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Sonnenfinsternis am 12. August: Wenn der Mond der Sonne kurz die Show stiehlt

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(CIS-intern) – Am Mittwoch, 12. August 2026, heißt es ab etwa 19 Uhr: Augen auf, aber bitte mit der richtigen Brille! Dann schiebt sich der Mond vor die Sonne und sorgt für eine partielle Sonnenfinsternis, die auch in Deutschland zu sehen sein wird.

Nein, die Welt geht deshalb nicht unter. Es kommen auch keine Aliens vorbei, und der Himmel fällt ebenfalls nicht auf unseren Kopf. Stattdessen erwartet uns eines der schönsten Naturschauspiele überhaupt, völlig kostenlos und ohne Eintrittskarte.

Was passiert da eigentlich?

Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Der Mond zieht genau zwischen Erde und Sonne hindurch. Dabei verdeckt er einen Teil der Sonnenscheibe. Weil aber alles ständig in Bewegung ist, dauert das Schauspiel nur eine begrenzte Zeit.

Bei einer partiellen Sonnenfinsternis bleibt die Sonne größtenteils sichtbar. Sie sieht lediglich so aus, als hätte jemand beherzt hinein gebissen. Je nach Wohnort fällt dieser „Happen“ unterschiedlich groß aus.

Eine totale Sonnenfinsternis, bei der es plötzlich mitten am Tag dunkel wird und man fast schon die Straßenlaternen einschalten möchte, erleben wir diesmal allerdings nicht.

Wird es wirklich dunkler?

Ja, aber keine Sorge: Die Taschenlampe kann zu Hause bleiben.

Je nach Region wird das Tageslicht etwas schwächer. Viele Menschen empfinden die Lichtstimmung als geradezu magisch. Die Farben wirken weicher, der Himmel bekommt einen ganz eigenen Charakter und für einen kurzen Moment fühlt sich alles ein wenig ungewöhnlich an.

Selbst die Natur scheint manchmal kurz zu überlegen, wie spät es eigentlich ist. Einige Vögel zwitschern schon ihr Abendlied, während manche Insekten eine kleine Pause einlegen. Andere Tiere hingegen denken sich vermutlich: „Interessiert mich nicht.“

Gibt es Nebenwirkungen?

Diese Frage taucht vor jeder Sonnenfinsternis wieder auf.

Die gute Nachricht: Aus medizinischer Sicht lautet die Antwort ganz klar: Nein.

Es gibt keinerlei wissenschaftliche Hinweise darauf, dass eine Sonnenfinsternis Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme oder andere Beschwerden verursacht.

Natürlich berichten manche Menschen trotzdem von Müdigkeit, innerer Unruhe oder einer besonderen Stimmung. Das dürfte aber eher daran liegen, dass ein seltenes Naturereignis durchaus Eindruck hinterlässt und nicht daran, dass der Mond plötzlich geheimnisvolle Kräfte entwickelt.

Wer also während der Sonnenfinsternis schlechte Laune hat, sollte die Schuld lieber nicht dem Mond geben.

Die einzige echte Gefahr: Der Blick in die Sonne

So spannend die Sonnenfinsternis auch ist, bitte niemals ungeschützt direkt in die Sonne schauen!

Das gilt übrigens auch dann, wenn ein großer Teil der Sonne bereits verdeckt ist. Die intensive Strahlung kann die Netzhaut dauerhaft schädigen, ohne dass man es sofort bemerkt.

Normale Sonnenbrillen helfen dabei ungefähr so viel wie ein Regenschirm gegen einen Orkan.

Wer das Himmelsschauspiel genießen möchte, sollte ausschließlich eine zertifizierte Sonnenfinsternis-Brille nach der Norm ISO 12312-2 verwenden.

Hat das Auswirkungen auf unseren Strom?

Ja, allerdings nur in einem Ausmaß, bei dem niemand im Dunkeln sitzen muss. Da Solaranlagen Sonnenlicht in Strom umwandeln, produzieren sie während der Verdunkelung natürlich etwas weniger Energie. Nach Berechnungen der deutschen Übertragungsnetzbetreiber könnte die Leistung der Photovoltaikanlagen kurzfristig um bis zu zwei Gigawatt zurückgehen.
Das klingt erst einmal beeindruckend.
Allerdings sind in Deutschland inzwischen mehr als 110 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert. Zwei Gigawatt weniger sind deshalb ungefähr so dramatisch wie ein Eimer Wasser weniger im Schwimmbecken.

Warum bleibt trotzdem alles stabil?

Die Übertragungsnetzbetreiber haben das Ereignis natürlich längst auf dem Schirm. Gemeinsam mit ihren europäischen Partnern wurde die Sonnenfinsternis im Voraus analysiert. Der europäische Verband ENTSO-E beobachtet die Situation laufend und könnte bei Bedarf sofort reagieren. Nach derzeitigem Stand gehen die Experten allerdings davon aus, dass die Stromversorgung in Deutschland zu keinem Zeitpunkt gefährdet sein wird. Der Kühlschrank bleibt also kalt, das WLAN funktioniert weiter und auch der Kaffeevollautomat muss keine Zwangspause einlegen.

Weitere Sonnenfinsternisse kommen bestimmt

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, darf sich freuen. Auch in den Jahren 2027, 2028 und 2030 wird es weitere Sonnenfinsternisse geben.

Vor allem die Finsternis am 2. August 2027 dürfte für die Stromnetzbetreiber spannender werden, weil sie bereits am frühen Morgen stattfindet, also genau dann, wenn Solaranlagen normalerweise kräftig mit der Stromproduktion beginnen. Doch auch darauf bereiten sich die Experten schon heute vor.

Unser Tipp

Sucht euch einen Platz mit freier Sicht Richtung Westen, packt eine zugelassene Sonnenfinsternis-Brille ein und, falls vorhanden, die Kamera gleich dazu. Mit etwas Wetterglück erlebt ihr einen dieser Momente, in denen man wieder einmal merkt, wie faszinierend unser Sonnensystem eigentlich ist.

Und falls ausgerechnet dann dicke Regenwolken über Schleswig-Holstein ziehen …
… dann können wir immerhin behaupten, dass hinter den Wolken ganz bestimmt eine Sonnenfinsternis stattgefunden hat.

Fazit

Die partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, aber kein Grund für Weltuntergangsstimmung. Für unsere Gesundheit gibt es keine nachgewiesenen Auswirkungen. Auch die Stromversorgung bleibt stabil, obwohl Solaranlagen kurzfristig etwas weniger Energie liefern.

Bleibt eigentlich nur noch eine große Unbekannte: das Wetter. Denn wie wir hier im Norden wissen, entscheidet am Ende meistens nicht die Astronomie, sondern die nächste Wolkenfront.

Foto: chatgpt KI

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