Havarie im Nord-Ostsee-Kanal

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(CIS-intern) – Am Samstag, den 13. märz ereignete sich ein Vorfall im Nord-Ostsee-Kanal in der Nähe von Brunsbüttel. Laut offiziellen Angaben ist gegen 18.40 Uhr ein Frachter mit einem hölzernen Festmacher zusammengestoßen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Vorfällen auf dem Kanal, auf dem zuletzt am 3. März der Frachter “Eknoe” in die Böschung gekommen ist. Höchstwahrscheinlich war bei diesem Vorfall ein Versagen des Lotsen der Grund für den Unfall. Das Schiff wurde Anfang des Monats frei geschleppt und so war der Kanal wieder für Frachter passierbar.

Der Grund für die Havarie des Frachters “M/V Backer”, der am Samstagabend gegen den Festmacher gestoßen ist wurde noch nicht geklärt. Derzeit weiß man nur, dass das 21 Meter lange Schiff gegen den Dalben stoß und die Besatzung bestehend aus Schiffsführer und Mechaniker verletzt wurde.

Getroffen wurde das Tor der Nordkammer an der Schleuse Kiel Holtenau. Die Schleuse ist bereits seit 1895 im Betrieb und gehört zu den ältesten aktiven Kanalschleusen in Schleswig-Holstein. Normalerweise dauert die Schleusung 20 bis 25 Minuten – allerdings muss man nun mit starken Verzögerungen rechnen, da der Zustand des Tores erst noch in den nächsten Tagen überprüft werden muss. Auch das Schiff muss geprüft werden und muss eventuell von einem Schlepper geborgen werden.

Als Unfallursache vermutet die Kieler Polizei einen Fahrfehler des Schiffsführers. Die beiden Verletzten wurden in das Kieler Krankenhaus gebracht und werden wohl in den kommenden Tagen zum Vorfall befragt. Schon im vergangenen Jahr verunglückte an der gleichen Stelle der Frachter “Else”. Bereits damals wurde das letzte verfügbare Ersatztor für die Schleuse verbaut, was die Schleusenbetreiber jetzt vor ein neues Problem stellt. Denn wenn sich herausstellt, dass das Tor nun nicht mehr verwendet werden kann, muss ein neues Tor her. Vorerst müssen die Schiffsführer im Kanal nun auf nur eine Schleuse zurückgreifen – was mit sehr langen Wartezeiten in Verbindung steht.

Allerdings erhofft sich der Stadtteil Holtenau von den längeren Wartezeiten einen Aufschwung für die regionalen Geschäfte. Schiffsfahrende die sich für das Warten in der Schleuse einreihen können sich in den naheliegenden Bäckereien Kaffee holen oder sich am Markt Fischbrötchen machen lassen. Allerdings hat die Holtenauer Spielothek geschlossen – so müssen die Mechaniker und Steuermänner auf Online-Spielotheken ausweichen, wenn sie sich die Zeit mit etwas schneller Unterhaltung verkürzen möchten.

Das Schleusentor wurde stark beschädigt und der Frachter wurde von zwei Schleppern in die Lindenau-Werft gezogen. Wie es mit der Reparatur des Tores und der Schleuse weiter geht ist im Moment noch ungewiss. Am Montag werden Taucher das Tor Unterwasser inspizieren und das genaue Ausmaß des Schadens feststellen. Experten sind sich aber Gewiss, dass das Tor der Schleuse für mehrere Wochen ausfallen wird. Die Schleuse in Holtenau ist zudem noch von anderen Reparaturen seit einem Zusammenstoß mit der „Akacia“ betroffen, die den Schleusenverkehr zusätzlich hemmen.

Foto: von Frauke Riether auf Pixabay

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