Karin Prien im Landtag: „Präsenzunterricht hat absolute Priorität und ist unter den geltenden Regeln zu verantworten“

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(CIS-intern) – KIEL. Im Kieler Landtag hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien sich deutlich für den Präsenzunterricht eingesetzt: „Unsere absolute Priorität ist die sichere Gewährleistung des Präsenzunterrichts. Dabei wägen wir sorgsam ab, zwischen dem nötigen Maß an Schutz und dem höchstmöglichen Maß an Öffnung“, sagte sie heute (26. Januar) in Kiel. „Die schnelle und leichtfertige Forderung nach einer Aussetzung der Präsenzpflicht missachtet die psychosozialen Folgen, die gerade die junge Generation in der Pandemie bereits erfahren hat“, betonte Prien weiter. Gerade Kinder, die von ihren Eltern aus unterschiedlichen Gründen zu Hause nicht so gut unterstützt werden könnten und deren häusliches Umfeld keine gute Lernbedingungen biete, drohten sonst in der Pandemie verloren zu gehen. „Aber auch Kinder, die viel Unterstützung erfahren, brauchen den Kontakt zu den Lehrkräften, zu den Gleichaltrigen im Schulalltag“, sagte Prien. Dies sei auch auf internationaler Ebene Konsens. „Es gibt inzwischen weltweit einen Strategiewechsel. In den allermeisten Ländern sind die Schulen trotz Omikron überwiegend geöffnet.“

Foto: pixabay.com / vidhyarthidarpan

Die Ministerin erläuterte, dass man sich bei allen Entscheidungen an den Empfehlungen aus der Wissenschaft orientiere und sich auch mit den norddeutschen Nachbarländern berate. Ein ganzes Bündel an Schutzmaßnahmen sorge für größtmögliche Sicherheit: In den Grundschulen würden wieder Kohorten gebildet, ebenso in den Förderzentren – dort vorrangig im Primarstufenbereich, beim Sport- und Musikunterricht werde alles vermieden, was das Infektionsrisiko erhöhen könnte, für alle Schularten und Jahrgänge gelte ein sehr intensives Testregime, die Testfrequenz sei auf dreimal wöchentlich ausgeweitet und gelte für alle unabhängig, ob geimpft oder genesen. Bei einem Infektionsfall in der Lerngruppe würden zudem alle Schülerinnen und Schüler dieser Gruppen fünf Mal wöchentlich getestet. Auch sei die Impfquote unter den Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein erfreulich hoch und es gebe aktuell weitere Impfangebote an den Schulen.

Die Bilanz der ersten Wochen im Jahr zeigt nach den Worten von Prien: „Unser Konzept ist aufgegangen. Bislang sind die Voraussetzungen für verantwortungsvoll geöffnete Schulen in Schleswig-Holstein gegeben.“ Die Inzidenzwerte seien auf gleichbleibend hohem Niveau bei intensiver und noch gestiegener Testfrequenz während andererseits die Hospitalisierungsrate niedrig sei und auch die Intensivstationen nicht überlastet wären. „Ein Blick auf das Infektionsgeschehen an den Schulen zeigt, dass es nur wenige Einschränkungen im Präsenzunterricht gibt. In den vergangenen Wochen waren nur ein bis zwei Prozent der Schulen betroffen und es waren maximal 0,25 Prozent der Schülerinnen und Schüler und 0,16 Prozent der Lehrkräfte von Infektionen betroffen“, sagte die Ministerin weiter. Falls es zu Einschränkungen des Unterrichts vor Ort komme, geschehe dies in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern. „Diese Einzelfallentscheidungen ermöglichen ein passgenaues Handeln in der jeweiligen Situation“, sagte die Ministerin.

Nach den Worten von Prien gehörten auch Klassenfahrten zu der Normalität, die Kinder und Jugendlichen so nötig hätten. Unter Beachtung der im Hygieneleitfaden vorgegebenen Regeln könnten Klassenreisen auch weiterhin stattfinden, allerdings sei von Fahrten in Hochrisikogebiete oder Virusvariantengebiete abzusehen. „Die Schulen entscheiden darüber in enger Abstimmung mit den Eltern“, sagte Prien.

Zwar könne niemand derzeit mit Sicherheit sagen, wie sich die Situation entwickeln werde, doch hätten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge ein Recht auf faire Prüfungsbedingungen. Prien: „Den Rahmen dafür bietet das Schulgesetz und wir haben auf der Grundlage der Erfahrungen aus den vergangenen beiden Jahren rechtzeitig Vorsorge getroffen.“ Die Prüfungen könnten angepasst an die Corona-Bedingungen und ohne Qualitätsminderung durchgeführt werden.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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