Neuer Winnetou bei den Karl-May-Spielen 2013 – Landarzt Wayne Carpendale spielt den Shatterhand

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(CIS-intern) – Der neue Winnetou ist gefunden: Der renommierte Film- und Fernsehschauspieler Jan Sosniok übernimmt bei den Karl-May-Spielen ab Sommer die Rolle des edlen Apachen. Aber auch die weiteren Hauptrollen des actionreichen Abenteuers „Winnetou I – Blutsbrüder“ werden mit prominenten Schauspielern besetzt. So verkörpert Wayne Carpendale den Westmann Old Shatterhand. Sophie Wepper spielt Winnetous schöne Schwester Nscho-tschi – und mit Gojko Mitic kehrt einer der größten Publikumslieblinge aller Zeiten an den Kalkberg zurück: Er spielt den Apachenhäuptling Intschu-tschuna, Winnetous Vater.

Foto: Presse Karl-May Spiele

Ute Thienel, Geschäftsführerin der Karl-May-Spiele, stellte die vier prominenten Schauspieler gemeinsam mit Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld im Bürgersaal des Rathauses vor. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht. In den vergangenen Monaten haben wir viele Schauspieler gecastet – und sind sicher und glücklich, wir haben unseren Winnetou gefunden!“, erklärte Ute Thienel.

„Ein Winnetou-Darsteller muss ein sehr guter Schauspieler sein, der außerdem sehr sportlich ist und der hervorragend reiten kann. Er muss von der Optik her passen und diese ganz besondere Aura haben, die man von Winnetou kennt und erwartet.“ All das erfülle Jan Sosniok, der sich freut, diese legendäre Rolle am Fuße des Kalkbergs zu übernehmen. Die Premiere mit dem neuen Hauptdarsteller wird am 22. Juni gefeiert. Während des Winnetou-Castings habe sich das Team zugleich aber auch mit den weiteren wichtigen Rollen des neuen Abenteuers beschäftigt, schilderte die Geschäftsführerin. Daher konnten in den vergangenen Tagen Jan Sosnioks drei prominente Mitstreiter unter Vertrag genommen werden.

„Mit dem Engagement von Wayne Carpendale und Gojko Mitic erfüllen wir uns und unseren Zuschauern einen lang gehegten Wunsch“, betonte Ute Thienel. „Die Besucher im Freilichttheater haben beide nie vergessen – und nun sind sie in zwei für sie maßgeschneiderten Rollen wieder dabei.“ Sophie Wepper, die als Nscho-tschi für Romantik und Dramatik sorgen wird, ist laut Ute Thienel genau die Schauspielerin, die man sich als Nscho-tschi gewünscht hat. „Sie überzeugt nicht nur durch ihren Charme und ihr Können, sondern ist auch eine richtig gute Reiterin.“

„Ich freue mich, dass es Ute Thienel und ihrer Mannschaft gelungen ist, solch ein gutes Team für die neue Saison zusammenzustellen. Die Zuschauer können sich auf das neue Abenteuer im Wilden Westen von Bad Segeberg freuen“, sagte Dieter Schönfeld, Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg und Aufsichtsratsvorsitzender der Kalkberg GmbH, in seiner Begrüßungsrede.

Jan Sosniok: Ein preisgekrönter Schauspieler wird „Winnetou“
Jan Sosniok begann seine Karriere als Model, bevor der gebürtige Gummersbacher 1994 für die Rolle des „Tom Lehmann“ in der RTL-Soap „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“ zum Fernsehliebling wurde. Seitdem hat sich der heute 44-Jährige durch viele Rollen in Fernsehserien, TV-Filmen und auf der Bühne längst etabliert.

Für seine Rolle des „Sven“ in der erfolgreichen ARD-Serie „Berlin-Berlin“ bekam er den Emmy-Award und den Deutschen Filmpreis. Als Rechtsanwalt „Dr. Oliver Schmidt“ gehört Jan Sosniok zum Team der beliebten SAT1-Serie „Danni Lowinski”. Für die Serie gab es 2010 den Deutschen Fernsehpreis sowie in den Jahren 2010 und 2011 den Deutschen Comedypreis.

Jan Sosniok spielte aber auch in dramatischen Fernseh-Filmen wie „Verschleppt! – Kein Weg zurück“ , „Inga Lindström: Wochenende in Söderholm“, „Die Pilotin – Entscheidung in den Wolken“, „Kreuzfahrt ins Glück – Korfu“, „Das beste Stück” und „Das allerbeste Stück“ oder in der erfolgreichen Rosamunde-Pilcher-Verfilmung „Im Zweifel für die Liebe“.

