Ist Bitcoin das neue Gold?

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(CIS-intern) – Seit Jahren befindet sich die Digitalisierung auf der Überholspur – und Corona hat hier noch einmal für eine Zündung des Turbos gesorgt. Ganz egal, auf welchen Sektor geblickt wird: Digital heißt, dass man schneller ist und zudem die Vorgänge auch einfacher sind – somit mag es auch keine große Überraschung sein, dass digitale Wertanlagen an Bedeutung gewinnen. Aber auch Kryptowährungen rücken immer stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft.

Besonders der Bitcoin, die Mutter aller Kryptowährung, konnte in den letzten Monaten für Aufsehen sorgen. Denn lag der Preis der digitalen Währung im März 2020 noch bei rund 5.000 US Dollar, so konnte Mitte März 2021, also ein Jahr später, die 60.000 US Dollar-Grenze durchbrochen werden.

Aufgrund des starken Preisanstiegs im Zuge der Corona-Krise, stellt sich nun natürlich die berechtigte Frage, ob es sich bei Bitcoin um das neue Gold handelt. Denn bislang galt Gold als Krisenwährung. Und obwohl der Goldpreis im Jahr 2020 – ebenfalls bedingt durch die Corona-Pandemie – auf über 2.000 US Dollar stieg, folgte weniger später die Korrektur unter 1.800 US Dollar und mitunter die Gewissheit, dass heutzutage eher in Bitcoin als in Gold investiert wird.

Es gibt Gemeinsamkeiten

Gold und Bitcoin – es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Am Ende verfolgen Bitcoin- wie Goldfans aber dasselbe Ende: Gewinne realisieren. Denn die klassischen Sparprodukte, also das Tages- wie Festgeld oder das Sparbuch, sind absolut unattraktiv geworden. Das liegt an der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank – der EZB. Und diese wird, wenn man sich die verschiedenen Prognosen ansieht, auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden.

Das heißt, es braucht Alternativen. Aktien sind eine Möglichkeit – Gold und Bitcoin ebenfalls. Wichtig ist, dass man für sich selbst klärt, wie hoch die Risikobereitschaft ist. Gold mag eher als stabile Wertaufbewahrung gelten. Starke Kursschwankungen sind die Seltenheit; das heißt, das Risiko eines Verlusts ist gering, aber die Chance, überaus hohe Gewinne zu machen, ebenfalls.

Wer sich bei Coincierge mit den verschiedenen Prognosemodellen befasst hat, die sich rund um den Bitcoin drehen, der wird bemerken, dass hier sehr wohl außerordentlich hohe Gewinne möglich sein können – aber auch Verluste. Denn der Kryptomarkt ist extrem volatil; der Preis des Bitcoin kann – und das innerhalb von Minuten – um drei- bis vierstellige US Dollar-Beträge steigen wie fallen.

Wer in Bitcoin und/oder Gold investiert, der sollte bedenken, dass es keine Dividenden gibt. Am Ende wird bei Gold ein Rohstoff erworben und bei Bitcoin eine virtuelle Münze – es gibt somit keinerlei Beteiligung an einem Unternehmen.

Junge Anleger befassen sich lieber mit dem Bitcoin

Vor allem sind es die jüngeren Anleger wie chancenorientierte Spekulanten, die in den Bitcoin investieren. Denn nicht nur, dass der Bitcoin Mitte März 2021 die 60.000 US Dollar-Grenze durchbrochen hat, gibt es einige Prognosemodelle, die den Preis der Kryptowährung bereits bei über 100.000 US Dollar sehen. Jedoch ist anzumerken, dass es keine Garantie gibt – es kann auch in die andere Richtung gehen. Und davor warnen viele Kritiker des Bitcoin.

Denn der Höhenflug mag zwar für hohe Gewinne sorgen, jedoch gibt es durchaus die nicht außer Acht zu lassende Gefahr, dass es zu einer Trendumkehr kommt. So konnte etwa der Preis der Kryptowährung zwischen Januar und Dezember 2017 von 1.000 US Dollar auf fast 20.000 US Dollar steigen – Ende 2018 lag der Bitcoin bei 3.000 US Dollar.

Kapital streuen

Der Bitcoin mag interessant für spekulative Anleger sein, die nicht nur dem Kryptomarkt das Vertrauen schenken, sondern auch der im Hintergrund laufenden Technologie – der Blockchain. Denn die Blockchain hat durchaus das Potential, einige Branchen zu revolutionieren. Das hätte in weiterer Folge natürlich Auswirkungen auf den Preis der Kryptowährungen – allen voran auf den Preis des Bitcoin. Gold ist hingegen interessant für sicherheitsorientierte Sparer.

Man sollte jedoch nicht das gesamte Ersparte in den Bitcoin oder in Gold investieren, sondern nur einen Teil des Kapitals. Wichtig ist, in verschiedene Richtungen zu investieren – also neben Gold und Bitcoin etwa auch in Aktiengesellschaften oder ETFs.

Foto oben: von Eivind Pedersen auf Pixabay
Foto unten: von Tim C. Gundert auf Pixabay

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