Glaube und Begegnung auf der Landesgartenschau 2016

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Foto: LGS(CIS-intern) – Mit zahlreichen Aktionen bereichern die christlichen Kirchen die Landesgartenschau in Eutin. Am Donnerstag hat die LGS zusammen mit den kirchlichen Akteuren das Programm „Glaube und Begegnung“ vorgestellt, an dem neben dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Ostholstein auch die Katholische Kirchengemeinde sowie die Freie Evangelische Gemeinde (FeG) und die Leuchtfeuer Gemeinde beteiligt sind.

Foto: Hinten (v. l.): Pastor Tim Jodat und Gemeindeleiter Hinnerk Tietjen von der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Eutin, LGS-Geschäftsführer Martin Klehs

Martin Klehs, Geschäftsführer der Landesgartenschau Eutin 2016, unterstrich: „Wir freuen uns, mit den unterschiedlichen Kirchen und ihren Glaubensrichtungen starke Partner für die Landesgartenschau gefunden zu haben, die das Programm mit ihrem individuellem Engagement auf ganz unterschiedliche Art bereichern.“ Die LGS sei auch eine Chance für die Kirche, sich in ihrer Vielfältigkeit und Lebendigkeit zu präsentieren, betonte Peter Barz, Propst des Kirchenkreises Ostholstein: „Im Garten am frischen Wasser und bei den rund 400 kirchlichen Veranstaltungen haben die Menschen Gelegenheit, die Kirche einmal in einem neuen Kontext kennenzulernen.“

Wie vielfältig Glaube und Begegnung aussehen können, zeige das kirchliche Programmangebot, betonte Claudia Ohlsen, Veranstaltungsleiterin der Landesgartenschau: „Es ist so bunt wie das Land und die Menschen, die hier leben: große Open-Air-Gottesdienste, Musikprogramme, Talk-Shows, Thementage, Kinder-Musicals, Pilger-Wege, Story-Walks und noch viel mehr. Wir freuen uns über ganz wunderbare Formate, die die 159 Tage auf der Gartenschau nicht nur bereichern, sondern Glaube und Religion auch erlebbar und erfahrbar machen.“

Landesgartenschau-Pastorin Dr. Claudia Süssenbach lobte die gute ökumenische Zusammenarbeit, die sich durch die Vorbereitung des Eröffnungs-Gottesdienstes und des Pfingstgottesdienstes ergeben habe. „Die Kirchen in Eutin haben ihre jeweils eigenen Talente und Möglichkeiten, die sie einbringen. Daraus entstehen Wertschätzung und Respekt füreinander.“ Auch Hinnerk Tietjen, Gemeindeleiter der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Eutin sieht die LGS als Chance: „Wir sind überzeugt, dass sie nachhaltig eine positive Auswirkung haben wird. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, aktiv dabei zu sein.“ Die Freie evangelische Gemeinde und die Leuchtfeuer Gemeinde beteiligen sich unter anderem mit der „Arche im Seepark“, die vom 22. Juli bis Mitte August im Seepark steht und auf der am 23. Juli ein großes Familienfest gefeiert wird, und einem Open-Air-Gottesdienst (31.7.) am LGS-Programm.

Das Thema Begegnung zieht sich mit mehreren ökumenischen Veranstaltungen durch das Programm. Am 30. April wird von 14 bis 15 Uhr ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst auf der Sparkasse-Holstein-Bühne mit einer Predigt von Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke sowie Bischof Gothart Magaard veranstaltet. Am 15. Mai gestalten die evangelische und die katholische Gemeinde in Eutin von 14 bis 15 Uhr zudem einen ökumenischen Pfingst-Gottesdienst auf der Sparkasse-Holstein-Bühne.

Die zentrale kirchliche Begegnungsstätte während der Landesgartenschau ist der Garten am frischen Wasser, den der Kirchenkreis Ostholstein gestaltet. Er ist ein Ort der Gemeinschaft und Unterhaltung – und zugleich ein Ort, an dem die Besucher verweilen, Kraft schöpfen und zur Ruhe kommen können. Ehrenamtliche Gartenhüterinnen und Gartenhüter empfangen die Gäste und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Auf einen Rundweg mit sieben Stationen können die LGS-Besucher den Kraftquellen, Sehnsüchten und Früchten ihres Lebens, aber auch den Verwundungen und Abbrüchen auf die Spur kommen. Regelmäßig finden Gottesdienste und Andachten, Konzerte, Talkrunden, kreative Schreibworkshops und Lesungen statt. Pastor Sönke Stein aus Sereetz hat zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger eigens einen Altar aus großen Baumstämmen für den Garten gestaltet. Der Garten am frischen Wasser ist zudem Ausgangspunkt für regelmäßige Pilger- und Erzählspaziergänge über das Gartenschaugelände.

Die Bausumme für die Gartengestaltung (Gartenbaufirma Smid und Pavillon) liegt bei rund 360 000 Euro brutto. Knapp die Hälfte fließt dabei allein in beide Plateaus, die zum Schutz der empfindlichen Wurzeln der Federbuchen notwendig sind. Um zu verhindern, dass die Wurzeln beschädigt werden, „schweben“ beide Plateaus über den Wurzeln der Federbuchen und ruhen lediglich auf 33 Schraub-Einzelfundamenten mit einer Schraubentiefe von zwei Metern. Alle Bereiche des Gartens sind barrierefrei. Nach der LGS wird ein Teil des benachbarten und für die LGS mitgenutzten Propstgartens mit geringem Aufwand rückgebaut und Propst Peter Barz als Rasen wieder zurückübereignet.