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Schülerin aus Pinneberg gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen das Rauschtrinken

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(CIS-intern) – „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Schleswig-Holstein kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse, wie im Jahr 2023, von der 14-jährigen Angelique Xiu von der Theodor-Heuss-Schule in Pinneberg. Die Doppelsiegerin setzte sich gegen mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Schleswig-Holstein durch und wurde zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern in Kiel geehrt. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken übergab als Schirmherrin der Aktion im Norden die Preise und Urkunden.

 

„Mit meinem Bild möchte ich die Schattenseiten von übermäßigen Alkoholkonsum verdeutlichen. Denn wer viel Alkohol trinkt, spült nicht nur Sorgen, sondern auch Glück und seine eigene Gesundheit herunter. Auf meinem Bild mache ich es damit erkennbar, dass dem Betrachter, der bunte und mit Leben geschmückte Vordergrund sofort ins Auge sticht, dem Jugendlichen entgeht dieser Anblick vollkommen, weil er nur noch blau und den Hals der Flasche sieht“, so beschreibt Angelique ihr Kunstwerk. Mit ihrer beeindruckenden Arbeit gewann die 14-jährige Schülerin der Theodor-Heuss-Schule in Pinneberg, wie im Jahr zuvor, den Hauptpreis von 300 Euro. Der zweite Platz ging an Josephine Michalczonek (17) aus Neumünster. Sie besucht dort die 11. Klasse der Alexander-von-Humboldt-Schule. Den dritten Rang belegte Jesse Pohland aus Kiel. Der 17-Jährige besucht das Kieler Hans-Geiger-Gymnasium. Den Sonderpreis für „Junge Talente“ bekam die Kielerin Linnea Sophie Nikolaisen (13). Sie geht in die siebte Klasse des Gymnasiums Elmschenhagen.

 

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betont: „Alle Schülerinnen und Schüler, die am Plakatwettbewerb teilgenommen haben, dürfen sich als Gewinnerinnen und Gewinner fühlen. Denn allein mit Ihrer Teilnahme leisten sie einen Beitrag und machen auf das wichtige Thema des Rauschtrinkens unter Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Sie tragen damit zu einer gelingenden Prävention bei. Denn Bilder, die von Kindern und Jugendlichen selbst gestaltet werden, sind ein sehr wirksames Mittel, um junge Menschen von exzessivem Trinken abzuhalten. Sie weisen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf ein Problem hin, sondern sind kreativ gestaltete Werke für Menschen der gleichen Altersgruppe. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die diesen Wettbewerb zum 15. Mal ermöglicht haben. Dieses Jubiläum und der insgesamt große Erfolg des Wettbewerbs sind auch eine Auszeichnung für die über viele Jahre geleistete tolle Arbeit.“

 

Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Laut Daten des Statistischen Bundesamts mussten 2022 rund 11.500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs in deutschen Krankenhäusern behandelt werden. Das waren gut ein Prozent weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, steht ein Minus von rund 43 Prozent. Mit diesem deutlichen Rückgang verzeichnete das Statistische Bundesamt 2022 den niedrigsten Stand von Klinikbehandlungen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung seit 2001.

 

„Es ist ein gutes Zeichen, dass immer weniger junge Menschen nach dem Rauschtrinken im Krankenhaus behandelt werden müssen. Aber jeder junge Mensch mit einer akuten Alkoholvergiftung ist einer zu viel. Fakt ist: Noch immer trinken viele Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Deshalb setzen wir weiter auf Aufklärung und führen unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ in Schleswig-Holstein fort“, sagt Cord-Eric Lubinski, Leiter der DAK-Landesvertretung.

 

In Schleswig-Holstein ist nach aktuellen Daten (2022) des Statistischen Landesamtes die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent (insgesamt 361 Kinder) gesunken. „Ich hoffe, dass wir die positive Entwicklung auch mit unserer vorausschauenden Präventionsarbeit weiterhin stabilisieren können“, so Lubinski.

 

Selbstgestaltete Plakate wirken

Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau”-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete Warnhinweise.

 

Im Juni wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Burkhard Blienert, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2024. Die Bundessiegerehrung findet am 11. Juli in Berlin statt.

 

15 Jahre „bunt statt blau“

„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2024 ist bereits die 15. Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 136.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

 

Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

 

Symbol-Bild von Rondell Melling auf Pixabay