Jan Sosniok freut sich sehr auf seine neue Rolle in Bad Segeberg: „Winnetou gibt es seit meiner Kindheit und er verkörpert all die guten Dinge, die ihn zu einem wahren Häuptling des Lebens machen. Ein Traum und eine Ehre für mich, sich heute als Winnetou in diese langjährigen Spiele namentlich einreihen zu dürfen.“

Wayne Carpendale: Ein Publikumsliebling als „Old Shatterhand“.
Wayne Carpendale, 1977 in Köln geboren, begann seine Schauspielkarriere im Jahr 2000 bei RTL und war 2003 als Titelheld „Old Surehand“ bei den Karl-May-Spielen im Ensemble. Er begeisterte mit seiner dynamischen, sympathischen Darstellung das Publikum. Bis zum Ende der Saison kamen über 289.000 Besucher ins Freilicht-theater. Danach ging es mit seiner Karriere weiter steil bergauf. Er übernahm regelmäßig Rollen in Fernsehserien wie „Girl Friends“, „Küstenwache“ und „Soko 5113“ und spielte Hauptrollen in zahlreichen Fernsehfilmen, unter anderem in „Lebe dein Leben“, in dem er neben seinem Vater Howard Carpendale und seinem neuen „Blutsbruder“ Jan Sosniok vor der Kamera stand.

Außerdem gehörte er jahrelang zum festen Ensemble der Serien „Sturm der Liebe“ und „Unser Charly“, gewann die erste Staffel der Tanzshow „Let’s Dance“ und moderierte auf RTL „Dancing on Ice“. Die letzten fünf Jahre war Wayne Carpendale als Hauptdarsteller der erfolgreichen ZDF-Serie „Der Landarzt“ zu sehen und verbringt nun auch 2013 wieder seinen Sommer in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus wird er in diesem Jahr in einer Hauptrolle neben Sophie Wepper in dem ARD-Film „Mord in bester Gesellschaft“ zu sehen sein.

Wayne Carpendale freut sich auf das neue Erlebnis im Freilichttheater am Kalkberg – auf das Publikum und auf die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen: „Am meisten freue ich mich auf den direkten Kontakt zum Publikum. Das Gefühl, in die Kalkberg- Arena einzureiten und die Spannung und Freude Tausender von Zuschauern zu spüren, ist unvergleichlich und ich habe in den letzten zehn Jahren oft daran gedacht. Aber das Ganze steht und fällt natürlich auch mit dem Ensemble. Und auf das freue ich mich in diesem Jahr besonders.“

Sophie Wepper: „Nscho-tschi“ kann exzellent reiten.
Sophie Wepper hat zunächst an der Bayerischen Akademie für Fernsehen das Fach Fernsehjournalismus studiert, gefolgt von einem einjährigen Volontariat in einer Produktionsfirma. Doch dann entschied sich die gebürtige Münchenerin für die Schauspielerei. Das Talent dazu wurde ihr von Vater Fritz Wepper quasi in die Wiege gelegt. Ihr Fernsehdebüt gab Sophie Wepper 1991 in der „Derrick“-Folge „Caprese in der Stadt“. Seit 2003 übernahm sie unter anderem Rollen bei „In aller Freundschaft“, „Kurhotel Alpenglück“, „SOKO 5113“, „Der Bergdoktor“, „Rosenheim Cops“, „Alarm für Cobra 11”, „Um Himmels Willen“ und im Streifen „Diagnose Liebe“. In der ARD-Reihe „Traumhotel“ stand sie 2010 gemeinsam mit Jan Sosniok und Wayne Carpendale vor der Kamera – und nun gehört die 31-Jährige mit den beiden Kollegen zum neuen Ensemble der Bad Segeberger Karl-May-Spiele.

Seit 2006 ist sie die Alexandra Winter in der ARD-Krimireihe „Mord in bester Gesellschaft“. Die Rolle des Vaters „Wendelin Winter“ spielt Fritz Wepper. Gerade abgedreht ist eine neue Episode dieser Krimireihe, in der auch Wayne Carpendale dabei ist. Sophie Wepper ist eine sehr gute Reiterin.

Die Gesamtherausforderung hat Sophie Wepper gereizt, die Rolle der Nscho-tschi bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg zu übernehmen. „Wir müssen reiten, spielen unter freiem Himmel und das vor bis zu 7.000 Zuschauern. Das habe ich bisher noch nicht erlebt und bin sehr gespannt auf diese Live-Erfahrung. Es wird bestimmt ein spannendes Abenteuer, das ich in diesem Sommer mit meinen neuen Kollegen erleben werde. Ich kenne Jan Sosniok und Wayne Carpendale sehr gut und freue mich, dass sie dabei sind.“

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Gojko Mitic: Der langjährige Winnetou ist nun dessen Vater „Intschu-tschuna“.
Schon in der DDR war er „der“ Indianer – und eine ganze Generation von Karl-May-Fans ist am Kalkberg mit ihm als Winnetou aufgewachsen. 15 Jahre lang verkörperte der „Chef-Indianer“ des Ostens den Apachen-Chef im Wilden Westen. Gojko Mitic ist schon zu Lebzeiten eine Legende und kehrt an die Spielstätte seiner großen Erfolge zurück. Von 1992 bis 2006 war er der „Winnetou“ in Bad Segeberg. Er hat diese wichtige Rolle in über tausend Vorstellungen am Kalkberg geprägt. Kein anderer hat diese Rolle öfter am Kalkberg gespielt als Gojko Mitic.

