Theater Lüneburg mit ambitioniertem Spielplan

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel  – Obwohl die Universitätsstadt Lüneburg nur um die 80.000 Einwohner hat, verfügt sie über ein Vier-Sparten-Theater und ein Symphonisches Orchester. Das Theater bespielt ein ehemaliges Kino der einstigen britischen Besatzungsmacht. Auch insofern ist Lüneburg das kulturelle Zentrum für die Nord-Heide. Am April-Ende präsentierten Intendant Hajo Fouquet und sein Team das Programm der Spielzeit 2015/2016 am Theater Lüneburg. In den vier Sparten des Hauses – Musiktheater, Schauspiel, Kindertheater und Tanz – stehen insgesamt 27 Neuproduktionen, darunter vier Gastspielproduktionen, sowie zwölf Wiederaufnahmen auf dem Programm. Die Lüneburger Symphoniker präsentieren ein umfangreiches Konzertprogramm bestehend aus Meister-, Sonder-, Familien- und Kammerkonzerten.

Foto: Dan Hannen

Die Spielzeit 2015/2016 wird in der Sparte Musiktheater mit Ludwig van Beethovens Fidelio im Großen Haus eröffnet. Regie führt Intendant Hajo Fouquet, ebenso bei dem tragischen Opern-Doppelabend Cavalleria Rusticana/Der Bajazzo. Als Musical steht in der Saison 2015/2016 Cole Porters Kiss me, Kate auf dem Programm. In der Regie von Ballettdirektor Olaf Schmidt feiert außerdem Ralph Benatzkys beliebtes Singspiel Im weißen Rössl Premiere. Auf der Jungen Bühne T.3 ist die Uraufführung von Thomas Dorschs und Friedrich von Mansbergs Junger Oper Sterntaler und Rabenhexe zu erleben. Ebenfalls im T.3 stehen die Jungen Musicals Fast normal (Next to normal) und Natürlich Blond (Legally Blonde) auf dem Programm.

Im Schauspiel wird die Spielzeit mit Molières Komödie Der Menschenfeind eröffnet. Frank-Lorenz Engel inszeniert die rasante Komödie Otello darf nicht platzen und sorgt mit dieser Produktion für eine Vermischung der Sparten. Faust-Regisseur Martin Pfaff setzt Friedrich Schillers Trauerspiel Maria Stuart in Szene. Und außerdem im Großen Haus zu erleben sein wird das Schauspiel Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann. Im T.NT Studio feiern die Komödie Das Ende vom Anfang sowie das Rechercheprojekt Senkungen – Das Stadtprojekt über eine Stadt auf schwankendem Grund Premiere. Komplettiert wird das Schauspielangebot durch ein umfangreiches Angebot im Bereich Kinder- und Jugendtheater auf der Jungen Bühne T.3, u.a. mit Dantons Tod nach Georg Büchner und King A – eine Ode an jedes Ritterherz von Inèz Derksen sowie durch Wiederaufnahmen, unter anderem von Goethes Faust I im Großen Haus.

In der Sparte Tanz präsentiert Ballettdirektor Olaf Schmidt insgesamt drei Neuproduktionen: Im Großen Haus nimmt er sich Aischylos‘ Orestie an. Außerdem bringt er den dreiteiligen Ballettabend Flügelschlag – von Schatten und Engeln auf die Bühne. Für die jungen Tanzfreunde choreographiert er Hans Christian Andersens Märchen Die Schneekönigin auf der Jungen Bühne T.3. Nach dem großen Erfolg von Schmidts Soloabend Tanz-Monopol in der Spielzeit 2014/2015 steht in der kommenden Saison ein Abend mit Duetten auf dem Spielplan (Tanzdialog). Das Rahmenangebot mit Einführungsmatineen zu den Premieren im Großen Haus sowie den Ballett-Werkstätten wird fortgesetzt. Auch der Junge-Choreographen-Abend Kunst ver-rückt Tanz findet wieder statt.

Das Konzertprogramm der Lüneburger Symphoniker besteht wieder aus der sechsteiligen Meisterkonzertreihe sowie einer Reihe von Sonderkonzerten. Zu Gast sind unter anderem die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford sowie die TfN · Philharmonie aus Hildesheim, mit der die Lüneburger Symphoniker kürzlich gemeinsam Mahlers «Auferstehungssymphonie» in der St. Johanniskirche zum Klingen brachten. Außerdem wird die Konzertreihe der Norddeutschen Kammerakademie Lüneburg sowie der Familienkonzerte fortgesetzt. Erstmalig gibt es eine Konzertbroschüre, die das vollständige Konzertprogramm der Lüneburger Symphoniker umfasst. Die Broschüre ist ab sofort an der Theaterkasse erhältlich oder online unter http://issuu.com/theaterlg/docs/konzertbrosch__re_15-16_issuu einsehbar.

Neben den Neuproduktionen stehen zahlreiche Wiederaufnahmen, Gastspiele und ein umfangreiches Puppentheaterprogramm auf dem Spielplan