Einsatz der Bundeswehr zur Unterstützung bei Coronatests in Pflegeeinrichtungen hat in Schleswig-Holstein begonnen – weitere helfende Personen werden gesucht

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(CIS-intern) – KIEL. Um die während der Corona-Pandemie stark belasteten Pflegeeinrichtungen zu entlasten, unterstützt seit heute (29.1.) in mehreren Kreisen und Städten in Schleswig-Holstein die Bundeswehr übergangsweise bei der Durchführung von Corona-Schnelltests in Pflegeeinrichtungen. Das Gesundheitsministerium koordiniert gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, Kommunen und Bundeswehr die Unterstützung. Die Bundeswehr stellt derzeit übergangsweise für die Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Amtshilfe 178 Bundeswehrangehörige (Vollzeitäquivalente) bereit, die dafür vom Deutschen Roten Kreuz geschult wurden, bzw. werden.  

Foto: von Wilfried Pohnke auf Pixabay

Bis Ende der vergangenen Woche wurde eine Bedarfsabfrage des Ministeriums gemeinsam mit Kreisen und kreisfreien Städte in den Pflegeeinrichtungen durchgeführt und wird fortlaufend aktualisiert. Danach haben derzeit rund 200 Pflegeeinrichtungen Unterstützungsbedarf angemeldet, dies entspricht rund 167 Vollzeitkräften. Die Testungen erfolgen zu bestimmten Zeiten in den Einrichtungen, die Unterstützer der Bundeswehr sind also zeitlich begrenzt vor Ort.

Gesundheitsminister Heiner Garg betont: „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, besonders den Soldatinnen und Soldaten, die den raschen Einsatz möglich machen. Aber auch andere freiwillige Personen können unterstützen. Jeder, der hilft, trägt einen wichtigen Teil zur Bekämpfung der Pandemie bei“.

Der Einsatz der Bundeswehr soll zeitlich begrenzt erfolgen, bis geeignete zivile Helferinnen und Helfer gefunden sind. Gesucht werden daher freiwillige Personen, die im Anschluss an den Einsatz der Bundeswehr zum Einsatz kommen. Hier ist die Bundesagentur für Arbeit ein Kooperationspartner. Gesucht werden Personen aus medizinischen, pflegerischen und sonstigen Heilberufen oder mit einer sozialen Ausbildung und auch geeignete Personen ohne medizinische Vorbildung. Vor dem Einsatz erfolgt eine Einweisung in die vor Ort durchführbaren Antigentests, so die Bundesagentur. Die Vergütung, die die Einrichtungen im Rahmen dieser Initiative an die Freiwilligen zahlen, soll sich laut Bundesagentur an 20 Euro pro Stunde orientieren.

Weitere Informationen unter: https://www.arbeitsagentur.de/corona-testhilfe ; Hotline der Bundesagentur für Arbeit für freiwillige Test-Helfer, 08000 4 555532 (Gebührenfrei), Montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

Hintergrund: Um Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden von Pflegeeinrichtungen zu schützen, gilt in Schleswig-Holstein eine Corona-Testpflicht: Für Mitarbeitende mindestens zweimal wöchentlich mittels Antigen-Schnelltest. Auch Besucherinnen oder Besucher von Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtungen sowie alle weiteren Personen, die die Einrichtung aufsuchen, ohne dort wohnhaft oder beschäftigt zu sein, müssen über ein negatives Testergebnis verfügen, das vom selben Tag oder vom Vortag stammt.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl I  Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

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