(CIS-intern) – NACHTRAG 15:00 Uhr: Bis auf einige Nutzer bei Friedrichstadt sollen nun alle Bewohner wieder Strom haben.
HEIDE / ITZEHOE / HUSUM – 18. Oktober 2026. Ein folgenschwerer Zwischenfall im Hochspannungsnetz hat am heutigen Sonntagmorgen weite Teile von Schleswig-Holstein lahmgelegt. Seit etwa 09:30 Uhr sind Zehntausende Haushalte in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg sowie in Teilen von Nordfriesland und Schleswig-Flensburg ohne Strom.
Was bisher geschah: Beginn und Ausmaß
Ursache: Kurzschluss und Explosion im Hochspannungsnetz
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Im Umspannwerk Friedrichstadt (Kreis Nordfriesland) kam es laut Rettungsleitstelle zu einer Explosion.
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Zeitgleich ereignete sich am Umspannwerk Linden (Kreis Dithmarschen) ein massiver Kurzschluss, woraufhin die Anlage zur Schadenseindämmung kontrolliert bzw. schutzbedingt heruntergefahren werden musste.
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Durch diesen Ketteneffekt schalteten sich weitere Umspannwerke im Versorgungsgebiet sicherheitsbedingt automatisch ab. Der Netzbetreiber SH Netz ist mit Störungs- und Reparaturteams vor Ort, um Schäden zu sichten und das Netz schrittweise wieder aufzubauen. Wie lange die vollständige Wiederversorgung dauern wird, ist derzeit noch offen.
Überspannung löst Brandserie in Wohnhäusern aus
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Betroffene Orte: Brände und Schmorbrände traten unter anderem in Süderheistedt, Pahlen, Albersdorf, Tellingstedt, Bunsoh, Osterrade, Sarzbüttel und Schafstedt auf.
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Was brennt: In zahlreichen Wohngebäuden überhitzten elektrische Hausinstallationen. Einsatzkräfte mussten zu verschmorten Steckdosen, brennenden Sicherungskästen und in Brand geratenen Haushaltsgroßgeräten ausrücken. In Bunsoh fing der Dachstuhl eines Reetdachhauses Feuer, gegen das die Feuerwehr unter Einsatz von Drehleitern kämpft.
Verhaltensregeln für Einwohnerinnen und Einwohner
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Brandgeruch und Elektrogeräte prüfen: Kontrollieren Sie umgehend Sicherungskästen, Steckdosen und laufende Großgeräte auf Brandgeruch, Schmorstellen oder Rauchentwicklung. Trennen Sie empfindliche elektronische Geräte vorsorglich vom Netz.
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Kühlschränke und Gefriertruhen geschlossen halten: Um Lebensmittelverderb zu verhindern, sollten Kühlgeräte möglichst wenig geöffnet werden.
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Notrufkanäle freihalten: Die Nummern 112 (Feuerwehr/Rettungsdienst) und 110 (Polizei) dürfen nur bei akuter Lebensgefahr oder tatsächlichen Bränden gewählt werden. Rufen Sie dort keinesfalls an, um sich nach der Dauer des Stromausfalls zu erkundigen.
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Auf offenes Feuer achten: Nutzen Sie Kerzen nur mit feuerfesten Unterlagen und lassen Sie diese niemals unbeaufsichtigt. Schalten Sie Gas- oder Campingkocher keinesfalls in unbelüfteten Innenräumen ein (Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung).
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Informationen empfangen: Halten Sie sich über batterie- oder kurbelbetriebene Radios, das Autoradio oder mobile Endgeräte auf den Lokalsendern (z. B. NDR 1 Welle Nord) über weitere behördliche Lautsprecherdurchsagen und Lage-Updates auf dem Laufenden.
Symbol-Foto: Mario De Mattia
Quellen: SH-Netz, Boyens Medien, shz, NDR




