Eutin erhält ein Kinder- und Jugendparlament

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Foto: pixa bay.com / ChequeredInk(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Eigentlich hat Ostholsteins Kreisstadt Eutin schon in der Vergangenheit mit der Beteiligung Jugendlicher an kommunalpolitischen Entscheidungen gute Erfahrungen gemacht. Im Vorfeld der Landesgartenschau sind in mehreren Arbeitsgemeinschaften Jugendliche zu ihren Wünschen und Anregungen angehört worden. Und die sind beim Umbau des Seeparks weitgehend umgesetzt worden. Und überdies hat die Stadtvertretung seit der letzten Wahl in Malte Kuhr ein sehr junges Mitglied.

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Dennoch: Als es vor über einem Jahr erstmals darum ging, Jugendliche an kommunalpolitischen Entscheidungen zu beteiligten, zierten sich die in der Stadtvertretung vertretenen Parteien. Bis jetzt konnten sie sich nicht zu einer institutionalisierten Jugendbeteiligung durchringen. Den Durchbruch brachte an diesem Dienstagabend ein Vortrag des Neustädter Stadtjugendpflegers Andreas Adler. Der ist in der Nachbarstadt seit zwanzig Jahren in diesem Amt tätig, und unter seiner Ägide gibt es dort seit 1997 ein Kinder- und Jugendparlament. „Junge Menschen müssen merken, dass sich jemand für ihre Meinung interessiert und sie ehrlich beteiligt werden“, so Adler. Dieser wusste den Eutiner Stadtvertretern im Schulausschuss die Angst zu nehmen, es werde doch bald alles wieder einschlafen.

Ein Jugendparlament müsse dazu dienen, den Stadtpolitikern die Meinung der jungen Mitbürger nahe zu bringen.
In Neustadt hat das Kinder- und Jugendparlament vierzehn Mitglieder. Gewählt werden können junge Bürger zwischen 7 und 14 Jahren. Das Parlament tage einmal im Monat. Den Eutiner Ausschussmitgliedern erschien das nachahmenswert. Die Verwaltung wurde beauftragt, nach der Sommerpause Vorschläge zur Umsetzung- die auch einen Jugendbeauftragten einschließen sollen – vorzulegen. 2017 könnte dann erstmals ein solches Kinder- und Jugendparlament gewählt werden.