Die besten Programmiersprachen für die Spieleentwicklung

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(CIS-intern) – Programmieren zu lernen, steht vermutlich auf der To-do-Liste vieler Menschen ganz oben. Man spielt mit dem Gedanken, vielleicht sogar ein eigenes Videospiel zu entwickeln. Gott sei Dank sind Programmiersprachen heutzutage viel einsteigerfreundlicher als noch vor einigen Jahren. Java und C können beispielsweise jeweils etwa 20 Prozent Marktanteil verzeichnen. Die komplexere Sprache C++ hingegen verliert immer mehr an Bedeutung, ist aber beispielsweise bei der Entwicklung von Videospielen nicht wegzudenken. Objektorientierte Programmiersprachen werden immer wichtiger, da hier die Wartung und Erweiterung des Codes deutlich einfacher ist. Natürlich kommt es bei der Wahl der Programmiersprache erheblich darauf an, wie das Projekt aussehen soll und welchen Umfang es hat. Bei Online Spielautomaten ist beispielsweise der komplizierteste Teil der Algorithmus, der die Gewinnausschüttungen und das Spielsystem regelt. Wie das praktisch aussieht, können Sie beispielsweise in Lord of the Ocean kostenlos testen. Welche Programmiersprache ist hierbei nötig? Und wie sollte man einsteigen, wenn man Videospiele entwickeln möchte?

Zielsetzung

Sie sollten sich zunächst darüber im Klaren sein, dass die Entwicklung eines eigenen Spiels nicht mal eben im Handumdrehen erledigt ist. Dafür ist es umso wichtiger, sich realistische Ziele zu setzen. Die Bereitschaft, viel Text zu lesen, und die Vertrautheit mit der englischen Sprache sind schon einmal relativ wichtig. Eine gewisse Kreativität und eine Affinität für mathematisches Denken sind nicht von Nachteil. Niemand will den langweiligen Klon eines bestehenden Games spielen. Wir möchten Sie aber nicht entmutigen! Auch wenn das Lernen einer neuen Programmiersprache und das Entwickeln eines eigenen Spiels oft nur in kleinen Schritten vorangeht: Auf geht’s!

Der Einstieg

Anfänger träumen oft von komplexen Videospielen, die ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet wurden. Die gute Nachricht vorab: Mit Programmiersprachen wie Python kann man unkompliziert starten. Für wirklich komplexe Anwendungen wie Spiele oder Smartphone-Apps muss man sich dann aber schnell JavaScript oder PHP aneignen. Die Grundlagen sind dabei weitestgehend dieselben, weshalb man sich schnell einarbeiten kann. Diese Sprachen beinhalten Konzepte wie Vererbung und Klassen, die für die Entwicklung von Spielen unabdingbar sind. Klassen fassen ähnliche Objekte sowie deren Eigenschaften und Methoden zu abstrakten Modellen zusammen. Vererbung kann einen hierarchischen Zusammenhang zwischen Klassen herstellen. So können beispielsweise mehrere abgeleitete Klassen die Eigenschaften der Basisklasse erben. Mehr dazu finden Sie beispielsweise hier.

C++: Der Evergreen

C++ ist bereits seit 1979 in Verwendung und wurde von der ISO genormt. Die Sprache ist der Klassiker in der Entwicklung von Systemen und Anwendungen. Seit etwa 20 Jahren wird Java in diesen Bereichen immer populärer. Die Sprache besteht nur aus etwa 60 Schlüsselwörtern, welche teilweise aber mehrfach belegt sind. Für die Entwicklung von Videospielen ist es besonders wichtig, auch auf Listen, Arrays, Vektoren, Frameworks und Bibliotheken zurückgreifen zu können. Dank der Standardisierung ist das bei C++ kein Problem. Die Normierung ist Grundvoraussetzung, um bei größeren Spielen viele verschiedene Teams und Programmierer einbeziehen zu können. Viele der heute beliebten Titel wie „Bioshock“ und „Deus Ex: Human Revolution“ wurden in C++ geschrieben. Einfache Browsergames sind meist Flash-Anwendungen. Online Spielautomaten sind für Flash jedoch schon zu komplex. C++ bietet die nötige Flexibilität, um ein Spiel auf verschiedenen Plattformen anbieten zu können. Die meisten Anbieter von Casinospielen setzen daher auch auf den C++.