Zum Indianer wurde er durch die Karl-May-Kinofilme: 1963 wurde Gojko Mitic für die Produktionen „Old Shatterhand“, „Winnetou 2.Teil“ und „Unter Geiern“ engagiert. Seine Rollen wurden von Film zu Film größer. Als die Filmindustrie der DDR merkte, wie gut Indianerfilme im Westen ankamen, stieg auch die DEFA in dieses Genre ein. Ein Hauptdarsteller war schnell gefunden: Gojko Mitic. In einem Dutzend Filmen wie „Ulzana“ und „Die Söhne der großen Bärin“ verkörperte er erdichtete und historische Häuptlinge. Die Filme fesselten Millionen in den Kinos und an den Fernsehschirmen.

In seiner Karriere war der heute 72-Jährige aber nicht nur auf Indianer festgelegt. Gojko Mitic war auch in vielen Fernsehfilmen und Serien zu sehen, Im Theater spielte er „Robin Hood”, „Spartakus“ oder den Musketier „D’Artagnan“. Mit der jungen Generation von Filmemachern drehte er „The Antman” und „Esperanza”. Im Schweriner Staatstheater verkörperte er von 2007 bis 2009 den Häuptling Bromden im Stück „Einer flog über das Kuckucksnest“. Am selben Theater übernahm er bei den Schlossfestspielen 2009 die Hauptrolle im Musical „Alexis Sorbas“.

Gojko Mitic kommt gern zu den Karl-May-Spielen zurück. „Das Team in Bad Segeberg und ich sind Freunde geworden und nach meinem Abschied von der Winnetou-Rolle 2006 sind wir auch Freunde geblieben. Ich freue mich sehr auf die tolle Atmosphäre im Freilichttheater und ganz besonders auf das Publikum. In den 15 Jahren, in denen ich als Winnetou auf der Bühne stand, haben wir uns gegenseitig sehr viel gegeben.“

Premiere ist am 22. Juni im Freilichttheater am Kalkberg.
Die Proben für „Winnetou I – Blutsbrüder“ beginnen am 20. Mai unter der Regie von Regisseur Norbert Schultze jr., der mit wenigen Unterbrechungen seit 1996 die künstlerische Leitung bei den Karl-May-Spielen hat. Das Buch schreibt zum 15. Mal der Bad Segeberger Journalist Michael Stamp. Die Produktions- und Spielleitung liegt in den bewährten Händen von Stefan Tietgen.

Premiere hat „Winnetou I – Blutsbrüder“ am 22. Juni um 20.30 Uhr. Gespielt wird bis zum 1. September an jedem Donnerstag, Freitag und Samstag ab 15.00 und 20.00 Uhr, am Sonntag um 15.00 Uhr.

„Winnetou I – Blutsbrüder“ – Die Story
Es ist die Legende einer Blutsbrüderschaft, ein Wildwest-Abenteuer voller Spannung und die unsterbliche Liebesgeschichte zwischen Old Shatterhand und Nscho-tschi, der schönsten Tochter vom Stamme der Apachen: „Winnetou I – Blutsbrüder“. Als Greenhorn kommt ein junger Vermessungsingenieur in den Wilden Westen, doch schon bald erzählt man an den Lagerfeuern von der Kraft seiner Faust. Der skurrile Westmann Sam Hawkens gibt ihm den Kriegsnamen Old Shatterhand. Mitten in den Jagdgründen der Apachen trifft Old Shatterhand auf Winnetou, den jungen Häuptlingssohn der Mescaleros.

Die Eisenbahner wollen – angestiftet von den Schurken Santer und Rattler – die Strecke für das „Feuerross“ quer durch das Indianerland bauen. Häuptling Intschu-tschuna schickt seine Krieger in den Kampf gegen die Bleichgesichter. Winnetou und Old Shatterhand gelingt es, für Frieden zu sorgen – doch am Nugget-Tsil, dem geheimen Goldberg der Apachen, geraten Winnetous Vater und Schwester in einen teuflischen Hinterhalt…

www.karl-may-spiele.de

Zeitpunkte – Renate Gilenski