Katastrophenabwehrstab der Stadt Neumünster übte eine Katastrophe – 11 Tote, 69 Verletzte

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(CIS-intern) – Der Katastrophenabwehrstab der Stadt Neumünster war jetzt zu einer Intensivschulung fünf Tage an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Ahrweiler. Im Rahmen der Fortbildung galt es, gemeinsam eine Großschadenslage abzuarbeiten. Aufgrund eines Unwetters mit Starkregen, Gewitter und Orkan im Weißeritzkreis waren nach dem schweren Unglück auf dem Festgelände in Freital elf Todesopfer zu beklagen.

Zudem gab es 69 Schwerverletzte und 426 Leichtverletzte. Die Talsperren Lehmühle und Klingenberg liefen über und eine Flutwelle schoss mit hoher Geschwindigkeit durch mehrere Orte Richtung Dresden. Der Landrat des Weißeritzkreises rief den Katastrophenfall aus. Der Führungsstab zur Katastrophenabwehr wurde im Rathaus der Stadt Dippoldiswalde eingerichtet.

Der Führungsstab der Stadt Neumünster musste dieses Szenario mit vereinten Kräften abarbeiten. Es galt zunächst, die vielen Verletzten auf dem Festgelände medizinisch zu versorgen und zudem Bereitstellungsräume und die Versorgung für die insgesamt 3.600 eingesetzten Rettungskräfte zu organisieren. Das Einsatzgebiet wurde darüber hinaus neu gegliedert. Im weiteren Verlauf musste dann die Evakuierung der Bevölkerung in mehreren Orten organisiert und durchgeführt werden.

Der Führungsstab aus Neumünster verwendete im Rahmen der Übung zur internen Kommunikation einige neue Darstellungsformen wie unter anderem Verletzten-Übersichten, EDV-gestützte technische Verbesserungen und setzte erstmals zum Thema Evakuierung eine spezielle Arbeitsgruppe einiger Stabsmitglieder ein. „Diese Maßnahmen erwiesen sich als Erfolg. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und Personen im Führungsstab war bestens und der Stab selbst hat sich durch diese Intensivschulung in Ahrweiler weiter entwickelt.

Zudem wurden die neuen Mitglieder des Führungsstabes gut integriert“, lautete das Fazit von Sven Kasulke, Leiter des Fachdienstes Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

PM: Stadt Neumünster

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