C++ ist definitiv eine der anspruchsvolleren Programmiersprachen. Wer wirklich etwas Komplexes auf die Beine stellen möchte, wird allerdings nicht darum herumkommen, die Sprache zu lernen. Bei der Programmierung ist man dann nicht so limitiert wie bei einfacheren Alternativen. Wer nicht die Geduld hat, sich ins komplexe C++ einzuarbeiten, kann mit einfacheren Sprachen wie Python schon Einiges umsetzen.

Python: Ideal für Anfänger

Sowohl unerfahrene Einsteiger, die einfach mal mit dem Coden starten wollen, als auch ambitionierte Veteranen können Python sinnvoll verwenden. Beispielsweise können mit Python gut Anwendungen für Facebook oder Google erstellt werden. Als Skriptsprache hat Python den Vorteil, dass man sich um Objekte und Klassen erstmal keinen Kopf machen muss. Der Schritt von einem einfachen Shell-Skript oder Batch-Skript zu einem kompletten Programm ist dank Python immer fließender geworden. Verschiedenste Frameworks erleichtern den Start zudem ungemein. Das Framework .NET beispielsweise gibt bei der Programmierung von Microsoft-Anwendungen den nötigen Rahmen vor. Aber auch wenn Sie eine App kompilieren und auf ein bestimmtes Betriebssystem anpassen möchten, kann ein Framework helfen. Python ist ganz bewusst eher einfach gehalten, damit Einsteiger mit wenigen Schlüsselwörtern programmieren können. Als erster Schritt ist Python also definitiv eine gute Wahl.

Objective C, Swift und Java: Für die Entwicklung von Apps

Wer sich vor allem auf die Herstellung von Apps konzentrieren will, sollte sich dafür mit Java, Swift und Objective C beschäftigen. Hier ist es sicherlich ratsam, schon Erfahrungen mit Programmiersprachen vorweisen zu können, da man sich zwangsläufig Gedanken um Klassen und Objekte machen muss. Java und seine Alternativen sind insbesondere wegen der großen Vielseitigkeit so beliebt. Gerade bei Apps für Android geht es nicht wirklich ohne Java. Wer allerdings ein großes Publikum adressieren möchte, darf dabei natürlich auch nicht Besitzer eines Smartphones von Apple vernachlässigen. Immerhin hat iOS im Markt für Smartphone-Betriebssysteme in Deutschland fast 24 Prozent Marktanteil. Objective C ist hier eine gute Wahl. Die eigens von Apple entwickelte Sprache Swift ist sehr interessant für Entwickler und jene, die es werden wollen. Sie besticht mit einer guten Einsteigerfreundlichkeit und bietet dem Entwickler verschiedene Hilfestellungen. Ganz wichtig: Apps für Mac oder iOS können nur auf einem Gerät von Apple entwickelt werden. Frameworks wie CakePHP oder React Native sind zudem eine hervorragende Hilfe, wenn sowohl für Android als auch iOS entwickelt werden soll. Der Code wird automatisch an die Eigenheiten der beiden Betriebssysteme angepasst. So kann der Großteil der Arbeit doppelt verwendet werden und der Code muss nur stellenweise abgeändert werden.

Fazit

Bei der Vielzahl an Programmiersprachen fällt es schon einmal schwer, die richtige auszuwählen und einen geeigneten Einstieg zu finden. Das sollte Sie jedoch nicht vom Eintauchen in die Welt des Codens abbringen! Anfänger können mit Python die Grundlagen des Programmierens erlernen. Für Apps eignen sich Java und Swift sehr gut. Bei komplexeren Projekten werden in der Regel schwierigere Sprachen wie C++ benötigt. Sowohl in vielen Studiengängen als auch in Tutorials und Ratgebern ist das dafür benötigte Wissen zum Glück einfach zugänglich.

Foto: von noshad ahmed auf Pixabay

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