Das Außengelände der Eutiner Voss-Schule wird umgestaltet

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Foto: Wikimedia - CC - Genet at German Wikipedia(CIS-intern) – Von Horst Schinzel Das Außengelände der Eutiner Voss-Schule wurde in seiner jetzigen Form vor fast fünfzig Jahren gestaltet. Es entspricht besonders in Bezug auf den Schulsportplatz, aber auch auf die Pausenräume nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Jetzt will die Stadt viel Geld in die Hand nehmen, um das Gelände umzugestalten. Dazu hat der Fachbereich Bauen der Selbstverwaltung berichtet:

Foto: Wikimedia – CC – Genet at German Wikipedia

Seit der Übernahme der Johann-Heinrich-Voß-Schule vom Kreis Ostholstein im Jahr 2009 wird zu den Haushaltsberatungen stets der Wunsch bzw. die eingehende Bitte einer Schulhofumgestaltung, insbesondere der Erneuerung des Grandplatzes, an die Verwaltung herangetragen.

Im Jahr 2015 wurden die Mittel für eine Überplanung des Schulhofes durch ein Planungsbüro zur Verfügung gestellt. Schließlich wurde das Planungsbüro Urte Schlie mit der Überplanung beauftragt. Gemeinsam mit der Schule wurde die Gewichtigkeit der einzelnen Abschnitte festgelegt. Hier wurde sich eindeutig auf die Umgestaltung des Grandplatzes als 1. Priorität verständigt.

Die Grundlage der Planung sollte die Bedürfnisse der Nutzer, also die der Schülerinnen und Schüler, darstellen. Demnach wurden die jeweiligen Klassensprecher im Rahmen einer Schülerbeteiligung zu ihren Ideen, Wünschen und Bedürfnissen des Schulhofes befragt. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Schüler doch sehr einfache und pragmatische Wünsche, wie Sitzgelegenheiten, einen Kletterbereich für die Sekundarstufe, einen ruhigeren Bereich für die Oberstufe und vor allem eine uneingeschränkte Bespielbarkeit des Grandplatzes mit zusätzlichen Fußballtoren, vorgetragen haben.

Die Entwurfsplanung sieht also die Erweiterung von Sitzgelegenheiten auf dem kleinen versiegelten Schulhof, im Bereich der Mensa, entlang des Gebäudes zum Grandplatz und im Bereich des Forums mit zusätzlicher Bestückung mit Sonnensegeln als Sonnenschutz vor. Neben der Schaffung einer zusätzlichen Sandspielfläche auf dem versiegelten Schulhof, einer Abgrenzung des Bereiches um den Schulteich sowie etliche Pflege- und Grünschnittarbeiten wurde vor allem die Umgestaltung des Grandplatzes in den Focus gestellt.

Der Grandplatz verfügt seit Jahren über eine mangelhafte Entwässerung. Bei Regen wird das Oberflächenwasser nicht abgeführt, so dass das Wasser auf dem Platz steht und nur schwer abläuft. Die Schüler, sofern der Platz trotz Matsch bespielbar ist, tragen dann übermäßig viel Schmutz in das Schulgebäude hinein. Dies erhöht den Reinigungsaufwand enorm und schädigt die Böden.
Bei Trockenheit kommt es zu einer extremen Staubentwicklung.
Zudem besteht eine große Verletzungsgefahr, da der Grand sehr rutschig ist.

Der Grandplatz dient vorwiegend als Bewegungsfläche während der Pausenzeiten. Jedoch wird er auch bei gutem Wetter für den Schulsportunterricht genutzt. Die Sporthalle ist den kompletten Vormittag mit Unterricht belegt. Demzufolge wird der anliegende Grandplatz häufig spontan im Unterricht genutzt.
Der Grandplatz steht im Mittelpunkt des Schulgeländes und sollte unbedingt eine Umgestaltung erfahren.

Entgegen des Wunsches der Schule, den Grandplatz mit einem Kunstrasen auszustatten, sieht die Entwurfsplanung aus Kosten-, Pflege- und funktionalen Gründen eine Umgestaltung in ein Kunststoffspielfeld vor.

Der Platz kann in 6 Einzelfelder untergliedert werden, so dass eine Bespielbarkeit des Großspielfeldes, 3 Kleinspielfelder oder 6 Einzeltorfelder möglich ist und durch unterschiedliche Altersgruppen gleichzeitig bespielt werden kann. Eine multifunktionale Spielfläche wird damit geschaffen.
Die Entwässerung erfolgt über eine Pflaster- und Entwässerungsrinne, die an die Entwässerung des Schulgebäudes anknüpft. Die Feuerwehrumfahrt ist dabei weiterhin gegeben.

Die Kosten für den 58,5 m x 40 m großen Kunststoffplatz belaufen sich laut Kostenschätzung auf ca. 280.000 Euro inkl. Baugrundgutachten, Bodenarbeiten (Auskofferung auf 40 cm, Planung, Tragschicht/ Füllboden), Herstellung der Entwässerung und Auftragen des Kunststoffbelages in sandfarben.

Aufgrund der zwischenzeitig vorliegenden Kostenschätzung ist der Haushaltsansatz für das Jahr 2016 für das Produktsachkonto 1.1.1.25/0031.785100 mit einem Sperrvermerk um einen Betrag von 80.000 € auf insgesamt 280.000 Euro für den ersten Teilabschnitt aufzustocken.
Die Kosten für die Teilabschnitte 2 – 4, deren Umsetzung für die nächsten Jahre vorgesehen sind, liegen insgesamt bei ca. 155.000 €.

Die Abstimmung des Entwurfes mit der Schule ist bereits erfolgt. Die Umsetzung ist für die Sommerferien vorgesehen, so dass der Platz für die 450-Jahr Feier der Schule Anfang September fertig gestellt ist.

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