Dithmarschens Speicherkoog: Kein Platz für Drohnen und Raser

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Bild von Thomas Ehrhardt auf Pixabay(CIS-intern) – Der Tourismus und der besondere Naherholungswert für Einheimische sorgen im Naturschutzgebiet Speicherkoog in unmittelbarer Nähe zum Nordseedeich für ein ganzjährig hohes Verkehrsaufkommen – immer schon auf der Straße, neuerdings auch im Luftraum. „Für Raser und Drohnen ist kein Platz im Speicherkoog. Darauf werden wir in Zukunft noch mehr achten“, so Uwe Maaßen, Fachdienstleiter Bau, Naturschutz und Regionalentwicklung des Kreises Dithmarschen.

Bild von Thomas Ehrhardt auf Pixabay

Im Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Oktober jeden Jahres gilt für den Straßenverkehr im Speicherkoog eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h. Der Eindruck, dass viele Verkehrsteilnehmer*innen sich nicht an die Vorgaben halten, wurde durch eine vor kurzem vorgenommene Geschwindigkeitsüberwachung bestätigt. An einem Mittwochnachmittag waren innerhalb von drei Stunden 48 von 161 Fahrzeugen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Maaßen: „Diese Zahlen belegen eindrücklich, dass Handlungsbedarf besteht. Mit regelmäßigen Geschwindigkeitsüberwachungen wollen wir im Sinne der Verkehrssicherheit und des Naturschutzes etwas bei den zahlreichen Auto-, Bus-, Wohnmobil- und Motorradfahrer*innen bewirken.“ Zudem soll an geeigneter Stelle dauerhaft eine Geschwindigkeitsanzeige installiert werden.

In einzelnen Fällen werden auch Drohnen zu einem Problem im Speicherkoog. Dazu verweist Maaßen auf die Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten. In § 21b der Verordnung ist eindeutig geregelt, dass das Fliegen mit Drohnen unter anderem über Naturschutzgebieten verboten ist. Maaßen: „Von uns festgestellte Verstöße werden konsequent zur Anzeige gebracht. Auch die NABU-Schutzgebietsbetreuer*innen werden in Zukunft noch mehr ein Auge darauf haben.“ Art und Größe der Drohne spielen dabei, entgegen vielfacher Annahme, übrigens keine Rolle.