
(CIS-intern) – Der »Flunkyball Verein Elmshorn e.V.« hat sein Spendenziel erreicht: Innerhalb kürzester Zeit kamen 10.000 Eurozusammen, um rechtlich gegen die Markenregistrierung des Begriffs »Flunkyball« vorzugehen. Mit den gesammelten Mitteln finanziert der gemeinnützige Verein Löschungsanträge beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) sowie beim Deutschen Patent- und Markenamt. Ziel ist es, den Begriff dauerhaft als frei nutzbares Kulturgut zu sichern. Auslöser der Spendenkampagne war die Eintragung mehrerer Marken rund um den Begriff »Flunkyball« durch das Unternehmen »GoMazing«. Der Verein sieht darin den Versuch, eine seit Jahrzehnten frei gelebte Sport- und Festivalkultur zu kommerzialisieren. »Flunkyball gehört niemandem – und damit allen«, betont Jonas Jensen, erster Vorsitzender des Vereins.
»Wir sind überwältigt von der Geschwindigkeit und der Breite der Unterstützung«, sagt Jensen. »Innerhalb kürzester Zeit war unser Spendenkanal voll. Vor allem über Instagram haben uns unzählige Menschen unterstützt – aus der Festivalbranche, aus der Politik und aus der Juristerei.« Unterstützungsaufrufe kamen unter anderem vom »DEICHBRAND Festival«, dem »Taubertal Festival«, den Betreibern des »Spielbudenplatz Hamburgs« sowie dem »Festival ohne Namen«. Auch der Europaabgeordnete Martin Sonneborn (»Die PARTEI«) beteiligte sich öffentlich an der Kampagne und rief nach einem Flunkyball-Spiel im Europaparlament zu Spenden auf. »Flunkyball ist immaterielles EU-Kulturerbe«, so Sonneborn.
Inzwischen sind die Löschungsanträge gegen insgesamt vier Marken eingereicht. Der erste offiziell mandatierteFlunkyball-Anwalt, Dr. Daniel Kötz, schätzt die Erfolgsaussichten als gut ein. Die »GoMazing GmbH« hatte zwischenzeitlich versucht, zwei Marken selbst löschen zu lassen, scheiterte dabei jedoch an formalen Fehlern. »Wir werden nicht aufhören, bis Flunkyball wieder frei ist«, so Jensen weiter. »Es geht hier nicht nur um einen Namen, sondern um ein Stück gelebter Kultur.«
Sollten über die benötigten 10.000 Euro hinaus weitere Spenden eingehen (am 25.02. waren um 08:35 Uhr bereits 10.421,43 € eingegangen), fließen diese direkt in die Finanzierung der »Flunkyball WM Elmshorn« 2026. Die Weltmeisterschaft findet traditionell am Vatertag statt und bringt Teams aus aller Welt nach Elmshorn. Seit seiner Gründung hat der Verein bereits über 30.000 Euro für gemeinnützige Zwecke gesammelt – darunter für Frauenberatungsstellen, Wildtierauffangstationen und mobile Spielplätze. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Spendenkampagne setzt der »Flunkyball Verein Elmshorn e.V.« ein klares Zeichen: Flunkyball bleibt frei – für alle.


