Norddeutsche Wirtschaft im Herbst 2015 zufrieden

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(CIS-intern) – „Die norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Herbst 2015 noch in guter Verfassung. Das aktuelle Geschäftsjahr hat bisher die Erwartungen der Unternehmen größtenteils erfüllt. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten 35 % der befragten Unternehmen gestiegene Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Der Ausblick auf das 1. Quartal 2016 fällt dagegen schon nicht mehr ganz so optimistisch aus. Nur noch 25 % der befragten Unternehmen rechnen mit höheren Umsätzen.

Foto: angieconscious / pixelio.de

Die schwächere Weltkonjunktur, das nach wie vor schwächelnde Russlandgeschäft, aber auch die Tatsachen, dass Zinsen und Ölpreis keinen Spielraum mehr nach unten haben, trüben die Erwartungen ein. Niedrige Zinsen und der deutlich gesunkene Ölpreis haben in diesem Jahr ganz wesentlich den Konsum angekurbelt, der einen wichtigen Eckpfeiler für die gute Konjunktur bildete. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil. Die insgesamt günstige Arbeitsmarktentwicklung könnte sich im kommenden Jahr aufgrund eines spürbaren Anstiegs der Arbeitslosenzahlen aus den sog. Asylzugangsländern etwas eintrüben.“
Dieses Resümee aus der UVNord-Herbst-Konjunkturumfrage in Hamburg und Schleswig-Holstein zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Herbstpressekonferenz seiner Organisation in Hamburg.

Das Gesamtergebnis der Herbstumfrage zeigt, dass die norddeutsche Wirtschaft insgesamt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2015 blickt.
35 % der befragten Unternehmen erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen gestiegenen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, 45 % der befragten Unternehmen gehen von gleich hohen Umsätzen aus und 20 % der befragten Unternehmen erwarten Umsatzrückgänge.

Der Ausblick auf das erste Quartal 2016 ist dagegen nicht mehr ganz so optimistisch. 25 % der befragten Unternehmen rechnen mit höheren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr, 21 % erwarten niedrigere Umsätze.

Die Investitionsbereitschaft konnte immer noch nicht an Fahrt gewinnen. 25 % der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen zwar erhöhen, 19 % schränken sie aber weiter ein. Diese Entwicklung verwundert nicht, da sowohl von der Bundes- als auch der Landespolitik nichts unternommen wird für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für die zweite Hälfte der Legislaturperiode in Berlin und der beiden Landesregierungen in Hamburg und Kiel müssen jetzt mittelstandsfreundliche Signale für Unternehmen Vorrang haben, damit durch verbesserte Investitionsquoten die Beschäftigung u.a. auch für die zusätzlich auf den Arbeitsmarkt kommenden Migranten gesichert wird. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich stabil. Es werden noch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen.

Erfreulich ist nach wie vor die Ausbildungsbereitschaft. Die große Mehrheit der befragten Unternehmen (86 %) bilden aus. 74 % der Unternehmen haben in diesem Jahr ihre Ausbildungsbereitschaft auf dem Vorjahresniveau gehalten oder sogar noch erhöht.
Die Auswirkungen des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels werden immer spürbarer. Mittlerweile 73 % (Vorjahr: 66 %) der befragten Unternehmen geben an, dass die Besetzung der Arbeits- und Ausbildungsplätze insgesamt schwieriger geworden ist.

Hamburgs Wirtschaft ist mit dem Senat zufrieden

„Hamburgs Arbeitgeber sind mit der bisherigen Arbeit des Senats, insbesondere des Ersten Bürgermeisters zufrieden. 85 % der befragten Unternehmen ziehen ein positives Fazit. Hauptgründe für die Zufriedenheit sind das seriöse und verlässliche Auftreten des Ersten Bürgermeisters sowie seine gute Präsenz und die Nähe zur Hamburger Wirtschaft. Gelobt wurde außerdem sein Engagement für die Olympia-Bewerbung. Als verbesserungsbedürftig bewertet werden die aktuelle Verkehrssituation rund um den Hamburger Hafen und insbesondere der Kommunikationsfluss mit der Hafenwirtschaft in Bezug auf die Olympia-Bewerbung.

