Bahn 2016/2017: Neue Gleise geplant, neue Verspätungen und Ausfälle sind gesichert

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Foto: Presse Bahn(CIS-intern) – Die Deutsche Bahn erneuert in diesem und im nächsten Jahr rund 120 Kilometer Gleise in Schleswig-Holstein. Begonnen wird in diesem Jahr mit der Erneuerung von rund 55 Kilometern Gleisanlagen auf der Strecke Neumünster–Flensburg. Es folgen im nächsten Jahr rund 65 Kilometer zwischen Wrist und Kiel.Insgesamt investiert die Deutsche Bahn in diese beiden Baumaßnahmen rund 70 Millionen Euro. Dies hat die Bahn an diesem Freitag in Hamburg vorgestellt.
Von Montag, 13. Juli bis Dienstag, 4. August wird auf dem Streckenabschnitt zwischen Nortorf und Osterrönfeld gearbeitet. Insgesamt werden hier 16 Kilometer Gleise und 6 Bahnübergänge erneuert sowie im elektronischen Stellwerk (ESTW) in Flensburg die Software angepasst. Bis zum 29. Dezember folgt der Abschnitt von Rendsburg nach Flensburg.

Foto: Presse Bahn

Für die Arbeiten müssen teilweise Gleise beziehungsweise ganze Streckenabschnitte gesperrt werden. Aus diesem Grund sind Fahrplanänderungen leider unvermeidlich. So fallen zeitweise zahlreiche Regionalzüge zwischen Neumünster und Rendsburg aus und werden durch Busse ersetzt.
In den Bussen sind der Kauf von Fahrscheinen sowie der Transport von Kinderwagen und Fahrrädern nur eingeschränkt möglich.

Die Fahrplanabweichungen sind in die elektronischen Medien eingearbeitet. Kunden können detaillierte Informationen zu ihren Zügen im Internet unter http://bauarbeiten.bahn.de/norden abrufen. Weiterhin werden die Fahrgäste über Lautsprecheransagen, Aushänge in den Bahnhöfen sowie in den Zügen durch das Zugbegleitpersonal informiert.

Baustellenlogistik
Um die Baustellen auch künftig ausreichend versorgen zu können, entsteht in Neumünster auf dem Bahngelände zwischen Max-Johannsen-Brücke und dem Stellwerk eine rund 10.000 Quadratmeter große Lagerfläche. Nach der Fertigstellung werden hier Baumaterialien wie Schotter, Schwellen und Schienen sowie Altmaterial ein- bzw. zwischengelagert.

Trotz des Einsatzes moderner lärmgedämpfter Arbeitsgeräte lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub leider nicht vermeiden. Außerdem warnen Signalhörner die Arbeiter im Gleis vor herannahenden Zügen. Die Warneinrichtungen werden von den Unfallkassen ausdrücklich gefordert und sind den Gegebenheiten entsprechend angepasst.

Für die Erneuerung der Gleisanlagen kommt ein moderner über 400 Meter langer Gleisumbauzug der Firma Schweerbau im Einsatz
Presse Deutsche Bahn