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Ausmisten im Herbst: Was in Dithmarschen in Glas-, Papier- und Altkleidercontainer darf – und was nicht

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(CIS-intern) –  Wenn die Tage kürzer werden, räumen viele Haushalte in Dithmarschen Keller, Dachboden und Kleiderschrank auf. Dabei kommen schnell mehrere Kisten zusammen: alte Zeitschriften, leere Gläser, Kleidung, die seit Jahren niemand trägt. Damit aus dem Aufräumen kein Entsorgungsärger wird, lohnt ein kurzer Blick auf die Regeln für die öffentlichen Sammelcontainer – denn nur richtig getrennte Wertstoffe lassen sich auch wirklich recyceln.

Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

  • Seit dem 1. Januar 2025 müssen Alttextilien EU-weit getrennt gesammelt werden – sie gehören nicht mehr in den Restmüll, sofern sie noch verwertbar sind.
  • In den Altkleidercontainer nur saubere, trockene Kleidung und paarweise gebündelte Schuhe, am besten in geschlossenen Beuteln.
  • Altglas nach Weiß-, Braun- und Grünglas trennen und die örtlichen Einwurfzeiten beachten.
  • Kartons vor dem Einwurf flach falten, damit der Papiercontainer nicht vorzeitig voll ist.

Altkleider: Neue Regeln seit 2025

Seit dem 1. Januar 2025 gilt in der gesamten EU eine Pflicht zur getrennten Sammlung von Textilabfällen. Für Verbraucher bedeutet das vor allem: Kleidung und Heimtextilien, die noch getragen oder zumindest stofflich verwertet werden können, gehören nicht in die Restmülltonne, sondern in die Altkleidersammlung. Damit die gesammelten Stücke weiterverwendet werden können, sollten einige Grundregeln beachtet werden:

  • Nur saubere und trockene Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und Heimtextilien einwerfen.
  • Schuhe paarweise zusammenbinden, damit sie nicht getrennt werden.
  • Alles in gut verschlossenen Beuteln einwerfen, damit Regen und Schmutz den Inhalt nicht unbrauchbar machen.
  • Keine Säcke neben den Container stellen, wenn er voll ist – lieber einen anderen Standort ansteuern.
Was nicht hineingehört

Stark verschmutzte, nasse, schimmelige oder mit Chemikalien belastete Textilien gehören nicht in den Altkleidercontainer. Sie verderben den übrigen Inhalt und werden weiterhin über den Restmüll entsorgt. Im Zweifel hilft die Abfallberatung des Kreises weiter.

Altglas richtig trennen

Bei Altglas ist die Farbtrennung entscheidend: Weißglas, Braunglas und Grünglas werden getrennt eingeworfen. Andersfarbiges Glas – etwa blaue oder rote Flaschen – gehört in den Grünglascontainer, weil Grünglas beim Einschmelzen die meisten Fremdfarben verträgt. Deckel und Verschlüsse sollten vorher abgenommen werden; kleine Etikettenreste stören dagegen nicht, und die Gläser müssen auch nicht gespült werden – restentleert genügt.

Nicht in den Altglascontainer gehören Trinkgläser, Porzellan, Keramik, Fensterscheiben, Spiegel und Glühbirnen. Sie haben eine andere Zusammensetzung und schmelzen bei anderen Temperaturen, sodass schon wenige Scherben eine ganze Ladung Recyclingglas verunreinigen können.

Weil der Einwurf laut ist, gelten an den meisten Glascontainern feste Einwurfzeiten, in der Regel werktags tagsüber. Abends sowie an Sonn- und Feiertagen sollte in Rücksicht auf die Nachbarschaft kein Glas eingeworfen werden. Die genauen Zeiten stehen meist direkt auf dem Container.

Was in den Papiercontainer gehört

In die Papiercontainer an Recyclinghöfen und Sammelplätzen gehören unter anderem:

  • Zeitungen, Zeitschriften, Illustrierte und Prospekte
  • Bücher ohne Kunststoffeinband, Kataloge und Schulhefte
  • Schreib- und Druckerpapier, Briefumschläge
  • Packpapier, Papiertüten und Kartons – bitte immer flach gefaltet

Verschmutztes oder beschichtetes Papier ist dagegen kein Altpapier: Pizzakartons mit Fettrückständen, benutztes Küchenpapier, Backpapier, Kassenbons aus Thermopapier und Getränkekartons gehören in den Restmüll beziehungsweise – im Fall der Getränkekartons – in die Wertstoffsammlung.

Wo steht der nächste Container?

Sind die Kartons gefaltet und die Textilien in Beuteln verstaut, bleibt die Frage nach dem nächstgelegenen Einwurfort. In Heide und im übrigen Kreisgebiet gibt es zahlreiche Sammelstellen für Glas, Papier und Altkleider, oft an Supermarktparkplätzen oder Wertstoffinseln in den Wohngebieten. Eine digitale Übersicht erspart dabei die Sucherei: Für das Stadtgebiet lassen sich etwa alle Containerstandorte in Heide online abrufen, sortiert nach Containerart. So lässt sich die Entsorgung gut mit dem nächsten Einkauf verbinden.

Für alles, was nicht in die öffentlichen Container passt – Sperrmüll, Elektrogeräte, Batterien, Farbreste oder größere Mengen Grünschnitt –, sind die Recyclinghöfe im Kreis die richtige Adresse. Öffnungszeiten und Annahmebedingungen veröffentlicht der Kreis auf seinen Seiten zur Abfallwirtschaft.

Häufige Fragen

Dürfen kaputte oder nasse Kleidungsstücke in den Altkleidercontainer? Nein. Verschmutzte, nasse oder stark beschädigte Textilien machen den übrigen Inhalt unbrauchbar und gehören in den Restmüll.

Gibt es feste Zeiten für den Einwurf von Altglas? Ja, meist werktags tagsüber. An Sonn- und Feiertagen sowie abends sollte aus Rücksicht auf die Anwohner kein Glas eingeworfen werden.

Müssen Gläser vor dem Einwurf gespült werden? Nein. Es reicht, wenn sie restentleert sind; Deckel sollten abgenommen werden.

Was mache ich, wenn der Container voll ist? Nichts danebenstellen, sondern einen anderen Standort nutzen. Abgestellte Säcke gelten als illegale Ablagerung.

Fazit

Mit ein paar einfachen Regeln wird das herbstliche Ausmisten zur sauberen Sache: Textilien sauber und im Beutel, Glas nach Farben getrennt und zu den richtigen Zeiten, Kartons flach gefaltet. Wer vorher kurz nachschaut, wo der nächste passende Container steht, spart Wege – und sorgt dafür, dass aus dem Aufräumen tatsächlich neue Rohstoffe werden.