Die aktuelle länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein hat sich aus Sicht der befragten Unternehmen verbessert. Positiver Lichtblick ist die Beteiligung Schleswig-Holsteins bei der Olympia-Bewerbung Hamburgs. Hier haben beide Länderregierungen vorbildliche Zusammenarbeit gezeigt. Vermisst werden jedoch weitere und größere Erfolgsmeldungen in der bilateralen Zusammenarbeit zwischen den Behörden und Ministerien beider Bundesländer.
Die Bewertungen der einzelnen Behörden fallen höchst unterschiedlich, überwiegend jedoch positiv aus.“

Dieses Resümee aus der UVNord-Herbst-Politikumfrage in Hamburg zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Herbstpressekonferenz seiner Organisation.

64 % der befragten Unternehmen bewerten die derzeitige Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein als gut und 36 % als verbesserungsbedürftig. Die befragten Unternehmen loben den bisher nahezu reibungslosen länderübergreifenden Ausbau der A7. Positiv wird auch die Durchführung von gemeinsamen Kabinettsitzungen bewertet, deren Ergebnisse jedoch noch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Vermisst wird nach wie vor ein stärkeres Auftreten in Berlin sowie das vermehrte Nutzen der Ressourcen des gemeinsamen Hanse-Office in Brüssel sowie fehlendes Engagement zur Entwicklung einer gemeinsamen Marketingstrategie und einer engeren Verzahnung der Landesplanung.

Im Gesamtvergleich der Behörden ergibt sich nachfolgendes Bild:

Platz 1:        Behörde für Inneres und Sport
Platz 2:        Kulturbehörde
Platz 3:        Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Platz 4:        Finanzbehörde
Platz 5:        Behörde für Umwelt und Energie
Platz 6:        Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Platz 7:        Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Platz 8:        Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Platz 9:        Justizbehörde
Platz 10:        Behörde für Schule und Berufsbildung
Platz 11:        Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Schleswig-Holsteins Unternehmen wollen Flüchtlinge einstellen

Im Rahmen der Herbstpressekonferenz von UVNord sind die Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein befragt worden, ob sie sich vorstellen können, Flüchtlinge und Asylsuchende zu beschäftigen. Danach können sich 74 % vorstellen, Flüchtlingen Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. 5 % der Unternehmen beschäftigen bereits Flüchtlinge und machen bislang gute Erfahrungen, 21 % der befragten Unternehmen können sich eine Beschäftigung noch nicht vorstellen. Gründe hierfür sind rechtliche Unsicherheiten, insbesondere was den Status der Betroffenen angeht. Wesentliche Forderung von vielen Unternehmen wird daher bis auf Weiteres die Aussetzung der Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit genannt. Als weiteres erfreuliches Ergebnis der Umfrage wird deutlich, dass gerade in Schleswig-Holstein es die kleinen und mittelständischen Betriebe sind, die eine hohe Bereitschaft zur Integration signalisieren.

„Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen aus den Unternehmen, für ihre Bereitschaft, ernsthaft an der Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden mitzuwirken. Dass beinahe drei Viertel der Betriebe in Hamburg wie in Schleswig-Holstein Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen wollen und sogar bereits 5 % über gute Erfahrungen in der Beschäftigung verfügen, ist für den norddeutschen Arbeitsmarkt ein insgesamt gutes Signal. Jetzt gilt es, bürokratische Hürden zu für Arbeit bis auf Weiteres auszusetzen,“ so UVNord-Präsident Uli Wachholtz im Rahmen der Herbstpressekonferenz seiner Organisation in Hamburg.

Statistikamt Nord

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