Kristin Alheit zum Kitagipfel: Rückenwind für Schleswig-Holsteins Engagement

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(CIS-intern) – Sozialministerin Kristin Alheit hat heute (06.11.) in Berlin gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen von Bund und Ländern Ziele für die Weiterentwicklung der Kita-Angebote vereinbart. Ministerin Alheit betont: “Eine frühe qualitätsvolle Bildung und Förderung unserer Kinder ist das Fundament für den weiteren Lebensweg. Daher ist unser gemeinsamer Einsatz an dieser Stelle entscheidend. Der Kitagipfel gibt Schleswig-Holsteins Engagement Rückenwind. ”
Beim Ausbau der U3-Betreuung ist Schleswig-Holstein im Bundesvergleich schon vorne. Um gleichzeitig auch die Qualität noch weiter auszubauen, hat das Sozialministerium bereits im laufenden Jahr

. das Projekt Fachberatung,
. die Weiterentwicklung von Kitas zu Familienzentren,
. sowie ein Projekt zur Umschulung zu Erziehern für mehr Fachkräfte

gestartet. Zudem hatte das Land neben den Mitteln für den weiteren U3-Ausbau ein eigenes Programm zur energetisches Sanierung für Kitas und Schulen aufgelegt.

Foto: Helene Souza / pixelio.de

“Die heutige Vereinbarung von Bund und Ländern ist richtig und wichtig. Ich erwarte aber nun auch vom Bund ein stärkeres und dauerhaftes finanzielles Engagement. Denn eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung zahlt sich auf allen staatlichen Ebenen aus, daher sollten sich auch alle staatlichen Ebenen angemessen an der Finanzierung beteiligen”, so Alheit anlässlich des Kita-Gipfels.

Noch immer ist das soziale Umfeld in hohem Maße bestimmend für die Bildungschancen von Kindern. “Daher sind gute Kitas als Unterstützungsleistungen für Familien und auch als kostenfreie Bildungseinrichtungen sehr wichtig. Kitas unterstützen Eltern in ihrer Bildungs- und Erziehungsverantwortung und liefern einen wesentlichen Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben sowie gesellschaftliche Teilhabe”, so Alheit. Gemeinsam mit den Trägern und den kommunalen Partnern verbessert das Land daher die Angebote im Land nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. “Neben den bereits gestarteten Maßnahmen werden wir im kommenden Jahr landesweit mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagement in den Kitas beginnen.” Die geplante Maßnahme zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung wird im Rahmen des Sozialdialoges gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt.

Hintergrund-Fakten zu Kitas in Schleswig-Holstein

Ausbau U3: Schleswig-Holstein hat im Ländervergleich mit den westdeutschen Ländern 2014 mit den höchsten Jahres-Zuwachs (gemeinsam mit HH), im gesamtdeutschen Vergleich den zweithöchsten Zuwachs: Die Zahl der Angebote stieg gegenüber 2013 um 4,1 Prozent. In Deutschland insgesamt betrug der Zuwachs 3,0 Prozent. Mehr als 160 Mio. Euro sind bislang von Bund und Land in den Ausbau U3 geflossen.

Land beteiligt sich an Kita-Betriebskosten: Die Gesamtsumme der Betriebskostenzuschüsse U3 beträgt in 2014 84,24 Mio. Euro. 2015 werden es insgesamt 101,74 Mio. Euro sein, davon mehr als 73 Mio. Euro vom Land. 2012 waren es in Schleswig-Holstein rund 33 Mio. Euro von Land und Bund. Als Betriebskostenzuschüsse für Elementarplätze (Ü3) stellt das Land jährlich weitere 70 Mio. Euro bereit.

Förderprogramm “Energetische Sanierung: Mit dem Fördervolumen von 11,5 Millionen Euro können zu einem Anteil von 80 % Maßnahmen gefördert werden.
Verbesserung der Sozialstaffelregelung: Mit einer gesetzlichen Regelung hat das Land dazu beigetragen, dass Eltern, die Arbeitslosengeld II beziehen, durch ihre Kommune von den Kita-Elternbeiträgen befreit sind.

Fachkräftegewinnung: 2014 startete ein Programm, mit dem die Erzieher-Ausbildung für Quereinsteiger gefördert wird. Außerdem wurden Ausbildungskapazitäten an Fach- und Berufsfachschulen von rund 700 auf mehr als 1000 im Jahr 2012/13 erhöht sowie und eine berufsbegleitenden Ausbildung eingeführt.

Qualitative Kita-Weiterentwicklung durch Förderung von Familienzentren: Förderung von Aufbau und Betrieb von bis zu 100 Familienzentren. Sie bieten Hilfe- und Unterstützungsangebote für Familien. Dabei sollen u.a. bestehende Kitas zu Familienzentren weiterentwickelt werden. Dafür stehen 2014 1,3 Millionen Euro bereit und ab 2015 2,5 Mio. Euro pro Jahr.

Qualitative Kita-Weiterentwicklung durch Fachberatung: ab 2014 Förderung des Aufbaus und Betriebs von pädagogischer Fachberatung in Kitas zur Entwicklung und Stärkung effektiver Bildungskonzepte und besseren Rahmenbedingungen in den Kitas leisten. Dafür stehen 2014 0,7 Millionen Euro und ab 2015 1,5 Millionen Euro bereit.

Betreuungsschlüssel: Sowohl Ü3 als auch U3 ist der Betreuungsschlüssel in SH günstiger als im Bundesdurchschnitt laut Bertelsmann-Stiftung: Ü3 beträgt er in SH 9,0, das bedeutet, auf 1 Betreuerin/Betreuer kommen 9,0 Kinder (Bundesdurchschnitt: 1/9,6). U3 beträgt der Schlüssel in Schleswig-Holstein 3,9 (Bundesdurchschnitt: 4,6).

PM: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung

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