Nicht mehr überall ist bezahltes Schnackseln erlaubt – Neumünster führt Sperrbezirke ein

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(CIS-intern) – Mit der amtlichen Bekanntmachung am morgigen Mittwoch, 23. Oktober 2013, erlässt die Stadt Neumünster eine Stadtverordnung über das Verbot der Straßenprostitution. Das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein genehmigte jetzt gemäß § 55 Landesverwaltungsgesetz den Entwurf der Stadtverordnung. Hintergrund für den Erlass der Stadtverordnung war das Auftreten von Straßenprostitution in der Plöner Straße im Bereich des Friedhofs und im Bereich der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld. Der Erlass einer Stadtverordnung über das Verbot der Straßenprostitution ist landesweit bislang einmalig.

In der Verordnung wird das Stadtgebiet in insgesamt 9 Sperrbezirke eingeteilt, die den Stadtteilen entsprechen. In diesen Sperrbezirken ist fortan die Straßenprostitution untersagt. Diese Sperrbezirke umfassen weite Teile der Wohnhausbebauung. Ausgenommen sind einige Straßen in Industrie- und Gewerbegebieten. Im Internet unter www.neumuenster.de steht neben dem Text der Verordnung auch ein Plan zur Verfügung.

Foto: Bernd Wachtmeister / pixelio.de

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Stadtverwaltung und Polizeidirektion Neumünster wurde die Stadtverordnung entwickelt. „Ich möchte den beteiligten Mitarbeitern der Verwaltung und der Polizei für die gute Zusammenarbeit und zügige Erstellung der umfangreichen Stadtverordnung danken“, so Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

Über den Erlass der Stadtverordnung hinaus wird die Stadt Neumünster Informationsschreiben für die Prostituierten erstellen und in die rumänische Sprache übersetzen lassen. In die Hinweisschreiben werden auch Rufnummern von Schutzorganisationen für Prostituierte aufgenommen. Gemeinsam mit einer Dolmetscherin werden dann Mitarbeiter der Ordnungsbehörde der Stadt Neumünster diese Informationsschreiben an die Prostituierten übergeben.

PM: Stadt Neumünster