Lübeck – Überwältigender Erfolg für neue Kinderoper „Störtebeker“

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(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Die umtriebige Musikerin Gabriele Pott hat mit Kinderopern viel Erfahrung Bei den Eutiner Festspielen – deren Chordirektorin sie viele Jahre war – hat sie diese Gattung erfolgreich auf die Bühne gebracht. Und schon vor etlichen Jahren plante sie für diese eine Kinderoper „Störtebeker“. Die Insolvenz der „alten“ Festspielgesellschaft setzte diesen Plänen ein Ende. Und die jetzigen Verantwortlichen scheuen die mit solchen Produktionen verbundenen Kosten. Deshalb hat sich Gabriele Pott im Winter von Eutin getrennt und mit „Kunst am Kai“ im Hafenschuppen C auf der Nördlichen Wallhalbinsel in Lübeck ein neues Projekt auf die Beine gestellt. Dessen Träger ist ein dafür gegründeter Verein, mit dem sie auch entsprechend Förderer gefunden hat.

An diesem Sonnabend erlebte dort vor gut besetzten Rängen die von ihr komponierte „Piratenoper für junge Menschen Störtebeker“ ihre Uraufführung. Und die wurde ein Riesenerfolg für alle Beteiligten. Micha Rügen hat ein Textbuch geschrieben, in dem die „Geschichte des Piraten Klaus Störtebeker. seine Ideen, seine Leidenschaften seine Kraft und Liebe zur Gerechtigkeit in musikalisch-dramatischer Form“ in hundert Minuten wieder aufleben. Umgesetzt wird diese durchkomponierte Oper neben mit fünf jungen Solisten mit dem Kinder- und Jugendchor eines zuvor dafür zusammengestellten Piratencamps. Dass Gabriele Pott ein besonderes Händchen für den Umgang mit jungen Sängern hat, hat sie bereits in Eutin bewiesen. Und hier in Lübeck hat sie in der jungen Regisseurin Eva-Maria Schattauer eine Mitarbeiterin gefunden, die ihre Ideen adäquat umgesetzt hat.

Der sind Massenszenen gelungen von faszinierender Schönheit. Die jungen Sängerinnen und Sänger spielen in der Choreografie Katia Grzam mit überschäumender Begeisterung. Und dabei auch noch musikalisch sehr eindrucksvoll.

Die gilt auch für die Solisten Roman Günter, Lukas Anton, Ricardo Frenzel Badisch, Steinunn Soffia Skenstad und Milena Juhl, die vor der von Beate Tamchina minimalistisch ausgestatteten Bühne – und in deren bunten Kostümen – eindrucksvoll agieren. Vor allem die vom Internationalen Opernelitestudio des Theaters Lübeck und er Musikhochschule bekannte Steinum Soffia Skjenstad als Königin Margarete gefällt durch die Schönheit ihrer Stimme.

Gabriele Pott leitet ein ad hoc aus Lübecker jungen Musikern zusammen gestelltes Kammerorchester, in dem besonders die Bläser und das Schlagwerk stark besetzt sind. Die von ihr komponierte Musik ist gefällig, über weite Teile schmetternd. Das ist gefällig und stellt besonders an junge Zuhörer keine besonderen Anforderungen. Das Publikum der Uraufführung war begeistert und feierte alle Beteiligten stürmisch.

Weitere Aufführungen
24. und 31. August, 16 Uhr, Schulvorstellungen 29. August, 10.30 Uhr.

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