Plöner Museum zeigt historische Fotos von Lütjenburg

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Foto: knipser5  / pixelio.de (Gut Panker)(CIS-intern) – Von Horst Schinzel – Der Lehrer Theodor Möller (1853 – 1973) gilt als Pionier der Landschafts- und Architekturfotografie in Schleswig-Holstein. Der Bauernsohn verschrieb sich früh der Heimatkunde und Heimatpflege. Seit Beginn des vorigen Jahrhunderts, vermehrt seit den Zwanziger Jahren bereiste er mit seiner Kamera die damalige preußische Provinz – natürlich noch ohne Auto – und dokumentierte Städte, Dörfer, einzelne Höfe und vor allem die Menschen bei ihrer Arbeit. Die preußische Regierung würdigte diese Arbeit, indem sie Möller von seiner Lehrertätigkeit freistellte. Möller veröffentlichte die Ergebnisse seiner Reisen in zahlreichen Büchern, Zeitschriften wie „Die Heimat“ und anderen heimatbezogenen Schriften und hielt Lichtbildervorträge. Möller sah den industriellen Wandel mit großer Besorgnis und plädierte für das nach seiner Meinung urtümliche Landleben.

Foto: knipser5 / pixelio.de (Gut Panker)

Obwohl sein Haus in Kiel im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, konnte er sein umfangreiches Bildarchiv -4 615 Glasplatten und 1934 Rollfilmaufnahmen – retten. Noch vor seinem Tode am 10. November 1953 vermachte er es dem Landesamt für Denkmalpflege.

„Brillenpapst“ Günter Fielmann hat in den letzten Jahren Abzüge erworben und diese zahlreichen Museen im Lande vermacht. Dreiundsechzig Aufnahmen erhielt die Stadt Lütjenburg. Dort gibt es allerdings kein Museum. Deshalb zeigt das Kreismuseum in der „Alten Apotheke“ in Plön ab diesem Dienstag eine Auswahl dieser Aufnahmen. Ergänzt werden diese durch historische Fotoapparate aus der Sammlung von Bernd Renard und Zeugnisse der Handwerkskunst aus Lütjenburg.

Die Ausstellung läuft bis 1 März 2016-