Erster Spatenstich: Deich am Büsumer Koog wird verstärkt

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(CIS-intern) – Der Deich am Büsumer Koog wird für rund 7,6 Millionen Euro verstärkt. Zudem fördert das Land Maßnahmen, um die touristische Attraktivität der Gemeinde Büsum zu erhöhen. „Mit der Verstärkung machen wir den Deich fit für den Klimawandel“, sagte
Küstenschutzstaatssekretär Dr. Ulf Kämpfer heute (14. Mai 2013) beim ersten Spatenstich. Sein für Wirtschaft zuständiger Kollege Dr. Frank Nägele: „ Die Anstrengungen der Gemeinde Büsum zur Verbesserung des touristischen Erscheinungsbildes sind vorbildlich und zur Sicherung des Wirtschaftszweiges Tourismus notwendig. Hier geht’s voran!“ Büsum sei zwar mit etwa 800.000 Übernachtungen einer der bedeutendsten Tourismusorte in Schleswig-Holstein, habe aber auch einen erheblichen Investitionsstau. Die Gemeinde habe mit den Projekten Perlebucht und Wasserkante die richtigen Schritte unternommen; nun gehe es darum, private Investitionen anzuwerben.

Foto: Mario De Mattia (Büsum)

Die Bauarbeiten am Deich sollen spätestens im Herbst 2014 beendet sein. Der Deich muss für rund 7,6 Mio. € auf einer Länge von 2,7 Kilometern aufgrund der neuesten Bemessungsansätze verstärkt werden, da die vorhandenen Böschungsneigungen und die Deichhöhe den mit dem Klimawandel verbundenen Anforderungen nicht mehr genügen. Die Deichkrone wird von 2,5 auf 5 Meter verbreitert. Ihre Höhe von 8,40 bis 8,90 Meter über Normalhöhennull, abhängig von der jeweiligen örtlichen Situation, behält sie. An abgesackten Stellen wird sie wiederhergestellt. Zusätzlich werden die Böschungsneigungen nach den Anforderungen des neuen Klimaprofils flacher gestaltet.

„Sollten spätere Generationen einen weiteren Verstärkungsbedarf feststellen, kann bei diesem Deichprofil eine Deichkappe mit geringem finanziellen Aufwand aufgesetzt werden“, sagte Staatssekretär Kämpfer.

Gleichzeitig zu den Verstärkungsarbeiten am Deich werden begleitende Arbeiten zur touristischen Entwicklung der Gemeinde Büsum mit einem Umfang in Höhe von rund 5,4 Millionen Euro durchgeführt.

„Da der gesamte Baubereich gerade auch während der Bausaison in den Sommermonaten intensiv der Fremdenverkehrsnutzung dient, sind Beeinträchtigungen auf einem derart eingeengten Baufeld natürlich nicht auszuschließen. Der die gesamten Arbeiten ausführende Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein wird in enger Abstimmung mit der Gemeinde Büsum mögliche Behinderungen so gering wie möglich halten“, erklärte Dr. Kämpfer.

Die Finanzierung der Küstenschutzbaumaßnahme erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes mit Bundes- und Landesmitteln. Zusätzlich stehen für diese Maßnahme EU-Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes zur Verfügung.

Für 2013 stehen insgesamt knapp 69 Millionen Euro zur Verfügung (Landesmittel: 21 Millionen, Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz: 36,2 Millionen, Mittel der EU: 11,5 Millionen). Weitere große Maßnahmen sind in diesem Jahr die Deichverstärkungen Sylt Mövenbergdeich und Nordstrand sowie die Sandaufspülungen auf Sylt und die Fortführungen der Deichverstärkungen Brunsbüttel Altenhafen und Dahme-Rosenfelde, die in diesem Jahr abgeschlossen werden.

„Mit Fertigstellung der Büsumer Maßnahme werden wir die Sicherheit für 6300 hier dauerhaft lebende Menschen erhöhen und eine Fläche von 3200 ha mit vorhandenen Sachwerten in Höhe von 1 Milliarde € zusätzlich schützen“, freut sich Staatssekretär Dr. Ulf Kämpfer.

Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein wird kofinanziert aus den Europäischen Strukturfonds EFRE, EFS, ELER und EFF.

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume