Lübecker Museen mit erfreulicher Jahresbilanz 2012

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(CIS-intern) – Die Lübecker Museen legen eine erfreuliche Jahresbilanz 2012 vor: Rund eine Viertelmillion Menschen (genau: 248.542) haben die Häuser im vergangenen Jahr besucht. Das sind zwar rund 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Aber: “Vor dem Hintergrund, dass das Burgkloster und die Katharinenkirche komplett geschlossen-, und das St. Annen-Museum sowie das Günter Grass-Haus wegen Umarbeiten zeitweise geschlossen waren, ist das Ergebnis als sehr positiv zu bewerten”, erklärt der Leitende Direktor der Lübecker Museen, Prof. Dr. Hans Wißkirchen.

Herausragend war die Entwicklung im Museum Behnhaus Drägerhaus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Besucherzahl dort um 145 Prozent – von 26000 auf fast 64000. Mehr als 40000 davon besuchten die Anders Zorn-Ausstellung. Der schwedische Impressionist war in einer großen Restrospektive zu sehen. “Daran kann man erkennen, was in Lübeck bei guter Planung selbst in schwierigen Zeiten möglich ist”, betont Prof. Wißkirchen. Auch für den Leiter des Behnhauses, Dr. Alexander Bastek, zeigen die Zahlen, welches Potential sein Haus birgt. Er hält zukünftig 35000 Besucher jährlich für realistisch – ohne Blockbuster-Ausstellung. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es rund 17500 Gäste, im Jahr 2010 rund 24000 Gäste.

Stabil waren die Besucherzahlen im Buddenbrookhaus: Rund 54000 Menschen kamen im vergangenen Jahr in das berühmte Museum in der Mengstraße (entspricht einem Minus von 1 Prozent). “Wir schauen nach vorn”, betont Prof. Wißkirchen. “Nach der Neueröffnung des Museumsquartiers ist die Erweiterung und Umgestaltung des Literaturhauses die nächste große Aufgabe”. Im Februar findet dank großzügiger Unterstützung durch die Volkswagenstiftung eine Tagung der Museen in Zusammenarbeit mit dem ZKFL, der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten Berlin und dem Deutschen Institut für Stadtbaukunst der TU Dortmund statt. Gegenstand der Tagung ist die Konzeption des neuen Buddenbrookhauses.

Ein leichtes Besucherplus von fünf Prozent verzeichnete das Museum für Natur und Umwelt im vergangenen Jahr, mit einem leichten Minus (ebenfalls fünf Prozent) beendete das Günter Grass-Haus das Ausstellungsjahr. Das Museum war mehrere Wochen geschlossen und wurde im Oktober wieder eröffnet – mit einer neuen Sammlungsausstellung, die jetzt vor allem auch jüngere Besucher anzieht.

Insgesamt ist der Anteil der jugendlichen Besucher in allen Museen unverändert gegenüber dem Vorjahr: Er liegt bei rund 20 Prozent. Im Jahr 2010 lag er noch bei 14 Prozent. “Wir freuen uns, dass sich die Zahl auf diesem hohen Sockel stabil gehalten hat”, so Prof. Wißkirchen. Etabliert hat sich das im Jahr 2009 gestartete, äußerst erfolgreiche Projekt “Jugend ins Museum” der Michael-Haukohl-Stiftung und der Museen. Im Rahmen dieses Projekts besuchten im Jahr 2012 genau 6011 Schüler die Lübecker Museen.

Kultursenatorin Annette Borns würdigt die Leistungen der Museen und unterstreicht den Erfolg des Verbundes: ” Die Organisationsreform der Museen war seinerzeit umstritten, die Erwartungen an den neu gegründeten Verbund sehr hoch. Heute kann man sagen, dass sämtliche Bausteine zur inhaltlichen Profilierung und zur Verbesserung der Ausstellungsqualität systematisch umgesetzt wurden. Alle Erwartungen und Ziele wurden übertroffen. Die Lübecker Museen stehen gut da und erreichen heute bundesweite Aufmerksamkeit.”

Kulturstiftung Hansestadt Lübeck die LÜBECKER MUSEEN

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