Mitbegründer der Neuen Secession. Freundschaftliche Beziehungen unterhielt Klein – der seit 1919 einen Lehrauftrag am Kunstgewerbemuseum hatte- mit Emil Nolde und Walter Gropius.1933 wurde Klein entlassen und erhielt Malverbot. 1937 waren Arbeiten von ihm in der berüchtigten Schau der Entarteten Kunst in München. Auf Verwendung von Gründgens und Fehling durfte er aber immerhin weiterhin als Bühnenbildner arbeiten.
1935 hatte e Klein ein Landhaus in Pansdorf erworben. Von hier aus wurde er 1945 zum Künstler der ersten stunde. 1946 gestaltete die Kunsthalle Hamburg die erste Nachkriegsschau mit seinen Bildern. Er schuf in Pansdorf ein umfangreiches Alterswerk, das große Beachtung fand. In dem verselbständigten sich die Formen. „Der suggestiven Wirkung dieser Bilder kann man sich noch immer nicht entziehen“, sagt Uwe Haptenthal. Dazu haben die Besucher bis 4. Mai 2014 im Ostholstein-Museum Gelegenheit.

Das Programm dieses Jahres
20. Ostereiermarkt am 22. und 23. März
18. Mai bis 17. August: „Lebensbilder“ aus der Sammlung Dr. Axe

23. Mai bis 17. August Gregor von Bochmann (1850 – 1930- Der Maler als Zeichner
29 August bis 23. Oktober. Klaus Wrage zum 30. Todestag
31. August bis 16. November Christopher Lehmkuhl – Berge und Meer
30- November bis 1. Februar 2015 61. Landesschau des Landsverbandes Schleswig-Holstein des Bundesverbandes Bilder Künstler

Öffnungszeiten
Bis Ende März. Mittwochs bis freitags 15 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags überdies von 11 bis 17 Uhr,
danach bis Ende September dienstags bis freitags 11 bis 17 Uhr, sonnabends und Sonntag 10 bis 17.30 Uhr

PM: Horst Schinzel

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