Löst sich der Heimatverband Eutin auf?

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Foto: Makrodepecher  / pixelio.de(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Wenn nicht alles täuscht, wird das fünfzigste Jahr des Verbandes zur Pflege und Förderung der Heimatkunde im Eutinischen – kurz Heimatverband – das letzte sein. Mit dieser kaum zu umkehrenden Entwicklung hat der Vorstand des Verbandes die Mitglieder mit der Einladung zur Mitgliederversammlung am 19. April, 19 Uhr, im Ostholstein-Museum verschreckt. Die Lethargie des Verbandes ist allerdings nicht von heute. Seit Jahren gehen die Mitgliederzahlen des völlig überalterten Vereins kontinuierlich zurück. Zu seinen besten Zeiten hatte der Verein um die tausend Mitglieder. Heute sind es nicht einmal mehr 400.

Foto: Makrodepecher / pixelio.de

Schon im Vorjahr hatte der Vorstand die Auflösung in Erwägung gezogen, weil es zuvor nicht gelungen war, den Posten des Zweiten Vorsitzenden zu besetzen. In der von nicht einmal zwanzig Mitgliedern besuchten Versammlung fand sich dann überraschend in Martina Vogler eine Kandidaten, die dann natürlich auch gewählt worden ist.
Diese Wahl bescherte dem Vorstand aber nur eine Atempause. In diesem Jahr stehen die langjährige Kassenführerin Frau Göbel, deren Vertreter Hartert und der Schriftführer und langjährige Redakteur des Jahrbuches Klaus Langenfeld für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung. Ersatz ist nicht in Sicht.

Deshalb beantragt der Vorstand als Punkt Eins der Tagesordnung die Auflösung des Vereins zum Jahresende. Dies müssten allerdings zwei Drittel der Mitglieder – rund 260 – beschließen. Abgesehen davon, dass dann im Ostholstein-Museum selbst die Stehplätze knapp würden, ist ein solcher Zulauf nicht zu erwarten. Selbst in „guten“ Jahren sind nie mehr als 40 bis 50 Mitglieder gekommen.

Dies sieht auch der Vorstand so. Scheitert also Punkt Eins der Tagesordnung und können auch die freien Vorstandsplätze nicht besetzt werden, beabsichtigen Frank
Petzold – auf den vor wenigen Jahren große Hoffnungen gesetzt worden sind – und seine Noch-Mitstreiter, bis zum Jahresende geschäftsführend im Amt zu bleiben. Dann würde der Vorstand seine Ämter niederlegen, so dass das Amtsgericht einen Notvorstand bestellen müsste. Dem obliege dann die Auflösung des Vereins.
Es steht nicht gut um die Heimatkunde im einstigen Fürstentum Lübeck…

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