Hinweise zum Laub sammeln und entsorgen in Neumünster

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(CIS-intern) – Schön sieht es aus, wenn die Sonne auf die bunt gefärbten Blätter der Bäume scheint. Doch sind sie erst einmal abgefallen, können sie zu rutschigen Hindernissen werden. Außerdem überwintern die gefräßigen Miniermotten im Laub. Deshalb ist Laubfegen und -sammeln angesagt. Beim Technischen Betriebszentrum (TBZ) der Stadt Neumünster in der Niebüller Straße sowie auf den samstags geöffneten Sammelplätzen kostet die Abgabe von bis zu einem Kubikmeter Herbstlaub vom 14. Oktober bis 22. Dezember 2013 drei Euro. Im SWN-Wertstoffzentrum kostet eine Kofferraumladung Gartenabfall das ganze Jahr über 3,50 Euro, mit einer 10er-Karte drei Euro.

„Eine kostenlose Annahme von Laub ist uns leider nicht mehr möglich, da aufgrund gesetzlicher Änderungen die Verwertung deutlich teurer ist als im vergangenen Jahr“, sagt Ingo Kühl, Leiter des TBZ. „Wegen des zunehmenden Befalls mit Miniermotten ist es vorgeschrieben, Laub genauso zu behandeln wie Bioabfall, das heißt, eine Intensivrotte bei Mindesttemperaturen von 65° C über mindestens fünf Tage“, ergänzt Dr. Norbert Bruhn-Lobin, Geschäftsführer der SWN Entsorgung GmbH. Und eine solche Behandlung kostet Geld. Doch nur sie gewährleistet, dass die schädlichen Miniermotten abgetötet werden.

Foto: Heike / pixelio.de

In unseren Städten ist die Rosskastanie seit einigen Jahren extrem stark befallen. Bei den Schädlingen handelt es sich um kleine unscheinbare Schmetterlinge, die ihre Eier auf der Oberseite der Blätter ihrer Wirtspflanze ablegen. Dort schlüpfen die Larven, bohren sich in das Blatt hinein und beginnen zu fressen. Sie legen im Innern, also zwischen Blattober- und Unterseite, minenartige Gänge an, die ihnen den Namen Miniermotte einbrachten. Miniermotten gibt es außer an der Rosskastanie auch an allen Stein- und Kernobstarten sowie an Ahorn und Buche. Nur durch das konsequente Sammeln und eine Intensivrotte des befallenen Laubes bei Temperaturen von mindestens 65° C kann die Ausbreitung der Miniermotten wirkungsvoll bekämpft werden.

PM: Stadt Neumünster