Schloss Eutin: Mit gestärkter Marke neue Zuschauer

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Als das Schloss Eutin 2006 nach aufwändiger Restaurierung und Sanierung über zwanzig Jahre hinweg wieder eröffnet worden war, kamen jährlich um die 26.000 Besucher. Diese Zahl ist seit Jahren rückläufig und hat 2013 mit nicht einmal 16.00 einen neuen Tiefstand erreicht. Eine Tendenz, die die Leitung des Schlosses schon vor einigen Jahren erkannt hat. Auch mit Mitteln der Stadt hat sie versucht gegenzusteuern. Verwirklicht werden konnte der Einsatz von Audi-Guides für individuelle Besucher – mit magerem Erfolg. Andere Pläne scheiterten am Geld.

Gerade dieses Schicksal will der Stiftungsvorstand bei dem Bündel von Maßnahmen vermeiden, die ihm eine renommierte auf Kultureinrichtungen spezialisierte Berliner Agentur vorgeschlagen hat. Herausgekommen ist eine bunt bebilderte Broschüre, mit einigen konkreten – und vielen vagen – Vorschlägen. Vor altem sagt der Gutachter nicht, wo diesmal das Geld herkommen soll. Offenbar setzt er drauf, dass die mehr Besucher auch mehr Einnahmen bringen. Bis 2017 will er deren Zahl auf 50.000 verdreifachen. Ideen, die bei deren Vorstellung im städtischen Kulturausschuss gnadenloses zerrissen worden sind. Denn mehr Geld vom Land – jährlich 690.000 Euro – soll es nicht geben. Und um einen hauptamtlichen Kaufmännischen Geschäftsführer einstellen zu können, muss erst das Stiftungsgesetz geändert werden.

Foto: Birgit Winter / pixelio.de

Die “Marke“ Schloss Eutin müsse entwickelt werden, sagt der Gutachter. Da sollen der Gastronomiebereich erweitert und im Sommer auf die Südterrasse ausgedehnt werden. In einer Lounge sollen sich die Eutiner Bürger und deren Gäste auch ohne Schlossbesuch wohlfühlen. Die auf der Westseite des Erdgeschosses befindlichen Teile der ständigen Ausstellung sollen in das Obergeschoss verlagert werden.

Was freilich auf konservatorische Probleme stößt. Die ständige Ausstellung soll über die nächsten Jahre hinweg überarbeitet werden und Zusammenhänge deutlich machen. Die frei werdenden Räume im Erdgeschoss sollen für Dauerausstellungen genutzt werden:2014 für Blütenfotos des schwedischen Fotografen Edvard Koinberg, 2015 sollen die vielfältigen Beziehungen der Oldenburger zu Europas Königshäusern aufgezeigt werden und 2016 möglichst Kopenhagener Porzellan.

Für ganz wichtig hält der Gutachter Sonderveranstaltungen – von der „Werkstatt der Engel“ über Konzerte hin zu Ritterspielen für Kinder. Auf mittlere Sicht messen ganz Schleswig-Holstein, Hamburg, Süd-Dänemark, Nord-Niedersachsen und West-Mecklenburg als Quellenmärkte für den Besuch des Eutiner Schlosses gewonnen werden. Ein Teil der Vorschläge soll bereits in der nächsten Saison ab 17. April umgesetzt werden. Und erst einmal sollen die Eutiner und deren Nachbarn in der Holsteinischen Schweiz für einen Besuch im Eutiner Schloss begeistert werden.

PM: Horst Schinzel

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