Zuschuss für Helgoländer Kinder: 300 Euro monatlich in der Oberstufe

Add to Flipboard Magazine.

Foto: Sven L.  / pixelio.de(CIS-intern) – „Heute ist guter Tag für Helgoländer Familien: Wir haben die Weichen dafür gestellt, dass Bildung und Ausbildung der Kinder die Familien in Zukunft finanziell weniger belastet“, sagte heute (5. Juli) Bildungsministerin Britta Ernst nach einer Sitzung des Kabinetts auf der Insel. Die Ministerin hatte dem Kabinett zuvor eine Sonderregelung für Helgoland vorgestellt, nach der junge Menschen mit Wohnsitz auf Helgoland einen Zuschuss von monatlich 300 Euro erhalten, wenn sie nach ihrem Schulabschluss an der Helgoländer James-Krüss-Schule zum Besuch einer Oberstufe oder eines gleichwertigen Bildungsganges auf das Festland gehen.

Foto: Sven L. / pixelio.de

Diese Regelung gelte ab dem Schuljahr 2016/17, sagte die Ministerin und erläuterte, den monatlichen Betrag teilten sich das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Pinneberg und die Gemeinde Helgoland zu gleichen Teilen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach der Kabinettssitzung auf Helgoland von den Beteiligten unterschrieben.

„Die Landesregierung erfüllt mit dieser Entscheidung einen vielfach an sie herangetragenen Wunsch“, sagte die Bildungsministerin. Sie hoffe, dass es in Zukunft keinen oder aber weniger Fälle geben werde, in denen Helgoländer Familien die Insel zu dem Zeitpunkt verlassen, an dem ihr erstes Kind zur Oberstufe ging. Die monatliche Unterstützung der Insel-Familien sorge für Chancengleichheit und mehr Bildungsgerechtigkeit: Mehr Bildung dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen oder dort erschwert werden, wo es – wie auf einer Insel – strukturelle Probleme gebe.

Ernst dankte dem Kreis Pinneberg und der Gemeinde Helgoland und betonte: „Gemeinsam haben wir eine gute Lösung für Helgoland gefunden.“ Landrat Oliver Stolz zeigt sich sehr zufrieden mit der getroffenen Vereinbarung: „Durch den entsprechenden Beschluss des Pinneberger Kreistages haben wir es hier ermöglichen können, die regionalen und lokalen Strukturen beim Bildungsangebot für junge Menschen zu berücksichtigen. Dies ist in Zeiten des demografischen Wandels besonders wichtig.“ Helgolands Bürgermeister Jörg Singer fügte hinzu: „Das ‚Helgoland-Stipendium‘ stärkt unsere James-Krüss-Schule und die Helgoländer Familien gleichermaßen.“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Schule und Berufsbildung