Eutin erinnert wieder einmal an den Goethemaler Tischbein

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(CIS-intern) – Horst Schinzel Dem kulturbeflissenen Bürger ist der Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751 – 1829) vorzugs2e3ise durch dessen Bild „Goethe in der Campagna“ vertraut. Und wer sich in Eutins Lokalgeschichte auskennt, weiß dass er die letzten 21 Jahre seines Lebens in der kleinen Residenz Eutin verbracht hat. Vor einem Vierteljahrhundert hatte seine Urur-Enkelin Eva Pape-Tischbein erstmal die Idee, mit Informationstafeln an ihren berühmten Vorfahr zu erinnern. Die von ihr finanzierten und gestalteten Tafeln wurden am Ufer des Großen Eutiner Sees von der Seescharwaldbrücke bis nach Pulverbeck aufgestellt.

Leider hatte die Mäzenin nicht das böse Tun junger Mit-Menschen bedacht. Schon in kürzester Frist wurden die Tafeln durch Vandalismus beschädigt. Als Reparaturversuche durch den Eutiner Baubetriebshof fruchtlos blieben, ließ dieser die Tafeln abbauen und im damaligen Tischbeingarten im Hintergrund der Stolbergstraße in vermeintliche Sicherheit bringen. Aber auch dort blieben Beschädigungen nicht. Und als 2005 die Tischbein-Gedenkstätte im dortigen Gartenhaus aufgegeben werden musste, waren diese Tafeln inzwischen so durch Wind, Sonne und Wetter beeinträchtigt, dass die Stadtverwaltung sie abbauen und auf dem Baubetriebshof einlagern ließ.

Seit 2006 unterhält der Kreis der Künste in diesem Gartenhaus einen Treffpunkt für die Amateur- und Profikünstler der Region. 2012 trug der Zweite Vorsitzende dieses Kreises Achim Tsutsui seinen Freunden vor, dass diese Tafeln rekonstruiert werden müssten. Eine Aufgrabe, die er selbst übernahm. Finanziert wurde das 14.000 eure teure Vorhaben von der Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein und der Aktivregion Schwentine / Holsteinische Schweiz Am letzten Oktober-Tag konnten die vierzehn Informationstafeln im fantasievoll gestalteten kleinen Garten zwischen dem Haus, in dem einst Friedrich Leopold zu Stolberg und Wilhelm Tischbein gelebt haben, un dem Jungfernstieg. Dank neuer Technik sollen die Tafeln witterungsbeständig sein. Und auch die Metallselen sollen etwaiger Gewalt standhalten.

Dem Kunstkreis schwebt vor, dass der Garten mit diesen Tafeln Bestandteil eines Kulturrundganges vom Eutiner Markt und der Kirche zum Schloss werden möchte.
Zur weiteren Information sind im renovierten Clubraum des Gartenhauses Reproduktionen von Werken Tischbeins aufgehängt worden. Als schade empfindet es der Historiker Klaus Langenfeld – der bei der Gestaltung der Tafeln beraten hat -, dass bei der Bergung der alten die Befestigungshölzer verschwunden sind. Die stammten nämlich aus den Kasseedorfer Tannen. Und diese Eichen hat einst ein Sohn Tischbein als herzoglicher Oberförster gepflanzt.

Fotos
Achim Tsutsui
Eine Tafel

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