Nicht nur Wikinger machten die Ostsee unsicher

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Foto: pixabay.com / nadruksklep(Werbung) – In der Ostseeregion waren Nordmänner aus Norwegen, Schweden und Dänemark nicht die einzigen Menschen, die sich in Seekriegen und Plünderungen übten. Tatsächlich waren es wiederkehrende Kriege zwischen den eisenzeitlichen Stämmen, die neben den Wikingern an der Ostseeküste lebten, die die Praktiken der Wikinger und ihrer zeitgenössischen Gesellschaften geprägt haben. Und von eben diesen Stämmen und Gesellschaften soll im Folgenden die Rede sein.

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Slawen und Balten
Polabische Slawen aus Polen und Ostdeutschland benutzten, ähnlich wie die Nordländer, Langschiffe und verteidigten ihre Territorien mit Festungen namens Gords. Von Nordmännern als Wends (oder Vindr in Altnordisch) bezeichnet, wurden sie in unterschiedliche Stämme unterteilt. Da waren zum Beispiel die Obotriten, Veleti, Rani, Havelli und Lutici. Diese Stämme wurden, ähnlich den Wikingern selbst, von Häuptlingen mit fürstlichem Status angeführt, die Knes genannt wurden (verwandt mit dem russischen Titel Knyaz). Der nächste im Rang war der Woiwot, der Hauptkämpfer und Statthalter eines vom Stamm regierten Bezirks. Und dann war da noch der Rat der Grundbesitzer, der Veche genannt wurde, der ebenfalls Einfluss in diesem Stammesstrukturen hatte.

Die Kuren oder Curones waren ein ethnisch baltischer Stamm, der Küstenländereien des modernen Litauens und Lettlands bewohnte. Wie die Wikinger aus dem Norden wurden sie als wilde Krieger und geschickte Matrosen bezeichnet. Sie wehrten sich oft standhaft gegen die Wikinger und revanchierten sich mit Überfällen ihrerseits, die Dänemark und Schweden zum Ziel hatten.

Übrigens haben Funde auf Estland (genauer gesagt auf dessen Insel Saaremaa) nahegelegt, dass die Wikinger schon lange vor dem historischen “Wikinger-Sturm“ ihre baltischen Nachbarn überfielen. Auf dieser Insel wurden zwei fast vollständig verrottete Schiffe ausgegraben, die eindeutig den Wikingern zuzuordnen waren und als wohl hastiges Massengrab für 40 gefallene Kameraden angelegt wurden. Und eines dieser Schiffe (das deutlich größere), trug ein Segel. Ein insofern bemerkenswerter Fund, weil er den zwingenden Verdacht nahelegt, dass die Wikinger schon ein ganzes Stück früher als bisher angenommen hochseetaugliche Segelschiffe zur Verfügung hatten. Tatsächlich weist dieser sensationelle Fund auf das älteste je entdeckte Segelschiff der Ostsee hin!

Skandinavische Nachbarn
Die Kvenen waren ein finnischer Stamm, der in Finnland und der nordschwedischen Region Norrland zu finden war. Einige Gruppen hüteten Rentiere, andere waren eher Jäger und Sammler. Die meisten von ihnen lebten als Nomaden, obwohl einige an den finnischen Küsten des Bottnischen Meerbusens, die durch den Kontakt mit den Nordländern Landwirtschaft angenommen haben könnten, in kleineren Booten gesegelt sind und die Küsten von Svealand und Götaland überfallen haben.

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