Golo Mann-Gesellschaft lobt „Golo Mann-Preis für Geschichtsschreibung“ aus

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(CIS-intern) – Die Golo Mann-Gesellschaft wird im Herbst 2013 erstmalig den mit 15.000 Euro dotierten „Golo-Mann-Preis für Geschichtsschreibung“ vergeben. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht den Preis und die Preisverleihung.

Die Golo Mann-Gesellschaft zeichnet damit deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus, die einen substantiellen Beitrag zur geschichtswissenschaftlichen Forschung geleistet haben und deren Werk zugleich literarischen Ansprüchen genügt. Im Sinne Golo Manns möchte die Gesellschaft mit diesem Preis ihre Überzeugung zum Ausdruck bringen, dass Geschichtswissenschaft und Literatur keine Gegensätze sein müssen; dass guter Stil die Lesbarkeit fachlich fundierter Arbeiten befördert; dass eine erzählerische Haltung dazu beiträgt, die Leserschaft historiographischer Werke zu erweitern, und dass die Geschichtswissenschaft ihrer gesellschaftlichen Rolle als aufklärerischer Disziplin nur gerecht werden kann, wenn sie vielfältig rezipiert und öffentlich diskutiert wird.

Der Preis soll ab 2013 alle zwei Jahre im Rahmen der Tagungen und Versammlungen der Gesellschaft verliehen werden. Die Golo Mann-Gesellschaft hat eine Jury berufen, die Empfehlungen für die Zuerkennung des Preises ausspricht. Bewerbungen um den Preis oder Vorschläge Dritter sind nicht möglich. Der Vorstand der Gesellschaft entscheidet auf der Grundlage der Juryempfehlung über die Preisvergabe.

Jurymitglieder sind die Journalistin Dr. Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung, München), der Historiker Prof. Dr. Jürgen Elvert (Universität Köln), Dr. Marlene Hiller (vormals Chefredakteurin der Zeitschrift „Damals“, Badenweiler), der Golo Mann-Biograf Dr. Tilmann Lahme (Göttingen), der Historiker und seinerzeitige Kollege Golo Manns, Prof. Dr. August Nitschke (Stuttgart), der Leiter des Buddenbrookhauses Dr. Holger Pils (Lübeck) und der Historiker Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Heidelberg).

Der Historiker Golo Mann (1909-1994) verfolgte das Ziel einer Geschichtsschreibung, die wissenschaftlich und zugleich „lesbar wie ein Roman“ sein sollte und fand hierfür eine breite Leserschaft. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnete ihn 1968 mit dem „Georg Büchner Preis“ aus, die Stadt Frankfurt verlieh ihm 1985 den Goethe-Preis.

In Fachkreisen wurde sein Werk intensiv und oftmals kontrovers diskutiert, insbesondere die historischen Sozialwissenschaften lehnten seine Art der Geschichtsschreibung ab. Zu seinem historiografischen Werk gehören die „Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“, die Biographien „Friedrich von Gentz“ und „Wallenstein“ sowie die von ihm herausgegebene „Propyläen Weltgeschichte“.

Die Golo Mann-Gesellschaft e.V. wurde 2010 in Wiesbaden gegründet und hat ihren Geschäftssitz im Lübecker Buddenbrookhaus. Anliegen der Gesellschaft ist es, mit Tagungen, Vortragsveranstaltungen und Lesungen das Interesse an der Beschäftigung mit Golo Mann zu wecken, Forschung über ihn und Geschichtsschreibung in seinem Sinne zu fördern.

Kulturstiftung Hansestadt Lübeck die LÜBECKER MUSEEN

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